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Yaron Herman

Es liegt etwas Magisches in der Geschichte des israelischen Pianisten Yaron Herman. Geboren in Tel Aviv liegt vor ihm eine glänzende Karriere als Basketballspieler. Doch eine schwere Verletzung beendet seinen Traum von einem Leben als Spitzensportler. Erst mit 16 beginnt er, das Klavierspiel zu erlernen. Es folgt ein kometenhafter Aufstieg zu einem der heute populärsten und angesehensten Pianisten seiner Generation. Hermans Wunderwelt ist eine Musik jenseits aller Genregrenzen. Mit großer Abenteuerlust verwischt er die Trennlinien zwischen Jazz, Pop und klassischem Kontrapunkt und lockt seine Hörer in ein Reich voller Innovation, Spielfreude und scheinbar unerschöpflicher Energie.

Veröffentlichungen

Romantic Freedom - Blue in Green
Various Artists - Romatic Freedom - Blue in GreenCD / digitalAls Siggi Loch 1992 ACT gründete, war seine Leitlinie, eine Plattform und einen Kom pass für den neuen, die alten Genregrenzen sprengenden Jazz zu schaffen, wie er sich insbesondere in Europa entwickelte. Wegen seiner Liebe zur Klaviermusik standen hier von Anfang an besonders die Pianisten im Fokus, die in der Reihe „Piano Works“ präsentiert wurden. Schon bald darauf erkannte die bedeutende britische Tageszeitung „The Guardian“: „ACT ist auf einer Mission, der Welt Europas aufstrebende Jazzpianisten vorzustellen.“ 2006 erschien gewissermaßen eine Quersumme dieser Labelmission: „Romantic Freedom“, eine Zusammenstellung mit Soloaufnahmen von zwölf herausragenden, ACT verbundenen Pianisten. Vierzehn Jahre später ist es jetzt höchste Zeit für eine neue Bestandsaufnahme, mit „Romantic Freedom – Blue in Green“. Dass „Blue in Green“ aus Miles Davis‘ bahnbrechendem „Kind of Blue“-Album von 1959 den Namenspatron für diese Quintessenz der aktuellen Piano-Szene abgibt und gleich zu Anfang in der schillernden Version von David Helbocks Trio „Random Control“ erklingt, ist kein Zufall: Das refrainlose, modale, von der Harmonik wie Timing revolutionär variable Stück wurde zur Blaupause für experimentelle improvisatorische Exkurse. Nicht nur dafür gibt es hier das Motto vor, es steht als lyrischstes Stück von „Kind of Blue“ auch wieder für die balladeske Seite des Klavierjazz, für „Romantic Freedom“ eben. Fast zwangsläufig folgt deshalb „Believe, Beleft, Below“ des Esbjörn Svensson Trios, ein bewegender Geniestreich, der heute fester Bestandteil des „Great European Songbooks“ ist. Kurz vor Schluss des Albums erklingt sozusagen eine Reprise auf den großen Erneuerer des europäischenJazz, mit Iiro Rantalas Hommage an Svensson: „Tears For Esbjörn“. Waren 2006 ausschließlich Solostücke vertreten, bilden auf Rom antic Freedom – Blue in Green“ Trioaufnahm en das Gerüst: Die neoromantische Finesse eines Michael Wollny Trios bei „Little Person“, das moderne Fusion-Gewand der „Bubbles“ des Jacob Karlzon Trios, das unverwechselbare Klangbad aus Stakkato und Legato des unermüdlichen Klavier-Pioniers Joachim Kühn mit seinem „New Trio“ bei „Sleep On It“, das Verschmelzen kammermusikalischer und freier Improvisationstraditionen beim Carsten Dahl Trio auf „Sailing with No Wind“, oder der ätherische-sphärische Umgang mit dem Filmmusik-Klassiker „The Windmills of Your Mind“ von Jan Lundgrens „Mare Nostrum“-Trio mit Paolo Fresu und Richard Galliano, all das alles ist Ausdruck und Beweis des enormen Aufschwungs und der kreativen Vielfalt der klassischen Klaviertrio-Besetzung. Aber auch die Duette von Michael Wollny & Nils Landgren (mit ihrer hinreißenden Version von Stings „Fragile“), von Leszek Możdżer & Lars Danielsson („Praying“) oder von Bugge Wesseltoft & Henning Kraggerud (mit dem das Album in vollendetem Schönklang abschließenden „Last Spring“) belegen, dass der europäische Jazz sich zur „Musique Actuelle“ entwickelt hat, die in der Gleichzeitigkeit nahezu aller Musiken der Welt neue ästhetische Positionen findet, und deren Pianisten das ganze Klangspektrum ihres Instruments nutzen. Dazu passt auch, dass sich die zwei verbleibenden Solostücke des Albums auf klassische Vorlagen beziehen: David Helbock destilliert am präparierten Flügel die Jazz-Essenz aus dem berühmten zweiten Satz aus Beethovens Siebter Sinfonie. Und Johanna Summer, das wohl größte junge Talent unter den deutschen Jazzpianisten lässt sich von Schumanns „Von fremden Ländern und Menschen“ zu einem fulminanten Meisterwerk des „instant composings“ inspirieren. So wächst auf Romantic Freedom – Blue in Green“ zusammen, was zusammengehört. Tradition und Innovation. Freiheit und Form Schönheit und Emotion. Selten war es berührender, den Fortschritt des europäischen Jazz zu hören als hier, gebündelt in den großen Persönlichkeiten der ACTPianisten und ihrer Begleiter.Credits: Curated by Siggi Loch Mastered by Klaus Scheuermann

12,90 €*
Magic Moments 7 "Sounds of Surprise"
Various Artists - Magic Moments 7 - Sound of SurpriseCD / digitalMagic Moments: 16 Titel, über 50 Mitwirkende, 70 Minuten bestes Jazz-Infotainment durch das aktuelle ACT-Angebot. Kontinuität. Vertrauen und Visionen. Nachhaltigkeit und Zusammenhalt. Talente entdecken und reifen lassen. Den Nachwuchs fördern. Erfolgskomponenten und zentrale Bestandteile der ACT-Philosophie, die unsere Arbeit seit nunmehr 22 Jahren leiten: Wir feiern in diesem Jahr die seit 20 Jahren andauernde erfolgreiche Partnerschaft mit Nils Landgren. Wir gratulieren aufstrebenden Künstlern wie Vincent Peirani und Emile Parisien, die mit dem „Victoire du Jazz“ jeweils zum Künstler des Jahres in Frankreich gewählt wurden. Wir freuen uns über die großartige Entwicklung von Michael Wollny zum deutschen Jazzmusiker der Stunde, der der Young German Jazz-Reihe entstammt und die auch weiterhin Talentschmiede für verheißungsvolle Künstlerpersönlichkeiten, wie aktuell der Sänger Tobias Christl, sein soll. Dass nun auch etablierte Jazzgrößen wie Manu Katché, den wir als Neuzugang herzlich in unserer ACT-Family begrüßen, auf unsere Arbeit aufmerksam werden, ehrt uns. Trotzdem bleiben wir uns treu, vor allem die Stars von morgen zu finden.

9,90 €*
The New Tradition
Adam Baldych & Yaron Herman - The New TraditionCD / digital Adam Bałdych violin Yaron Herman piano  Nur wenige junge Musiker haben die Jazzszene in einem derartigen Tempo aufgewirbelt wie der polnische Geiger Adam Bałdych. „Zweifellos der größte lebende Geigentechniker des Jazz. Von ihm kann man alles erwarten“, schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung über den damals noch völlig unbekannten 24-jährigen nach dessen umjubelten Auftritt beim JazzFest Berlin 2011. Im Mai des folgenden Jahres erschien dann Bałdychs ACT-Debüt „Imaginary Room“, für das er mit der „Baltic Gang“ - Lars Danielsson, Morten Lund, Jacob Karlzon, Verneri Pohjola und Marius Neset - eine All-Star-Band zusammentrommeln konnte wie wohl kaum ein Debütant vor ihm. Er erhielt dafür den renommierten Echo Jazz und wurde in seiner Heimat vom führenden Jazzmagazin Jazzforum zum „Newcomer“ wie „Jazzgeiger des Jahres 2012“ gewählt. Letztere Ehrung wiederfuhr ihm auch im letzten Jahr. Dass Bałdych die Leerstelle eines herausragenden Geigers im globalisierten, sich stilistisch in alle Richtungen auffächernden Jazz der vergangenen Jahre ausfüllt, untermauert er auch, ganz aktuell, auf dem Album „Anyone With A Heart“ des Iiro Rantala String Trio: Keiner hat das Klangspektrum der Geige vergleichbar erweitert. Schon vor dieser Einspielung freilich ereignete sich eine weitere wegweisende Begegnung. Siggi Loch holte Adam Bałdych im März 2013 ins zweite Konzert der von ihm kuratierten „Jazz at Berlin Philharmonic“-Reihe im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie. Lochs Konzept ist hier, spannende neue musikalische Kombinationen zu stiften. In diesem Fall traf Baldych erstmals, neben den Altmeistern Michel Portal und Joachim Kühn, auf den längst zur Speerspitze des europäischen Jazz gehörenden Neo-Romantiker Yaron Herman am Klavier. Als die beiden seine Komposition „Letter For E[esbjörn]“ spielten, spürte Bałdych, dass dies etwas Besonderes war: „Es war ein außergewöhnlicher, magischer Moment für mich. Als ob ich einen tiefen Atemzug gemacht und völlig neue Inspiration eingesogen hätte.“ Es war also klar, dass diese Begegnung eine mit Folgen sein würde. Zu stark war die Seelenverwandtschaft: Wie Bałdych hat ja auch Herman praktisch die gesamte Musikgeschichte im Kopf und in den Fingern. Wie er nutzt er diese von seinen überragenden technischen Fähigkeiten getragene Kenntnis der Tradition von Art Tatum bis Oscar Peterson (und, kaum weniger wichtig, von Bach bis Debussy und von traditioneller jüdischer Musik bis Nirvana), um seinen eigenen Klangkosmos zu erschaffen. „Stile werden überschätzt. In der Musik geht es darum, seine Zuhörer zu berühren.“ Dieses Zitat von Yaron Herman könnte auch von Adam Bałdych stammen. Berühren – das tun die beiden auf ihrem nun gemeinsamen musikalischen Weg, der „The New Tradition“ heißt: Eine Expedition, die von bekannten Pfaden ausgehend neue Spuren hinterlässt. Ein intensiveres und selbstverständlicheres Zusammenspiel hat man selten gehört. Kein Kräftemessen, sondern virtuos und hochemotional, voller Tiefe und Seele, machen Bałdych und Herman einfach nur Musik. Magische Momente in trauter Zweisamkeit. „Das Thema von The New Tradition ist mir sehr wichtig“, sagt Bałdych. „Tradition ist mein Referenzpunkt. Wer bin ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Klassische europäische Musik, polnische Volksmusik, Polski Jazz - das ist mein Background, und das ist es, auf das sich meine Musik bezieht.“ Und so findet sich alles in Bałdychs Kompositionen wieder, kongenial in einen Dialog mit Hermans eigenen Einflüssen verwickelt. Mal bezwingend lyrisch („Riverendings“), mal wuchtig („Legenda“), mal ätherisch („June“), mal melancholisch („Relativities“). Natürlich ist auch „Letter for E.“, die Initialzündung auf dem Album zu finden, ein Monument harmonischer Schönheit. Auch zwei seiner großen Vorbilder hat Bałdych aufgegriffen und fortgeschrieben. Zbigniew Seifert, sein großer Jazzviolinen-Vorfahr, kommt mit „Quo Vadis“ zu Ehren, der dynamischsten Studie des Albums; „Sleep Safe And Warm“ von Krzysztof Komeda, dem Hausgott der modernen polnischen Musiker, enthüllt das ewige Geheimnis der Melodie. Wie sehr dies alles mit der klassischen Musik verzahnt ist, demonstrieren zwei Stücke explizit: Das ganz auf den emotionalen Kern reduzierte „Lamentation Of Jeremiah“ von Thomas Tallin, einem noch wiederzuentdeckenden Komponisten der englischen Reformation. Und zum Abschluss die flirrende Improvisation der beiden über Hildegard von Bingens „Canticles of Ecstasy“. Wer also noch einen Beleg braucht, dass Kreativität und Fortschritt nicht in vitro, sondern im soziokulturell geprägten Zeitenraum zwischen Alt und Neu entstehen, hier, mit „The New Tradition“ liegt er klar vor Augen. Credits: Produced by Siggi Loch with the artists Recorded at RecPublica Studios, Lubrza (Poland) by Łukasz Olejarczyk, September 9 - 11, 2013 and **Emil Berliner Studios, Berlin (Germany) by Klaus Scheuermann, November 26, 2013 Mixed and mastered by Klaus Scheuermann Cover Art (Detail) by Philip Taaffe / ACT Art Collection

17,50 €*
Alter Ego
Yaron Herman piano Emile Parisien tenor & soprano saxophone Logan Richardson alto saxophone Stephane Kerecki bass Ziv Ravitz drums "Ein Pianist, der einfach alles spielen kann - und alles immer anders." (Süddeutsche Zeitung) Yaron Herman zieht sein Publikum tief in seinen musikalischen Kosmos. "Alter Ego" ist ein Kaleidoskop der Erinnerungen, ein überraschendes, intimes Album, eine Reise ins Innere zusammen mit einer neuen Band enger musikalischer Freunde.Credits: Music composed by Yaron Herman, unless otherwise notedProduced by Yaron Herman; Christophe DegheltRecorded by Philippe Gaillot at Recall Studio, Pompignan, France, February 25 - 28, 2012Mixed and mastered by Philippe Gaillot at Recall Studio in April; May 2012Assistant: Renaud van Welden 

17,50 €*
The Jubilee Album: 20 Magic Years
Zum 20. Geburtstag von ACT Music präsentiert das Jubilee Album 20 Highlights aus der bewegenden Geschichte des Münchener Labels. Für Kenner, Entdecker, Forscher und Neugierige sowie für alle, die den Spirit of Jazz suchen, ein wahrer Genuss.

4,90 €*
Follow The White Rabbit
Yaron Herman Trio verbindet höchste Musikalität mit innovativem Jazzpiano – ein Künstler, der die Zukunft des modernen Jazz mitgestaltet.

17,50 €*

Konzerte