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Beschreibung

Emile Parisien soprano saxophone
Yaron Herman piano
Prabhu Edouard tabla, percussion, vocals
Linda May Han Oh double bass, vocals

„Im Kern handelt diese Musik von Frieden, Poesie, Sanftheit und Liebe“, sagt Emile Parisien über das Album „Floating“. „Die Welt dreht sich so schnell, ist so verrückt, so voller Sorgen und Konflikte. Diese Musik soll ein Gegenpol dazu sein.“ In den letzten 25 Jahren hat Emile Parisien nicht nur den europäischen Jazz enorm bereichert, sondern auch das Vokabular seines Instruments, des Sopransaxofons, nachhaltig geprägt. Moderner und traditioneller Jazz, neue und alte Musik sowie Einflüsse aus den verschiedensten Regionen der Welt – alles fließt ein in Parisiens schier unerschöpfliches Vokabular, mit dem er Musik von großer Tiefe und unwiderstehlicher Sinnlichkeit kreiert.

Für „Floating“ hat Emile Parisien drei Musiker*innen eingeladen, die er nicht nur über alle Maßen schätzt, sondern mit denen ihn auch langjährige Freundschaften verbinden: Pianist Yaron Herman, Bassistin Linda May Han Oh und Tablaspieler Prabhu Edouard. Erstmals kam die Band im Rahmen einer „Carte Blanche“ während einer zweijährigen Residency von Emile Parisien im Pariser „Théâtre de la Cité“ zusammen. Ursprünglich war dieses Konzert als einmalige Begegnung gedacht – als „one-off“, wie Parisien sagt. Es entstand in einer sehr turbulenten Phase seines Lebens, einer rastlosen Zeit zwischen zahllosen Projekten, einem scheinbar nie endenden Strom von Konzerten, Sessions, Verpflichtungen und Konflikten. Parisien wollte einen Schritt zurücktreten, die Dinge sich setzen lassen und einen neuen Raum öffnen, in der „Schwebe“ zwischen Zuständen und Realitäten. Entscheidend war für ihn zunächst nicht ein festes Konzept, sondern der Wunsch, Musikerinnen zusammenzubringen, die er für ihren Klang, ihre Persönlichkeit und ihre Einzigartigkeit besonders schätzt.

Pianist Yaron Herman war eine extrem natürliche Wahl. Er und Parisien spielen seit zwei Jahrzehnten zusammen und waren gleichzeitig so stark in ihre eigenen Projekte eingebunden, dass musikalische Begegnungen rar wurden. Hermans Album „Alter Ego“ war die erste Aufnahme auf ACT, an der Emile Parisien mitwirkte, und mit der Gegen-Einladung auf „Floating“ schließt sich der Kreis. „Wenn Yaron spielt, versinkt er wie ich zu hundert Prozent in der Musik“, sagt Emile Parisien. „Und wir haben eine gemeinsame Art, melodisch zu spielen und gleichzeitig frei zu bleiben – das war mir für diese Aufnahme besonders wichtig.

Auch mit Tablaspieler Prabhu Edouard wollte Emile Parisien seit Langem wieder zusammenarbeiten – besonders wegen dessen Fähigkeit, sich in unterschiedlichste musikalische Kontexte einzufügen und neue Horizonte zu öffnen. „Prabhu bringt unsere Musik zum Fliegen“, sagt Parisien. „Seine musikalische Intelligenz und die Leichtigkeit und Wendigkeit seines Instruments ermöglichen es ihm, alle Grenzen zu durchbrechen.“

Die Bassistin Linda May Han Oh ist für Emile Parisien das verbindende Element von „Floating“: „Linda hat so viele Möglichkeiten. Sie ist eine fantastische Kontrabassistin mit enormer Technik, aber sie setzt nie alles ein, sondern nur das, was die Musik wirklich braucht. Linda ist eine solche Kraft, sie erdet und vereint die vielen Bestandteile dieser Musik.“

Nach dem ersten Konzert war allen Beteiligten sofort klar, dass diese Geschichte nicht einfach dort enden konnte. Knapp ein Jahr und nur zwei weitere Konzerte später ging die Band ins Studio – mit Stücken von Emile Parisien, Yaron Herman und Linda May Han Oh sowie zwei Fremdkompositionen und dem erklärten Ziel, die Frische der ersten Begegnung zu bewahren. Die Aufnahme an nur zwei Tagen war, so Parisien, „ein Wagnis“, zugleich aber der beste Weg, Spontaneität, Zuhören und Improvisation freien Lauf zu lassen. Entstanden ist Kammermusik jenseits aller Kategorien: intim, offen und tief von Lyrik durchdrungen.

Für Emile Parisien ist „Floating“ ein maximal aufrichtiges Statement und ein „Soft Reset“: „Ich habe mich in dieser Musik während einer wirklich schwierigen Zeit komplett geöffnet. Ich glaube, dass Sanftheit die beste Art ist, auf die wir Konflikten begegnen können.“ Es ist Musik, die die Kraft des Aufeinander-Hörens und Miteinander-Kommunizierens fühlbar macht, die betont, wie wichtig es ist, einander Raum zu geben und gemeinsam etwas zu erschaffen, das mehr ist als die Summe seiner Teile. Man könnte sagen: Es ist Musik, die die Welt braucht.

Credits

Recorded between 14th and 16th March 2026 at Studio Gil Evans (Label Bleu), Amiens, France
Recorded by Boris Darley
Assisted by Bertrand Hardi
Mixed by Boris Darley
Mastered by Klaus Scheuermann
Produced by Emile Parisien / Yaron Herman / Daniel Yvinec
Asian Songs & Rhythms, No. 40, Courtesy of Schott Music
Photo by Elisa Ramirez
Cover Art: Sean Scully, Passenger Red White, 1999, Oil on linen, 99.1 x 97.8 cm


Artists: Emile Parisien
Instrumente / Besetzung: Small Ensemble, Woodwinds & Brass
Regionen: Mitteleuropa
Herstellerinfo

ACT Music + Vision GmbH & Co.KG
Hardenbergstr. 9
D-10623 Berlin

Phone: + 49 - (0) 30 310 180 10
E-Mail: info@actmusic.com

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