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Terri Lyne Carrington

Die amerikanische Schlagzeugern zeigte bereits als Kind außergewöhnliches Talent am Schlagzeug und studierte später am Berkelee College of Music. Carrington hat mit zahlreichen Jazzgrößen wie Herbie Hancock, Wayne Shorter und Dizzy Gillespie zusammengearbeitet und wurde durch ihr Talent, komplexe Rhythmen mit Groove und musikalischem Feingefühl zu verbinden, berühmt. Sie hat mehrere Grammy Awards gewonnen und setzt sich für die Förderung von Musikerinnen, besonders im Jazz, ein. Carrington gilt als eine der einflussreichsten Schlagzeugerinnen ihrer Generation und setzt sich auch als Professorin und Aktivistin für Gleichberechtigung im Jazz ein.

Veröffentlichungen

Fantastische Frauen
Various Artists - Fantastische FrauenCD / digital Julia Hülsmann & Rebekka Bakken, Anna Gréta, Solveig Slettahjell, Céline Bonacina, Ida Sand, Cæcilie Norby, Viktoria Tolstoy, Johanna Summer, Rigmor Gustafsson, Terri Lyne Carrington, Rita Marcotulli, Nesrine, Youn Sun Nah, Janne Mark, Kadri Voorand, Laila Biali Musik ist weiblich. War es immer schon. Viva la musica. Die Musik. La musique. Im Jazz? Im 20. Jahrhundert ein Leben noch im Schatten. Lil Hardin schrieb Kompositionen wie „Struttin‘ With Some Barbecue“, doch ihr Mann Louis Armstrong wurde damit bekannt: „Ich stand am Fuß der Leiter, hielt sie fest und sah ihn nach oben klettern“, resümierte sie später ihre Rolle. Mittlerwei-le bewegt sich etwas. Die Dinge verändern sich. Im Jazz ist das weibliche Element heute schon lange nicht mehr nur auf „Sängerin mit Band“ ausgelegt. Frauen spielen selbstverständlich E-Gitarre, Bass, Schlagzeug und Trompete, und Musikerinnen wie Terri Lyne Carrington fungieren als Role Models. „Fantastische Frauen“ stellt eine Auswahl starker weiblicher Stimmen vor, die ihren Weg zusammen mit ACT gehen oder zumindest ein Stück des Weges gegangen sind. Manche kamen jung und zu Beginn ihrer Karriere, manche waren schon arriviert und etabliert: Die Berliner Pianistin und Komponistin Julia Hülsmann veröffentlichte zu Beginn der 2000er Jahre drei Alben für ACT und zeigte, wie großartig ihr Umgang mit Sprache ist und wie makel-los ihre Gedichtvertonungen sind. „Same Girl“ ist ihre Bearbei-tung von Randy Newmans Song, kongenial umgesetzt mit der norwegischen Sängerin Rebekka Bakken auf dem Album „Scattering Poems“ (2003).Ganz neu in die ACT Familie aufgenommen ist die isländische Pianistin und Sängerin Anna Gréta, die schlicht und fast schon spröde ihre Beobachtungen von Nachtschwalben am Polarhim-mel vertonte. Skandinavische Sängerinnen nehmen im Portfolio des Labels einen großen Teil ein, etliche davon sind treue Seelen, die seit vielen Jahren Alben auf den Markt bringen: Viktoria Tolstoy bringt es auf insgesamt acht Alben, „Shining On You“ ist zwar nicht vom aktuellsten, aber die Komposition vom wohl be-deutendsten schwedischen Jazzmusiker der letzten 20 Jahre, dem Pianisten Esbjörn Svensson, wird schnell zum Ohrwurm. Die Norwegerin Solveig Slettahjell, Ida Sand (als Sängerin und Pianistin) und Rigmor Gustafsson, beide aus Schweden, sowie die Dänin Cæcilie Norby sind ebenfalls lange dabei und weit mehr als nur Sängerinnen, da sie seit vielen Jahren ihre Musik selber schreiben, texten, arrangieren und ihre eigenen Bands leiten. Die Dänin Janne Mark, zwar ebenfalls Sängerin, nimmt einen ganz besonderen Platz ein, da sie einen interessanten Weg zwischen Folk, Kirchenlied und Jazz gefunden hat. Kadri Voorand aus Estland ist viel mehr als nur Sängerin, hinter ihren aberwitzigen Gesangskünsten und ihrem klugen Umgang mit Effektgeräten geht oft unter, wie hervorragend sie auch als Pianistin ist – und als Texterin und Komponistin. „I’m Not in Love“ ist ebenso betörend wie verstörend. Die Südkoreanerin Youn Sun Nah, die die Liebe zum französischen Chanson nach Europa und zum Jazz gebracht hat, hat furiose Aufnahmen gemacht, „Momento Magico“ mit dem Gitarristen Ulf Wakenius ist atemberaubend virtuos und lässt den Zuhörer atemlos zurück. Nesrines Musik ist vielfältig und bunt. Cello und Stimme mit arabischen Wurzeln und mediterranem Soul. Nordafrika und Südeuropa werden vereint. Die Kanadierin Laila Biali vereint an Klavier und Stimme alles, was es zu gutem Singer-Songwriting braucht. Céline Bonacina nimmt eine Sonderrolle ein, viele namhafte Baritonsaxophonistinnen gibt es immer noch nicht, und die, die eigene interessante Bandprojekte leiten, noch weniger. Die Französin macht ihr ganz eigenen Ding. Dasselbe lässt sich über die Pianistin Johanna Summer sagen, die sich Robert Schumanns „Kinderszenen“ und „Album für die Jugend“ als Ausgangspunkt für freie Improvisationen gewählt hat und damit für viel Furore gesorgt hat. Für die italienische Pianistin Rita Marcotulli ist die Kraft der Melodie treibende Kraft – ihr Album mit dem Akkordeonisten Luciano Biondini ist traumwandlerisch. Die Schlagzeugerin Terri Lyne Carrington spielte schon mit allen Jazzgrößen, mit Wayne Shorter, Komponist des Klassikers „Witch Hunt“, teilte sie schon als Twen die Bühne. „Fantastische Frauen“ trägt den Titel zurecht, denn Musik ist weiblich, und Jazz ist es ebenso. Dass das inzwischen anerkannt und wertgeschätzt wird, ist ein großer Schritt. Dass es irgendwann nur noch um die Musik geht, egal ob von männlichen, weiblichen oder diversen Künstlern geschaffen und präsentiert, wäre die nächste große Etappe.Credits: Curated by Siggi Loch Mastered by Klaus Scheuermann

12,90 €*
Hendrix in the Spirit of Jazz
Various Artists - Hendrix in the Spirit of JazzCD / digitalVarious Artists„When I die, I want people to play my music, go wild and freak out and do anything they want to do.“ Dieser Wunsch von Jimi Hendrix ging in Erfüllung. Zwar starb der in seinem Privatleben so unglückliche Gitarrist schon 1970, mit erst 27 Jahren, doch seine Musik ist unsterblich und wird bis heute im Geiste seines Zitats gespielt. Unzählige Musiker, ob in der Rock- und Popmusik oder im Jazz, wurden von ihm beeinflusst, viele berufen sich explizit auf ihn. Auch viele Mitglieder der ACT-Künstlerfamilie wurden von Jimi Hendrix inspiriert und haben seine Musik auf ihre Weise gespielt.Am 27. November dieses Jahres wäre diese Ikone der 68er-Bewegung, dieser Pionier des Rock 75 Jahre alt geworden. Anlass genug, das Genie an der E-Gitarre mit einer Retrospektive der Interpretationen von ACT-Musikern hochleben zu lassen: „Hendrix in the Spirit of Jazz“.Allen voran geht dabei Nguyên Lê, der erste Künstler, den ACT in seinem Gründungsjahr vor 25 Jahren exklusiv unter Vertrag nahm. Als Gitarren-Autodidakt steht der vietnamesisch-französische Stilist Hendrix besonders nahe, oft war der Einfluss bei seiner unverwechselbaren Weltmusik spürbar, die Einflüsse der Kontinente Europa, Asien und Amerika innovativ verschmilzt; und fast logischerweise konnte er einen seiner größten Erfolge 2002 mit der CD „Purple – Celebrating Jimi Hendrix“ feiern. Seine Versionen von „1983…(A Merman I Should Turn To Be)“ und „If 6 Was 9“ von diesem Album stehen nun im Zentrum von „Hendrix in the Spirit of Jazz“, erfüllen sie doch mustergültig den Anspruch des Titels: Die Wucht von Hendrix „Rock-Sound of Freedom“ wird hier mit den Mitteln der Jazz-Improvisation verstärkt.Neben Lê ist Terri Lyne Carrington die prägende Figur dieser Aufnahmen, die nicht nur am Schlagzeug die treibende rhythmische Kraft bei den mal wütend-rockigen, mal souligen, mal sphärisch träumenden Themen von Hendrix abgibt, sondern auch seinen, um eigene Gedanken erweiterten, Texten ihre Stimme leiht.Wie bunt und vielgestaltig sich der Kosmos von Hendrix‘ Stücken beleben lässt, beweisen auch die anderen hier versammelten Musiker: Ob Bugge Wesseltoft „Angel“ in eine zarte Solopiano-Ballade verwandelt oder sein finnischer Pianistenkollege Iiro Rantala im Trio mit Lars Danielsson am Bass und Peter Erskine am Schlagzeug den „Little Wing“ locker groovend dahinfliegen lässt. Ob die einzigartige Youn Sun Nah „Drifting“ als unwiderstehlichen Ruf der Sehnsucht anstimmt oder ihre soulige schwedische „Sister-in-Jazz“ Ida Sand die „Manic Depression“ so ausdrucksvoll nachzeichnet. Ob die NDR Bigband bei „Voodoo Chile“ ausgelassen losrockt oder die ACT Family Band mit Cæcilie Norby, Céline Bonacina, Wolfgang Haffner, Lars Danielsson und noch einmal Nguyên Lê mit der wohl berühmtesten Hendrix-Hymne „Purple Haze“ als Live-Brett vor einem begeistert mitgehenden Publikum den damals 20. Geburtstag von ACT feiert...„Hendrix in the Spirit of Jazz“ ist eine Collage, die beweist, dass die Musik von Jimi Hendrix nach wie vor und mehr denn je lebt. Und einen, zumindest musikalisch, dazu anregt, wild zu werden, auszuflippen und zu tun, was man will. Credits: Music composed by Jimi Hendrix Compiled by Marco Ostrowski Mastered by Klaus Scheuermann

12,90 €*
The ACT Years
Terri Lyne Carrington - The ACT YearsCD / digital Herbie Hancock piano Nguyên Lê guitar Greg Osby alto saxophone Adam Rogers guitar Jimmy Haslip bass Terence Blanchard trumpet and many more „Ouuuh Mann, die hat was drauf! Die ist gut, Mann! Dieses kleine Mädchen kann spielen!" Was Dizzy Gillespie früh erkannte, ist heute unumstritten: Die 1965 in Medford, Massachusetts geborene Terri Lyne Carrington gilt heute als „die bekannteste Jazz-Drummerin der Welt“ (Spiegel Online). Seit fast 25 Jahren ist sie nicht nur hinter den Trommeln an der Spitze der Jazzwelt vertreten, sondern auch als Komponistin, Arrangeurin, Produzentin und Dozentin. Sie spielt(e) mit den Weltstars des Jazz, darunter Herbie Hancock, Wayne Shorter, Al Jarreau, Stan Getz, David Sanborn, Joe Sample, Cassandra Wilson, Clark Terry und Dianne Reeves. Schon früh entdeckte ACT das außergewöhnliche Potential der heute GRAMMY-prämierten Künstlerin und nahm sie exklusiv unter Vertrag. „The ACT Years“ blickt mit 12 Stücken auf diese Zeit zurück und zeigt die Vielseitigkeit der faszinierenden Schlagzeugerin auf. Mit „Jazz Is A Spirit“ begann 2002 die Zusammenarbeit. Gespickt mit Gaststars wie Herbie Hancock, Terence Blanchard und Wallace Roney setzte Carrington international ihr erstes musikalisches Ausrufezeichen. Das Album baut auf der amerikanischen Jazztradition auf und ist ein Bekenntnis zur afroamerikanischen Musik in all ihren Facetten. „The ACT Years“ präsentiert daraus das cool swingende „Middle Way“ mit Hancock und Blanchard in den Hauptrollen, ebenso wie das tranceartige, von afrikanischer Perkussion geprägte „Journey Of Now“. Auf dem 2004 erschienenen Nachfolgealbum „Stucture“ trifft Carrington auf drei charakterstarke Individualisten: Saxofonist Greg Osby, Gitarrist Adam Rogers und Bassist Jimmy Haslip. „Ich bin nur so gut, wie die, mit denen ich jeweils spiele. Ich muss inspiriert werden, um wirklich zu brennen." Carringtons Devise kann hier durchaus für alle Beteiligten gelten. Ein Klang-Abenteuer der gegenseitigen Einfühlung auf ganz hohem Niveau ist „Structure“ geworden. Aus hoch anspruchsvollen, oft so filigranen wie kraftvollen – und nicht zuletzt so sinnlichen wie vertrackten – Kompositionen entsteht ein spannungsvoller Sog. Eng verzahnt und dicht ist das Zusammenspiel – bei einem Klangbild von höchster Transparenz. Auf „The ACT Years“ sind „Mindful Intent“ und „Omega“ aus dieser Session vertreten und lassen uns die gemeinsame Experimentierfreude und das freie, facettenreiche Zusammenspiel dieser Traum-Band nachspüren. Bei Joni Mitchells weltpolitischer Klage "Ethiopia" setzt Carrington auch ihre Qualitäten als ausdrucksvolle Sängerin ein, für die sie 2012 für das beste Vocal Jazz Album mit einem GRAMMY ausgezeichnet wurde („The Mosaic Project“). Zusammen mit Nguyên Lê zeigt sich Carrington von ihrer kraftvoll, rockigen Seite. Das Jimmy Hendrix Projekt „Purple“ ist heute ein zeitloser ACT-Klassiker. Lês Hommage an den großen Rockgitarristen ist ein vielschichtiges, stark afroamerikanisch geprägtes Kultur-Puzzle, eine jazzig-weltmusikalische Neuerschaffung, die in eigenwilligen Arrangements Soundvorstellungen der Gegenwart mit den rohen Originalkompositionen kontrastiert: „Insofern war Terri Lyne der wichtigste Kontrapart für mich“, erzählt Nguyên Lê, „denn sie ist ein Symbol dieser Welt. Sie hat den nötigen Jazzhintergrund und eine enge Beziehung zu Hendrix’ Liedern. Und sie trommelt nicht nur fantastisch, sondern singt auch von innen heraus, als Frau, und das war für mich wieder diese wichtige Zusatzebene." „The ACT Years“ führt mit dem Titelstück „Jazz Is A Spirit“ in Terri Lyne Carringtons musikalischen Kosmos ein. Vom Newjazz Sound und Hip-Hop Rhythmus getragen, gibt das Stück die Antwort darauf, was Jazz für die Künstlerin bedeutet: „Jazz ist ein Sich-Gehen-Lassen innerhalb von Grenzen, das logische Zersetzen von etwas, das du für unverrückbar hältst" und verweist damit auf die große Abbey Lincoln, die es auf den Punkt brachte: „Jazz Is A Spirit“. „The ACT Years“ fasst diesen Spirit eindrücklich zusammen.Credits: Compilation mastered by Klaus Scheuermann Cover Photo by Peewee Windmüller

17,50 €*
Structure
Terri Lyne Carringtons dynamische Jazz-Fusion mit Greg Osby, Adam Rogers und Jimmy Haslip, aufgenommen 2003 im Castle Oaks Studio.

17,50 €*
Purple - Celebrating Jimi Hendrix
Erleben Sie Nguyên Lê’s bahnbrechendes "Celebrating Hendrix" mit einer herausragenden Besetzung. Aufgenommen in Paris und NYC, gemastert in Brüssel.

17,50 €*
Jazz Is A Spirit
Erleben Sie den dynamischen Jazz von Terri Lyne Carrington mit Herbie Hancock, Wallace Roney und mehr. Aufgenommen in Burbank, CA und gemastert in Santa Monica.

17,50 €*

Konzerte