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Rudresh Mahanthappa

Nur wenige Musiker teilen die Fähigkeit des Saxophonisten und Komponisten Rudresh Mahanthappa, die weitreichenden Möglichkeiten seiner Musik mit seiner Kultur zu verkörpern.

Was sich durch ihn materialisiert hat, ist ein Klang, der progressiven Jazz und südindische klassische Musik in einer fließenden und zukunftsorientierten Form zusammenführt, die Mahanthappas eigene Erfahrungen als Second-Generation Indo-Amerikaner widerspiegeln.

Die Ausprägungen dieser Entwicklung ist die neueste Version seines Quartett-Ensembles, derzeit unter dem Namen Gamak bekannt, das mit dem Gitarristen David "Fuze" Fiuczynski, dessen eigenes mikrotonales Vokabular neue Möglichkeiten für Mahanthappas kompositorische Vorstellungskraft eröffnet.

Mahanthappa wurde mit einem Guggenheim-Stipendium, einem Stipendium der New York Foundation for the Arts und Aufträgen von der Rockefeller Foundation MAP Fund, Chamber Music America und dem American Composers Forum ausgezeichnet.

Er wurde drei Jahre hintereinander zum Altsaxophonisten des Jahres in den International Critics Polls des Downbeat Magazine (2011-2013) und fünf Jahre hintereinander von der Jazz Journalists' Association (2009-2013) ausgezeichnet.

Im April 2013 erhielt er einen Doris Duke Performing Artist Award, eine der bedeutendsten Auszeichnungen in der Kunstwelt.

Veröffentlichungen

Magic Moments 8 "Sing Hallelujah"
Various Artists - Magic Moments 8 "Sing Hallelujah"CD / digitalDie achte Ausgabe der beliebten Magic Moments-Reihe: 71 Minuten bestes Jazz-Infotainment durch das aktuelle Programm mit ACT-Stars, Newcomern und Geheimtipps. Unter dem Motto „Sing Hallelujah“ hat ACT-Inhaber und Produzent Siggi Loch 16 Titel zusammengestellt, die vor allem den Bogen vom Jazz zu Soul, Gospel und der afroamerikanischen Rootsmusik spannen. Einmal mehr präsentiert sich das Münchener Label hörbar anders, abseits der ausgetretenen Pfade „in the Spirit of Jazz“: Musik fernab eines festgelegten Stils. Mal mehr, mal weniger Jazz. Zwischen den Genres. Am Puls der Zeit und darüber hinaus. Bei „Sing Hallelujah“ stehen die Gesangskünstler von ACT im Rampenlicht: Die kürzlich verstorbene Soul-Blues Legende Mighty Sam McClain eröffnet Magic Moments 8 mit dem norwegischen Gitarristen Knut Reiersrud. Letzterer ist auf einem weiteren Titel zu hören, gemeinsam mit der Sängerin Solveig Slettahjell und dem Trio „In The Country“. Auf „Borrowed“ Time, aus dem Album „Trail of Souls“, verlinkt das Ensemble die amerikanische Gospel- & Spiritual-Tradition mit der norwegischen Klangästhetik. Torsten Goods interpretiert das Titelstück aus der Feder von Mike Settle in seiner lässig-coolen Art mit Starbesetzung: Roberto Di Gioia, Tim Lefebvre und Wolfgang Haffner. Ida Sand ist mit einer Hommage an Neil Young vertreten. Natalia Mateos Stimme hat „eine ganz eigene Geschichte zu erzählen“ (Die Zeit). In einer ungewöhnlichen Version interpretiert sie „I Put A Spell On You“, den wohl bekanntesten Hit des US-amerikanischen Blues-Sängers Screamin' Jay Hawkins. Und die Norwegerin Randi Tytingvåg betont auf „Steady-going“ ihre Singer-Songwriter-Qualitäten und bedient sich der amerikanischen Folk- & Country-Roots. Schlagzeuger Wolfgang Haffner hat für „Piano Man“ sein „Kind of Cool“-Ensemble um den stimmgewaltigen Soulman Max Mutzke erweitert. Unterschiedlichste Instrumentalnummern runden Magic Moments 8 ab: Dieter Ilg interpretiert mit seinem Trio Beethoven. Iiro Rantala spielt John Lennons „Imagine“ solo am Klavier und der Saxofonist Rudresh Mahanthappa, 3-facher DownBeat Critic‘s Poll Gewinner 2015, ehrt mit „Bird Calls“ den großen Charlie Parker. „High Noon in Kreuzberg“ heißt es bei dem finnischen, in Berlin lebenden Gitarristen Kalle Kalima, wenn er im Trio den Western-Klassiker „Ghost Riders In The Sky“ von Stan Jones zum Besten gibt. Mit dem Pianisten Frank Woeste ist ein weiteres neues ACT-Gesicht vertreten. In seiner Wahlheimat Frankreich ist der gebürtige Hannoveraner längst eine feste Größe und spielt dort mit Ibrahim Maalouf sowie mit Youn Sun Nah, die ihn bei „Star Gazer“ mit ihrem unnachahmlichen Gesang unterstützt. „If music be the food of love, play on“ heißt es in Shakespeares Komödie „Was ihr wollt“. Um die Wörtchen „and life“ möchte man das Zitat erweitern, das als Credo für die Arbeit von ACT stehen kann. Seit nunmehr 23 Jahren liefern Siggi Loch und sein Team mit Leidenschaft und Qualitätsbewusstsein musikalischen Nährstoff. Musik für offene Ohren, für den Geist, für das Herz, die Seele und für alle, die gute Musik lieben – wie die Werkschau auf „Magic Moments 8“ beweist.Credits: Compilation by Siggi Loch Mastered by Klaus Scheuermann

9,90 €*
Bird Calls
Rudresh Mahanthappa - Bird CallsCD / Vinyl / digital Rudresh Mahanthappa alto saxophone Adam O'Farrill trumpet Matt Mitchell piano François Moutin acoustic bass Rudy Royston drums Der indischstämmige US-amerikanische Saxofonist und Komponist Rudresh Mahanthappa ist einer der „innovativsten Musiker des heutigen Jazz“ (WDR 3). Dreimal gewann er den renommierten amerikanischen Downbeat Critic’s Poll als Bester seines Instruments und 2014 erhielt sein letztes ACT-Album „Gamak“ den ECHO Jazz für das „beste Ensemble international“. Auf „Bird Calls“ untersucht Mahanthappa gemeinsam mit seinem herausragenden Quintett, in dem besonders der 20-jährige Trompeter Adam O’Farrill beeindruckt, nun das Vermächtnis Charlie Parkers im Spiegel des Jazz des 21. Jahrhunderts. Damit geht er zugleich zurück in seine eigene Jugend, in der Parker zu seinen frühesten und prägendsten Einflüssen zählte. Ein Highschool-Lehrer gab ihm das Parker-Album „Archetypes“, zusammen mit dem „Charlie Parker Omnibook“, einer bekannten Transkriptionssammlung von Jamey Aebersold. „Ich war wie weggeblasen“, erinnert sich Mahanthappa, „ich konnte nicht glauben, welche Art zu spielen Bird gefunden hatte, mit so viel Charisma und über das ganze Horn fliegend. Charlie Parker zu hören, pflanzte den Samen für meinen Wunsch, für den Rest meines Lebens Saxofon zu spielen, denke ich.“ Unter nahezu der Hälfte der Stücke aus dem Transkriptionsbuch fand der junge Mahanthappa die Label-Angabe „Savoy 2201“. Als er dann im Plattenladen das Album „Bird: Master Takes“ mit eben dieser magischen Nummer sah, war das, „als hätte ich den Heiligen Gral gefunden.“ Mit „Bird Calls“ geht es Mahanthappa um mehr als nur seine persönliche Beziehung zu Charlie Parker. „Es ist leicht, zu sagen, dass Bird die moderne Musik beeinflusst hat, wenn man diese Ansicht nicht detailliert begründen muss“, sagt Mahanthappa. „Wenn ich einen Plan für dieses Album hatte, dann den, diesen Befund wirklich zu untermauern. Unsere Musik sagt: ‘Ja‘ Birds Einfluss ist absolut unauslöschlich und hier kommt, ‘warum‘. Alles auf dem Album ist direkt von Charlie Parker inspiriert, aber es klingt so modern wie etwas, das heute entstanden ist.“ Obwohl „Bird Calls“ also eine Hommage an einen Gründervater des Jazz ist und obendrein zum 95. Geburtstag Parkers erscheint, ist es kein „tribute album“ im herkömmlichen Sinn. Es findet sich nicht eine einzige Parker-Komposition darauf, vielmehr besteht es vollständig aus neuen, von Mahanthappa für dieses Projekt geschriebenen Stücken. Doch natürlich ist Bird in jedem einzelnen stark präsent, ob nun eine bestimmte Melodie oder ein Solo von Parker als Quelle der Inspiration dient. Als anschaulichstes Beispiel von Mahanthappas Methode mag „Talin Is Thinking“ dienen: Das Stück ist sowohl Mahanthappas zweijährigem Sohn, als auch „Parker's Mood“ gewidmet. Die bekannte Melodie der Bird-Komposition ist im Kern intakt, wird aber durch den Verzicht auf die synkopierte Rhythmik in ein verschlungeneres, auch etwas düstereres Stück verwandelt. Ähnlich ist der Zugang bei „Chilin'“, wo sowohl das Arrangement, als auch die Soli, Themen umspielen, die aus Parkers „Relaxin' at Camarillo“ abgeleitet sind. „Sure Why Not?“ beruht auf den harmonischen Durchgängen von Parkers „Confirmation“, dessen originales Uptempo zu einer Ballade entschleunigt wird. „Maybe Later“ wiederum verwendet exakt die Rhythmik von „Now's The Time“, setzt aber ein völlig neues Solo darüber. „Ich habe mir schon immer gedacht, dass wir Jazzmusiker Birds Soli und Head-Arrangements für selbstverständlich halten. Dabei sind sie harmonisch wie rhythmisch sehr komplex und fortgeschritten, sie sind so wegweisend und topaktuell wie irgendetwas von heute. Wir glauben, die Melodie von „Donna Lee“ oder die klassischen Soli zu kennen, aber was, wenn wir tiefer graben? Nimmt man eines für sich, ist es wie klassische Musik des 21. Jahrhunderts, mit einer wirklich modernen Denkweise über Rhythmik, Melodik und Harmonik“, sagt Mahanthappa. Und so nimmt er zum Beispiel bei „On The DL“ das zum Standard gewordene Motiv von „Donna Lee“ als Untergrund, auf dem er eine völlig neue Melodie aufbaut – durchdrungen von seinem bezwingend lyrischem, zugleich energetischem, ständig die Form und den Rhythmus wechselndem Spiel. Hier, wie in manchen anderen Passagen, sind seine und O’Farrills Linien so miteinander verwoben, dass man an Birds Duette mit Dizzy Gillespie denken muss, auch wenn das Tonmaterial ein völlig anderes ist, als das der vierziger Jahre. „Wann immer ich mich uninspiriert oder niedergeschlagen fühle“, sagt Mahanthappa, „kann ich auf Charlie Parker zurückkommen und ich gehe sofort gestärkt und fröhlich daran, mein Saxofon und Jazz zu spielen. Seine und meine Musik kommen aus denselben Wurzeln und sprechen dieselbe Sprache. Es ist, als ob ich schon immer Bird gespielt hätte.“ So wie der Hörer von „Bird Calls“ fühlt, dass er schon immer Charlie Parker gehört hat. Credits: Music composed and produced by Rudresh K. Mahanthappa Recorded August 4 & 5, 2014 mixed August 24 & 25, 2014 and mastered September 3, 2014 by Mike Marciano at Systems Two, Brooklyn, New York Cover art by Katja Strunz, by permission of the artist. By courtesy of Contemporary Fine Arts, Berlin

Ab 17,50 €*
Gamak
Eine hochenergetische Tour de Force des US Altsaxofonisten des Jahres 2012 (Downbeat Critics Poll)„Rudresh Mahanthappa eröffnet dem Jazz neue kreative Potentiale.“ (Die Zeit)

17,50 €*
Samdhi
Rudresh Mahanthappa verbindet Elektroakustischen Jazz mit indischer Musik in dieser 2011er Veröffentlichung – eine Fusion aus Kulturen und Klängen.

17,50 €*

Konzerte