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Beschreibung

Robinson Khoury: Transara

CD / Vinyl (LP, 180g) / Limited white vinyl (LP, 180g) / digital 

Robinson Khoury trombone, modular synths, lead vocal in 6, 9
Anissa Nehari percussions, voice in 6, 9
Léo Jassef piano, synths, voice in 6, 9

Der Posaunist und Komponist Robinson Khoury ist einer der meistbeachteten Rising-Stars der französischen Jazz- und Cross-Genre-Szene. Seinen Durchbruch markierte 2024 das Album MŸA im Trio mit der Perkussionistin Anissa Nehari und dem Keyboarder Léo Yassef. Die Besetzung, in der Khoury nicht nur Posaune, sondern auch modularen Synthesizer spielt und singt, wurde zu einer eng verzahnten, lebendigen musikalischen Einheit, der Titel des gemeinsamen Debütalbums wurde zum Bandnamen Robinson Khoury MŸA und das Trio steht nun auch im Zentrum des ACT-Debüts Transara.

„Ich mag das Ungewöhnliche – seltsame Kombinationen, unerwartete Besetzungen. Posaune, modulare Synthesizer, Keyboards und Percussion – das hatte ich so noch nie gehört, und genau das hat mich fasziniert“, sagt Robinson Khoury über das Trio. Und weiter: „Ich glaube, wir funktionieren auch deshalb so gut miteinander, weil wir gemeinsame mediterrane Wurzeln in unseren Familien haben - das Mittelmeer verbindet uns.“ Ebenso prägend sei das urbane Leben in Paris, in dem unterschiedlichste Einflüsse aufeinandertreffen.

Transara markiert für Khoury eine Evolution. Das erste MŸA-Album beschreibt er als eine Art „Embryo“, aus dem sich langsam ein musikalisches Lebewesen formte, das heute eine gemeinsame musikalische Sprache spricht. Die organische und intuitive gemeinsame Musik bewegt sich, so Khoury, „in eine andere Welt, in eine andere Realität“. Dies meint auch der Titel Transara: einen Übergang zwischen den Welten, eine Verbindung von Räumen und Zuständen.

Auch Robinson Khourys persönlicher musikalischer Weg ist von Vielschichtigkeit und Transformation geprägt. Aufgewachsen in Lyon als Sohn eines Jazzpianisten und einer Jazzsängerin, war Musik von Anfang an allgegenwärtig. Er sang im Kinderchor der Oper Lyon und verbrachte die Sommer beim Festival Jazz à Vienne. Der Bruch kam mit elf Jahren, als der Stimmbruch ein Weitersingen im Chor unmöglich machte. Auf der Suche nach einem neuen Ausdruck fand er die Posaune: „Ich habe ein Instrument gesucht, durch das ich weiter singen kann – und die Posaune war dafür perfekt.“ Schon wenige Jahre später studierte er am Konservatorium in Lyon und spielte parallel in Jazzclubs. Früh bewegte er sich zwischen Klassik und Jazz und entwickelte eine Offenheit für unterschiedliche Stile.

Mit etwa 18 Jahren entdeckte er zudem die arabische Musik – etwa Umm Kulthum oder Nusrat Fateh Ali Khan –, die ihn nachhaltig prägte. Obwohl er libanesische Wurzeln hat, sei diese Musik zunächst kein selbstverständlicher Teil seines Alltags gewesen; umso unmittelbarer habe sie sich als Ausdruck auf der Posaune angefühlt. „Ich liebe an der arabischen Musik besonders den Gesang. Diesen auf die Posaune zu übertragen, fühlte sich sehr natürlich an, da sie für mich wie eine zweite Stimme ist.“ Bald wurden Musiker wie Ibrahim Maalouf oder Natacha Atlas auf ihn aufmerksam und holten ihn in ihre Bands. Zudem gründete Khoury das Sextett Sarāb, das ebenfalls arabische Musik und Jazz miteinander verbindet.

Es sind all diese Einflüsse, Jazz, arabische Musik, die Spielkultur aus Robinson Khourys klassischer Ausbildung, die Liebe zum Gesang und den Drang zur Veränderung, die sich in Transara wiederfinden. Und die Musik ist auch ein Kommentar auf unsere Zeit, bewegt sich stetig zwischen Melancholie und Wärme. „Angesichts der Welt, die uns umgibt, kann man nicht anders, als nachdenklich und melancholisch zu sein,“ sagt Robinson Khoury. Gleichzeitig gehe es ihm darum, einen geschützten Raum zu schaffen in dem sich Musiker und Publikum sicher und geborgen fühlen und ihre Gefühle und Gedanken teilen können.

Ein zentrales Beispiel dafür ist das Stück „Poussière“ („Staub“). Khoury erklärt, es gehe um all die Leben, die „zu früh von uns gehen“. Zugleich liege darin eine tröstliche Perspektive: „Sie sind nicht einfach verschwunden. Der Staub bleibt Teil dieses Planeten, wir atmen ihn, er ist Teil von uns.“ Aus dieser Vorstellung entstehe Hoffnung – die Gewissheit, dass Vergangenes weiterwirkt und uns hilft, „weiter zu hoffen und zu atmen“.

Credits
Recorded in October 2025 at Studio Gil Evans, Amiens
Recorded & mixed by Mathieu Pion
Mastered by Pierre-Emmanuel Meriaud
Composed by Robinson Khoury, except 8 (composed by Léo Jassef)
Photo by Sylvain Gripoix


Artists: Robinson Khoury
Empfehlungen: Next Generation
Instrumentation: Art of the Trio, Woodwinds & Brass
Land: Frankreich
Video
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Herstellerinfo

ACT Music + Vision GmbH & Co.KG
Hardenbergstr. 9
D-10623 Berlin

Phone: + 49 - (0) 30 310 180 10
E-Mail: info@actmusic.com

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