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Nguyên Lê

Der in Paris geborene Sohn vietnamesischer Einwanderer ist ein herausragender Gitarrist und Komponist, der sich durch seine innovative Verschmelzung von Jazz und traditioneller vietnamesischer Musik einen Namen gemacht hat. Seine Musik verbidet nahtlos westliche Jazz-Harmonik mit östlichen Melodien und Rhythmen, was zu seinem einzigartigen, globalen Klang führt. Lê hat mit vielen Künstlern zusammengeatbeitet und zahlreiche Alben veröffentlicht, die seine Vielseitigkeit und seine Fähigkeit zur musikalischen Fusion zeigen. Als Innovator im Bereich der World Music und des Jazz wurde er mehrfach ausgezeichnet und ist ein gefragter Musiker auf internationalen Bühnen. Nguyên Lê´s künstlerisches Schaffen ist bekannt für seine Tiefe, Komplexität und die Fähigkeit, verschiedene Kulturen und musikalischen Traditionen zu einem musikalischen Ganzen zu verbinden.

Veröffentlichungen

Jazz at Berlin Philharmonic XVII: Gnawa World Blues
Jazz at Berlin Philharmonic XVII: Gnawa World BluesCD / Vinyl / digitalMajid Bekkas guembri, oud & vocalsNguyên Lê guitar & backing vocalsHamid Drake drums Drei Kontinente - drei musikalische Weltbürger: Beim Gipfeltreffen im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie bündeln ein Marokkaner, ein Franko-Vietnamese und ein US-Amerikaner ihre Roots und ihre globalen Erfahrungen zu einem soghaften Bühnengeschehen. Das Ergebnis oszilliert zwischen Desert Blues, Gnawa-Trance, Orient-Jazz, Sixties-Rock und südostasiatischer Gelassenheit. Stimme, Oud und die Bass-Laute Guembri, eine E-Gitarre mit einem weiten Spektrum schillernder Klangfarben, ein Schlagwerkarsenal zwischen Feinsinn und Physis - das sind die Werkzeuge der drei kosmopolitischen Protagonisten Majid Bekkas, Nguyên Lê und Hamid Drake. Im Zentrum des Geschehens steht der Marokkaner Bekkas: Seit einem halben Jahrhundert gilt der Multiinstrumentalist aus Salé als Türenöffner für die marokkanische Musikkultur. Tief verwurzelt vor allem in der Musik der schwarzen Gnawa-Minderheit seines Landes, gleiste er mit Jazz-Granden wie Joachim Kühn, Archie Shepp, Pharoah Sanders und Klaus Doldinger Teamworks auf und hat auf ACT zuletzt mit dem Magic Spirit Quartet eine Brücke zwischen nordischen und afrikanischen Soundwelten geschlagen. Der Franko-Vietnamese Nguyên Lê zählt zu den aufregendsten Persönlichkeiten unter den Gitarristen der Moderne. Eine unverwechselbare Fusion-Handschrift hat der Autodidakt entwickelt: Sie integriert den Melodiefluss Südostasiens, komplexe Jazzharmonik, ruppige und hochvirtuose Rock-Exkursionen, Flamenco und Afro-Töne. Für die weit aufgefächerten Schlagwerk-Impulse in diesem Trio sorgt der in Chicago geborene Hamid Drake: Mit einem Hintergrund von World- bis zum Free Jazz und einem Spielhorizont vom Trompeter Don Cherry über den Saxofonisten Peter Brötzmann bis zur Soul-Diva Melba Moore verfügt Drake über Einfühlungsvermögen in diverse Schlagwerktraditionen der Welt.Das Live-Repertoire dieses denkwürdigen 10. November 2024 spiegelt einen ungeheuren Reichtum an Ideen und Verschmelzungen wider: Eine nachsinnende Bluesmelodie im Unisono von Oud und Stimme über den Liegeflächen der Gitarre im eröffnenden „Gore Blues“, gefolgt von angeregtem, fünftönigem „Trialog“ zwischen Laute, E-Gitarre und feiner Becken-Arbeit. Mit „Mrahba“ begibt sich der Dreier aufs Parkett der traditionellen Gnawa-Musik: Lê und Drake schaffen eine rockig-funkige Grundstimmung, die machtvollen Anrufungen von Bekkas über einem sich aufbäumenden Bass-Riff kreieren Trance. Als Reverenz an John Lee Hooker kommt „Boom Boom“ wie eine schwer heranrollende, doch organische Blues-Maschine in Gang – verblüffend, wie Bekkas sich hier ganz von seinen Roots löst.„Ascending Dragon “ dagegen bietet ein meditatives Interludium mit Daumenklavier und geraunter Melodie, Nguyên Lê spielt hier brillant seine unverkennbar vietnamesische Ornamentik aus. Als aufgekratztes Gegengift hierzu interpretieren Bekkas, Lê und Drake Jimi Hendrix‘ „Purple Haze“ zunächst sehr nah am Original, bevor der neue Mittelteil auf die Reise des Gitarrenhelden in die Gnawa-Hochburg Essaouira im Juli 1969 erinnert. „Tair“ startet als freie Oud-Improvisation, die dann mit gemächlichem Galopp das Wechselspiel der beiden Saitenmeister anregt. Und im Finale „Sidi Bouganga“ zündet das Trio die fröhliche Seite der Gnawa-Sprache mit einem hymnisch-ausgelassenen Ton.Drei Ausnahmekönner schöpfen aus ihren Wurzeln – und schaffen eine Spannung, aus der statt Differenz atemberaubende Diversität erwächst.Credits: Recorded live at Philharmonie Berlin on November 10, 2024 Recorded, mixed and mastered by Klaus ScheuermannCover art by Mohamed Melehi © 1969 (untitled), Casablanca Art School © VG Bild-Kunst, Bonn 2025

Ab 18,90 €*
Silk and Sand
Nguyên Lê - Silk and SandCD / Vinyl / digital Nguyên Lê guitars, synths, vocals Chris Jennings acoustic bass Rhani Krija percussion gumbri, vocal Seit der Gitarrist Nguyên Lê vor über dreißig Jahren der erste exklusive ACT-Artist wurde, hat er sich als eine unverkennbare Stimme seines Instruments etabliert. Und als einer der wichtigsten Vertreter des Jazz als Weltmusik ohne Grenzen. Der der 64-Jährige gehört zu den wenigen, die in Technik, Stil und Komposition einzigartig und von der ersten Note an erkennbar sind – eine Meisterschaft im eigentlichen Sinne also. Mit „Silk and Sand“ kehrt Lê nun zum Format des Trios zurück, mit dem er einst, auf „Million Waves“ seine Karriere als Leader begann.Das Lê so klingt und denkt, wie sonst kein anderer Gitarrist, liegt zum einen daran, dass er ein Autodidakt ist, mit Schlagzeug begann, erst spät zur Gitarre wechselte und vor seiner Musikerkarriere Bildende Kunst und Philosophie studierte. Dass er also sein Instrument völlig unverschult und nach eigenen Kriterien erlernte und sein Horizont weit über die Musik hinausreicht. Zum anderen hat sich Lê von Anfang an als Brückenbauer verstanden, zwischen den Genres, Stilen und Kontinenten. „Ich bin eine personifizierte Fusion der Kulturen,“ sagt er. Und ist dementsprechend ein Weltmusiker im eigentlichen Sinne, in dessen Werk sich stets die europäische, speziell französische Musikkultur und die südostasiatische seiner Wurzeln mit den amerikanischen Traditionen des Jazz und Rock, aber auch Musiken anderer Kontinente begegneten. Angefangen mit seiner ersten, stark afrokaribischen Band Ultramarine über Alben wie „Zanzibar“, „Tales from Vietnam“, über die Beteiligung am bahnbrechenden Neo-Flamenco-Projekt „Jazzpaña“ und seine Zusammenarbeit mit der traditionellen vietnamesischen Sängerin Huong Thanh bis hin zum Trio E_L_B mit Peter Erskine oder seinem vielfach preisgekrönten Jimi-Hendrix-Projekt. Nach vielen Global-Fusion-Rock-Projekten mit internationalen Stars in den vergangenen Jahren geht es mit „Silk and Sand“ wieder weitgehend zurück zu den Wurzeln. Einem wie im Titel schon angedeuteten feineren, leiserem Musizieren mit größerem Jazz-Anteil, das nach eigenem Bekunden an frühe Werke anknüpft: „Auf meinem Album ‚Three Trios‘ von 1996 habe ich zwei Stücke "Silk" und "Sand" genannt: Kostbare, doch starke Seide, die das Zusammenspiel der Musiker verwebt; Wüstensand, der den Traum des Musikers von einem anderen Ort verfolgt... 26 Jahre später bleiben diese Titel wie Kieselsteine auf dem Weg, den man mit seinen Schritten gegangen ist.“ Doch Nguyên Lê wäre nicht er selbst, würde er für ein neues Trio nur auf Zutaten einer klassischen Jazzbesetzung setzen. Seine Wahl für den Rhythmus-Posten fiel auf den marokkanischen Percussionisten Rhani Krjia, einen musikalischen Seelenverwandten mit dem zusammen zu arbeiten für Lê ein lange gehegter Wunsch war und dessen filigrane, farbenreiche Grooves schon die Musik von Stars wie Sting, Keziah Jones oder Dominic Miller bereicherten. Das musikalische Fundament liefert der Kanadier Chris Jennings, ein langjähriger Weggefährte Lês und einer der gefragtesten Bassisten dies- und jenseits des Atlantiks. Der Titeltrack oder auch „Thar Desert Dawn“ veranschaulichen die Magie zwischen den drei Musikern: Inbrünstige, in Improvisationen ausgreifende Melodien legt Lê über die nordafrikanischen Rhythmen des von Rhani Krija und den wuchtigen, aber singenden Bass von Chris Jennings. Vorher führte der Opener „Red City“ wild und dynamisch mitsamt Stimmengewirr und Rufen in den Trubel asiatischer oder afrikanischer Städte. Rockiger wird es auf „Onety-One“ und vor allem auf „Tiger’s Dance“, ruhiger geht es beim hymnischen „Moonstone“ und dem wie ein Fluss weite Bogen schlagenden „The Waters of Ortigia“. „Baraka“ ist stark von funk-unterstützten afrikanischen Rhythmen und Rhani Krijas Intro auf der Gimbri geprägt, das finale „Becoming Water“ bringt dann noch einmal auf unwiderstehliche und berührende Weise die Melodik und die Klangfarben des Maghreb und Südostasiens zusammen. Zum Basis-Trio mit Jennings und Rhani stoßen bei zwei elegischen Stücken Sylvain Barou mit Bansuri- und Duduk-Flöte, bei „Moonstone“ Miron Rafajlovic mit Trompete und Flügelhorn dazu. Den in neuen Ideen mündende Rückgriff auf Lês Anfänge verdeutlicht ein weiterer Gast auf „Silk and Sand“: Bei „Baraka“ spielt Etienne Mbappé den E-Bass, der an der Seite etwa von Joe Zawinul, John McLaughlin oder Salif Keïta berühmt gewordene Kameruner, der schon bei Lês erster Band Ultramarine dabei war. So schlägt Lê „Silk and Sand“ auf für den Hörer unwiderstehliche und genussvolle Art nicht nur erneut eine Brücke zwischen Asien, Afrika und Europa, zwischen Jazz, Rock und Weltmusik, sondern auch zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.Credits: Music composed and produced by Nguyên Lê Cover art "Snake" by Lucy Dodd, 2017

Ab 18,90 €*
Magic Moments 15: In the Spirit of Jazz
Various Artists - Magic Moments 15: In the Spirit of JazzCD / digitalBestes Jazzinfotainment zum 30 jährigen Jubiläum von ACT: 16 Tracks, 65 Minuten Musik in the Spirit of Jazz, u.a. mit Nils Landgren, Emile Parisien & Theo Croker, Iiro Rantala, Vincent Peirani Trio, Michael Wollny Trio, Joel Lyssarides, Jakob Manz & Johanna Summer, uvm.Credits: Compilation by Siggi Loch Mastered by Klaus Scheuermann

5,90 €*
Jazz at Berlin Philharmonic X: East - West
Jazz at Berlin Philharmonic X: East - WestCD / digital Majid Bekkas guembri & vocals Nguyên Lê e-guitar NES Nesrine vocals & cello Matthieu Saglio cello & vocals David Gadea percussion Black String Yoon Jeong Heo e-guitar Geomungo Jean Oh e-guitar Aram Lee daegeum & yanggeum Min Wang Hwang ajaeng & janggu Ost trifft West - eine spannende Beziehung East meets West – das war das Lebensthema von Nesuhi Ertegün (1917-1989). Wuchs er doch als Sohn des ersten Botschafters der türkischen Republik in Washington auf. Um selbst zu einem Botschafter zu werden, zu einem der bedeutendsten Förderer und und Orient. Von der Renaissance bis heute kann man im Westen Wellen der Begeisterung für die östliche Kultur beobachten. Auch der Jazz hat seit seiner Entstehung vor gut hundert Jahren stets Elemente anderer Kulturen aufgenommen und in sein Stilvokabular übernom-men. Andererseits haben KünstlerInnen östlicher Kulturen den Jazz umarmt, mit ihrer Tradition fusioniert und so neue Ausdrucksformen dieser ursprünglich rein afroamerikanischen Musik gefunden. Mit zwei Ensembles; NES und Black String, sowie zwei herausragenden Stilisten ihrer Instrumente, Nguyên Lê und Majid Bekkas, ging Jazz at Berlin Philharmonic nun auf Spurensuche, nach der fruchtbaren musikalischen Begegnung zwischen Ost und West: Das südkoreanische Quartett Black String der Geomungo-Spielerin Yoon Jeong Heo trägt die eineinhalb Jahrtausende umspannende koreanische Musiktradition mitreißend und kunstvoll in die Moderne. Heo hat das Instrument von alten Meistern gelernt, doch sie verharrt nicht in der Tradition. Zusammen mit dem in Paris und New York ausgebildeten, bereits an der Seite von John Scofield, Uri Caine oder Steve Coleman zu sehenden Gitarristen Jean Oh, mit Aram Lee an den Bambusflöten Daegeum und Yonggeum sowie mit Min Wang Hwang an der zweifelligen Trommel Janggu und der Webbrettzither Ajaeng erweitert sie das tonale Spektrum der traditionellen koreanischen Instrumente mit dem Mitteln aktueller westlicher Stile zu einer völlig neuen, eigenen Mu-sik. Das Trio NES der charismatischen Sängerin, Mandolinen-Spielerin und Cellistin Nesrine Belmokh hat in kurzer Zeit Kritik und Publikum im Sturm genommen. Die drei schöpfen aus dem musikalischen Schmelztiegel der Mittelmeer-Region ihren eigenen Sound, verbinden nordafrikanische Arabesken und andalusischen Flamenco mit klassischer Virtuosität, der Ausdruckskraft von Pop oder Chanson, dem Soul von R’n‘B sowie der Freiheit des Jazz. Etwa im hypnotischen „Bye Bye“, dessen Textzeile „Music is my exorcism“ man Belmokh sofort glaubt. Dieser Mitschnitt ist zugleich das Dokument der vorerst letzten Aufnahme, da die drei sich nun Solo-Projekten zuwenden. Und als perfektes Bindeglied fungiert der französisch-vietnamesische Gitarrist Nguyên Lê, ein Pionier der Vermittlung zwischen Jazz, Rock und asiatischer Volksmusik. Der Mann, der erst mit 16 als Autodidakt zur Gitarre griff, darauf seinen völlig eigenen Stil entwickelte und ihn, von der Karibikband Ultramarin über das Orchestre National du Jazz bis zum Trio E_L_B und vielen anderen eigenen Projekten, in die unterschiedlichsten Zusammenhänge stellte, spielt beim letzten Stück von Black String und der ersten beiden von NES mit. Und steuert dazwischen mit „Origin“ seinen eigenen Beitrag zum Thema des musikalischen Austauschs der Kulturen bei. In diesem Zwischenspiel stößt auch noch der marokkanische Oud- und Gimbri-Spieler Majid Bekkas dazu, der den Gnawa-Blues seiner Heimat schon oft in die verschiedensten Projekte eingebracht hat - von der „folklore imaginaire“ bis zum Avantgarde-Jazz, etwa mit dem Trompeter Flavio Boltro und vor allem im bahnbrechenden, vielfach preisgekrönten Trio mit Joachim Kühn und Ramon Lopez. Jahrhundertealte Musikkultur, filigrane Klänge und volles Brett, Exotik und Verblüffendes – East meets West auf dem Impro-Terrain: Der Jazz at Berlin Philharmonic-Abend sorgte für einen mitreißenden Clash der Kulturen. Nesui Ertegün wäre von dieser Begegnung von Ost und West sicher begeistert gewesen.Credits: Recorded live in concert by Klaus Scheuermann at the Berlin Philharmonie (KMS), November 20, 2019 Mixed and mastered by Klaus Scheuermann Curated and produced by Siggi Loch Cover art by Philip Taaffe, Isfahan (2009), by courtesy of Jablonka Galerie Cologne

17,50 €*
Overseas
Nguyên Lê - OverseasCD / digital Nguyên Lê electric & bass guitars, electronics Ngô Hồng Quang vocals dàn nhi fiddle, dàn môi jaws harp, dàn bâu monocorde &dàn tính lute Illya Amar vibraphone, MalletKAT, T’rung bamboo xylophone Trung Bao beatbox Alex Tran percussion & drums Lê Thi Van Mai dàn tranh zither Nguyên Hoàng Anh bamboo sáo flute Minh Dàn Môi dàn do bamboo percussion Cuong Vu trumpet Chris Minh Doky acoustic bass „Overseas“ - neuer Circus aus Vietnam trifft Jazz und Hip-Hop, der Soundtrack stammt von Gitarrist Nguyên Lê. „Overseas“ ist ursprünglich eine spartenübergreifende Performance, die Tanz, Akrobatik und Musik vereint. Das Cirque-Nouveau-Projekte unter der Regie von Tuan Le, der bereits für den berühmten Cirque du Soleil arbeitete, reflektiert den aktuellen Zeitgeist Vietnams künstlerisch, einen Mix aus traditionellen Lebensweisen und dem sich insbesondere in den Großstädten rasant modernisierenden Vietnam. Nguyên Lê hat die Musik dazu geschrieben, ein Mix aus Jazz, traditioneller vietnamesischer Musik und Hip-Hop, die nun von ACT auf dem gleichnamigen Album „Overseas“ dokumentiert ist. Der Gitarrist Nguyên Lê ist nicht nur wegen seiner unverwechselbaren Technik ein großer des Jazz und Stilist von eigenem Rang. Er war von Anfang an auch ein Mittler zwischen den Kulturen. „Ich bin als Sohn vietnamesischer Eltern in Frankreich geboren. Als Künstler begann ich, meine eigene Identität aufzubauen, mit der Kultur meiner Eltern und der des Landes, in dem ich lebte. Und ich bin nicht allein. Diese Erfahrung haben viele und sie kann geteilt werden, überall auf der Welt, nicht nur von Vietnamesen“, sagt Lê. Und so hat er sich in seinem gesamten Schaffen, ob an der Seite berühmter amerikanischer Kollegen, im E_L_B-Trio mit Peter Erskine und Michel Benita, auf den Alben mit der grandiosen vietnamesischen Sängerin Huong Thanh oder seinen verschiedenen eigenen Projekten, mal direkter, mal indirekter mit der Kultur seiner wiederzugewinnenden Heimat beschäftigt. Der Jazz war sein Medium, die vietnamesische Musiktradition mit den verschiedensten Stilen zu verschmelzen, vom Flamenco über die Musik des Nahen Ostens und des Orients bis zu asiatischen Formen. Und auch seine Interpretationen von Led Zeppelin, Janis Joplin und vor allem sein bahnbrechendes Jimi-Hendrix-Projekt sind davon ein Zeugnis, beschäftigen sie sich doch mit den herausragenden Künstlern der Protestbewegung gegen den Vietnam-Krieg. 22 Jahre nach seinem programmatischen Album „Tales from Viet-Nam“ ist „Overseas“ nun ein neues, noch vielfältigeres und multimediales Kapitel seiner Suche nach der vietnamesischen Seele mit den Mitteln des Jazz. Freilich hat sich die Fragestellung geändert: „Heute lautet sie nicht mehr: ‚Bin ich Vietnamese?‘ Denn so wie sich Vietnam geändert hat, so habe ich mich geändert“, erläutert Nguyên Lê. „Ich bin heute Vietnamese und Weltbürger. Meine Musik will das ausdrücken und dieses Projekt will die Kreativität des Landes hervorbringen, wie es heute ist. Deswegen wurde die Show von so vielen Talenten geprägt.“ Man muss nicht sehen, welche unglaublichen Kunststücke die Performer und Artisten bei „Overseas“ vorführen, um von Lê’s davon inspirierter Musik vollständig in den Bann gezogen zu werden. So wie die Artisten je nach ihrem Migrationsland Circus-Kultur aus Paris, Lyon, Kopenhagen, Settle, Montrael, Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt zusammenbringen, so bringt Lê je Jazz, traditionelle Volksmusik, Rock, Hip-Hop, Reggae und Electronica zu einem verblüffend homogenen Amalgam zusammen. Nach der Prägung seiner Mit-Musiker eben, um noch einmal Lê zu zitieren: „Es beginnt mit der Diaspora der vietnamesischen Künstler, die durch die Distanz zu ihren Wurzeln etwas Eigenes kreieren, das aber trotzdem noch mit der Kultur ihrer Vergangenheit in Beziehung steht. Und so entwickeln wir daraus den Traum einer universellen Kommunikation.“ Dafür hat sich eine eindrucksvolle Riege von Musikern zusammengefunden. Lê‘s Basis-Band für dieses Unterfangen bilden einmal zwei bewährte Mitstreiter, die ihn schon lange in seinen Bands begleiten, der Schlagzeuger und Perkussionist Alex Tran und der französische Vibraphonist Illya Amar; sowie zwei junge, neu integrierte Mitglieder: der neotraditionalistischen junge Sänger und Multiinstrumentalisten Ngô Hông Quang, und der in den USA lebende Beatboxer Trung Bao. Dazu kommen illustre Gäste: Neben dem Zither-Spieler LêThi Van Mai, dem Flötisten Nguyên Hoàng Anh und dem Perkussionisten Minh Dàn Môi der (in Saigon geborene) amerikanische Startrompeter Cuong Vu, der vor allem als Grammy-dekoriertes Mitglied der Pat-Metheny-Band bekannt wurde, und der seit 1989 fest zur New Yorker Jazzszene gehörende dänische Bassist Chris Minh Doky. Sie alle liefern hier keine Illustrationsmusik, von der ersten Note des einleitenden „Noon Moon“ über die siebenteilige „Overseas Suite“ bis zur finalen Beschwörung von „Mother Goddess“ geht es in eine alles erfrischendes Tauchbad der musikalischen Stile, stets getragen von klaren Melodien und mitreißender Rhythmik. Große Kunst wird vom Geist erschaffen, dem Geist, der die Zeit durchdringt und sie in seinem persönlichen Ausdruck widerspiegelt. Diese Forderung erfüllt Nguyên Lê mit „Overseas“ eindrucksvoll, gerade angesichts der Aktualität des Themas Migration.Credits: The OVERSEAS band was recorded by Nguyên Lê at Louxor studio, Paris, France. Mai Lê & Hoàng Anh recorded by Truong Anh Quân at Anh Em studio, Hà Nôi, Vietnam. Minh Môi recorded at Tràn Manh Tuân studio, Ho Chi Minh City, Vietnam. Cuong Vu recorded in Seattle, USA. Chris Minh Doky recorded at M-One Productions studio, Copenhagen, Denmark Music written and produced by Nguyên Lê “Mother Goddess” is an arrangement of a traditional Chau Van piece Mastered by Bruno Gruel at Elektra Mastering, except 1, 4, 12 & 13 by Klaus Scheuermann

17,50 €*
Magic Moments 12
Various Artists - Magic Moments 12CD / digitalOne World Of Music. Vielfalt vereint. Mit Jazz als Epizentrum ohne Berührungsängste zwischen den Genres agiert ACT offen in alle Richtungen, sei es zu Pop, Rock, Singer-Songwriter oder traditioneller Volksmusik wie Flamenco und Tango. So präsentiert auch die mittlerweile zwölfte Magic Moments-Zusammenstellung aufregende Musik „in the Spirit of Jazz“: Fernab eines festgelegten Stils sind 71 Minuten purer Hörgenuss und spannendes Jazz-Infotainment garantiert, mit etablierten Stars, Newcomern und Geheimtipps. Den Anfang macht Iiro Rantala am Klavier mit seinem Portrait des Monats „August“ aus „My Finnish Calendar“, der den Jahreslauf seines Heimatlandes aus ganz persönlicher Sicht vertont. Der argentinische Tango ist, wie auch der Jazz, ein Paradebeispiel für eine lebendige, sich stetig entwickelnde musikalische Tradition. Das Javier Girotto Trio zeigt dies mustergültig mit „Deus Xango“ aus dem Album „Tango Nuevo Revisited“, ein zeitgemäßes Remake des Piazzolla-Mulligan-Klassikers von 1975. „Vier erste-Liga-Jazzer mit reiner Spielfreude“ (ZDF heute Journal), dafür steht „4WD“ von Nils Landgren, Michael Wollny, Lars Danielsson und Wolfgang Haffner. Jeder lenkt den Reisekurs des Quartetts gleichermaßen. Wo sie ankommen, bemerkt die Neue Zürcher Zeitung: „zu viert im Jazz-Olymp“. „Flamenco und Jazz sind Brüder“, behauptet der spanische Piano-Newcomer Daniel García. Im energiegeladenen Trio plus Special Guest Jorge Pardo zeigt er furios mit „Travesuras“, dass er damit absolut recht hat. Zusammen mit seiner Ehefrau Serena Fisseau erschafft der französische Akkordeonist Vincent Peirani anschließend einen vertrauten musikalischen Rückzugsort. „What A Wonderful World“ ist ein Statement an die Stille. Neue aufregende Klangwelten lässt ACT-Neuzugang Grégoire Maret mit Edmar Castaneda entstehen. Bei „Harp vs. Harp“ trifft Mundharmonika auf Harfe. Ein seltenes Paar, dass auf „Blueserinho“ zum Erlebnis wird. Mit seinem „Italian Songbook“ hat Trompeter Luca Aquino eine Hommage and die Musik seiner Heimat aufgenommen. Das Stück „Scalinatella“, von Filmkomponist Giuseppe Cioffi, erklingt in einer berührenden Trio-Version mit dem italienischen Pianistenstar Danilo Rea und Akkordeonist Natalino Marchetti. Die Sängerin Cæcilie Norby vereint auf „Sisters in Jazz“ Musikerinnen aus mehreren Generationen und Ländern. Ihre Komposition „Naked In The Dark“ belegt, dass Jazz nicht nur Männersache ist. „Klinken“ stammt aus dem Young German Jazz-Debüt „Stax“ des erst 25-jährigen Schlagzeugers Max Stadtfeld. Er und seine Mitstreiter posen nicht mit Intellektualität, bewegen sich im rhythmusorientierten Mainstream und weisen doch darüber hinaus. Mit Frische und gleichermaßen erstaunlicher Reife weiß das Quartett zu begeistern.Seit über 10 Jahren ist das Erfolgstrio Mare Nostrum um Paolo Fresu, Richard Galliano und Jan Lundgren ein Sinnbild für den Sound Europas. Alle drei sind sie Klangpoeten mit großer Liebe zur Melodie, was auch ihr nunmehr drittes Album unterstreicht und mit dem schwedisch angehauchten „Ronneby“ auf Magic Moments 12 dokumentiert ist. „Joachim Kühn interpretiert die Musik Ornette Colemans auf seine ganz eigene Art: lyrisch, sanft und in sich gekehrt, aber voller überraschender Details”, urteilt das Magazin Galore über das Soloalbum der deutschen Jazzikone. Im zuvor noch nie aufgenommenen Stück „Lost Thoughts“ verarbeitet Kühn seine erfolgreiche Geschichte an der Seite von Jazzlegende Coleman. Am 6. Februar 2019 wurde der Jazz-Baroness Pannonica (Nica) de Koenigswarter (1913 - 1988) mit einem Konzert in der Berliner Philharmonie für ihren unermüdlichen Einsatz für den Jazz Tribut gezollt. Im Mittelpunkt standen Stücke von Musikern, welche Pannonica über viele Jahre mit Geld, Unterkunft, Rat und Freundschaft unterstützt hat und die ihr oft zum Dank eigene Kompositionen widmeten, so auch „Little Butterly“ von Thelonious Monk. Die New Yorker Sängerin Charenée Wade steht hier im Mittelpunkt, begleitet von Iiro Rantala, Dan Beglund und Anton Eger sowie der amerikanische Saxofon-Altmeister Ernie Watts. „Ein israelisches Power-Trio. Heavy Jazz!“, schreibt der Rolling Stone über Shalosh. Hört man das aufbrausende „After The War“ weiß man, warum: Rock und Indie-Jazz verbinden sich hier zu einer spannungsgeladenen Mélange. Der Geiger Adam Baldych ist ein begnadeter Virtuose und laut Stereo-Magazin „einer der technisch brillantesten Interpreten in der improvisierten Musik.“ „Longing“ von seinem Album „Sacrum Profanum“ ist eine sehnsuchtsvoll-melancholische Ballade, einfühlsam im Duo mit dem Pianisten Krzysztof Dys interpretiert. Auf „Painted Music“ entkleidet der Pianist Carsten Dahl konsequent Klassiker des Jazz-Repertoires und macht sich diese mit seinem ganz persönlichen Blick zu Eigen. Das bekannte traditionelle dänische Volkslied „Jeg gik mig ud en sommerdag“ gießt den Sommer in Noten und Klang. Zum Abschluss der Magic Moments 12 macht Nguyên Lê mit seinem Stück „Hippocampus“ das Thema der Compilation „One World Of Music“ noch einmal deutlich: Als musikalischer Wanderer zwischen den Kulturen verbindet der französische Gitarrist vietnamesischer Abstammung die Freiheit des Jazz mit Rock- und weltmusikalischen Einflüssen.Credits: Compilation by Siggi Loch Mastered by Klaus Scheuermann

4,90 €*
Streams
Nguyên Lê - StreamsCD / Vinyl / digital Nguyên Lê electric guitar & electronics Illya Amar vibraphone Chris Jennings acoustic bass John Hadfield drums & percussion Nguyên Lês Musik ist im ständigen Wandel. Der französische Gitarrist mit vietnamesischen Wurzeln gilt als herausragender Musiker, der auf spannende und bahnbrechende Weise den Jazz mit weltmusikalischen (insbesondere asiatischen) Einflüssen kombiniert. Seine neueste Veröffentlichung „Streams“ setzt diese Tradition fort, ist aber radikaler als zahlreiche seiner „Weltjazz“-Projekte zuvor. Denn hier bewegt sich Lê nicht im Kontext eines exotischen, ethnischen Instrumentariums, sondern sucht mit einem Jazz-Quartett nach neuen Klängen, die in traditionellen Kulturen verwurzelt sind. „Streams“ erforscht die vielfältigen Dimensionen der Fusion von Jazz und indigener Musik als Nährboden für Komposition und Improvisation. Das Ergebnis ist ein musikalischer Fluß verschiedenster kultureller Strömungen und Musikkonzepte, die durch Nguyên Lê filigran und synergetisch vereint werden. Ein neuer Sound entsteht. „Jedes meiner Alben ist das Gegenteil von dem, was ich zuvor gemacht habe, jedes hat eine eigene Geschichte“, sagt Lê. „Streams“ enthält mehr Jazz als frühere Projekte – in Lês persönlicher Definition des Wortes. Doch Lê möchte auch zeigen, wohin ihn seine musikalische Reise gebracht hat: verschiedenste kulturelle Eigenarten haben sich in sein Spiel integriert. „Ich bin eine personifizierte Fusion der Kulturen”, sagt Lê. So gelingt es seinem Quartett, komplizierte Polyrhythmen und Klänge anderer Kulturen in den Jazz einfließen zu lassen, ohne mathematisch oder aufgesetzt zu klingen. Denn der Fokus liegt auf den Melodien des Albums. „Jede Melodie von „Streams“ hat ihre eigene ethnische Inspiration. Das Album demonstriert die Reise durch die Kulturen und wie sich diese auf ihrem Weg verändern. Enthalten sind viele indische Rhythmuskonzepte, indische und vietnamesische Phrasierungen, orientalisch-melodische Akzente und Rhythmen aus dem Maghreb, aber ebenso Unbekanntes aus imaginärer Folklore“, sagt Lê. Und so loten seine Songs eine neue, einnehmende und komplex kompositorische Perspektive aus: Er eröffnet das Album mit dem Song „Hippocampus“, dessen Titel Programm ist: als hätte das Quartett den gleichnamigen Teil des Gehirns beim Verarbeiten verschiedenster Eindrücke vertont. „Subtle Body“ ist ein Stück, bei dem unterschiedliche Taktarten nahtlos aufeinanderfolgen. Und „Mazurka" besitzt eine romantische Melodie mit einer starken rhythmischen Entwicklung, basierend auf den westindischen und polnischen Wurzeln. Nguyên Lês Quartett ist eine Symbiose von Musikern, Menschen und künstlerischen Persönlichkeiten. Den Vibraphonisten Illya Amar kennt Lê bereits seit dessen Kindheit. Als Stiefvater konnte er ihm bei dem Erwachsenwerden zusehen und seine Entwicklung zu einem fantastischen Vibraphonisten verfolgen. Amar ist mit allen Aspekten von Lês Musik vertraut und bereits auf einigen seiner früheren ACT-Veröffentlichungen wie „Songs of Freedom“ und „Fragile Beauty“ zu hören. Chris Jennings, der am akustischen Bass einzigartig stabile Grooves liefert, lässt jede Basslinie kunstvoll singen und kennt Nguyên Lê ebenfalls seit über 10 Jahren. Über Jennings lernte Lê auch den amerikanischen Schlagzeuger John Hadfield kennen, der eine tiefe Verbundenheit zu Urtraditionen verschiedener Kulturen verspürt. Er reiste nach Indien, Peru, in die Mongolei, den Nahen Osten und nach Indonesien, um sich intensiv mit den Rhythmen und Instrumenten dieser Kulturen zu beschäftigen. „Die weitreichenden ethnisch-musikalischen Erfahrungen und Kenntnisse meiner Kollegen sorgen dafür, dass sie meine Musik sofort verstehen“, betont Lê. Offenheit und Spontanität sind für Nguyên Lê die wesentlichen Elemente des Jazz: „Durch das interaktive Zusammenspiel sind Jazzmusiker ganz besonders für interkulturelle Dialoge qualifiziert. Und das Streams-Quartett ist eines meiner Lieblingsbeispiele, um diesen Dialog zu eröffnen. Es schafft reiche musikalische Gespräche, die, während sie tief im Jazz verankert sind, letztlich doch die Grenzen der Genres überschreiten und den Zuhörern erlauben, sich einfach auf die Musik zu konzentrieren und sie zu genießen. Ich glaube, dass sich eine neue Welt der Inspiration zwischen Tradition und Moderne, zwischen Ost und West und Nord und Süd eröffnet. „Streams“ ist die Realisierung dieser Idee.“

Ab 17,50 €*
Hendrix in the Spirit of Jazz
Various Artists - Hendrix in the Spirit of JazzCD / digitalVarious Artists„When I die, I want people to play my music, go wild and freak out and do anything they want to do.“ Dieser Wunsch von Jimi Hendrix ging in Erfüllung. Zwar starb der in seinem Privatleben so unglückliche Gitarrist schon 1970, mit erst 27 Jahren, doch seine Musik ist unsterblich und wird bis heute im Geiste seines Zitats gespielt. Unzählige Musiker, ob in der Rock- und Popmusik oder im Jazz, wurden von ihm beeinflusst, viele berufen sich explizit auf ihn. Auch viele Mitglieder der ACT-Künstlerfamilie wurden von Jimi Hendrix inspiriert und haben seine Musik auf ihre Weise gespielt.Am 27. November dieses Jahres wäre diese Ikone der 68er-Bewegung, dieser Pionier des Rock 75 Jahre alt geworden. Anlass genug, das Genie an der E-Gitarre mit einer Retrospektive der Interpretationen von ACT-Musikern hochleben zu lassen: „Hendrix in the Spirit of Jazz“.Allen voran geht dabei Nguyên Lê, der erste Künstler, den ACT in seinem Gründungsjahr vor 25 Jahren exklusiv unter Vertrag nahm. Als Gitarren-Autodidakt steht der vietnamesisch-französische Stilist Hendrix besonders nahe, oft war der Einfluss bei seiner unverwechselbaren Weltmusik spürbar, die Einflüsse der Kontinente Europa, Asien und Amerika innovativ verschmilzt; und fast logischerweise konnte er einen seiner größten Erfolge 2002 mit der CD „Purple – Celebrating Jimi Hendrix“ feiern. Seine Versionen von „1983…(A Merman I Should Turn To Be)“ und „If 6 Was 9“ von diesem Album stehen nun im Zentrum von „Hendrix in the Spirit of Jazz“, erfüllen sie doch mustergültig den Anspruch des Titels: Die Wucht von Hendrix „Rock-Sound of Freedom“ wird hier mit den Mitteln der Jazz-Improvisation verstärkt.Neben Lê ist Terri Lyne Carrington die prägende Figur dieser Aufnahmen, die nicht nur am Schlagzeug die treibende rhythmische Kraft bei den mal wütend-rockigen, mal souligen, mal sphärisch träumenden Themen von Hendrix abgibt, sondern auch seinen, um eigene Gedanken erweiterten, Texten ihre Stimme leiht.Wie bunt und vielgestaltig sich der Kosmos von Hendrix‘ Stücken beleben lässt, beweisen auch die anderen hier versammelten Musiker: Ob Bugge Wesseltoft „Angel“ in eine zarte Solopiano-Ballade verwandelt oder sein finnischer Pianistenkollege Iiro Rantala im Trio mit Lars Danielsson am Bass und Peter Erskine am Schlagzeug den „Little Wing“ locker groovend dahinfliegen lässt. Ob die einzigartige Youn Sun Nah „Drifting“ als unwiderstehlichen Ruf der Sehnsucht anstimmt oder ihre soulige schwedische „Sister-in-Jazz“ Ida Sand die „Manic Depression“ so ausdrucksvoll nachzeichnet. Ob die NDR Bigband bei „Voodoo Chile“ ausgelassen losrockt oder die ACT Family Band mit Cæcilie Norby, Céline Bonacina, Wolfgang Haffner, Lars Danielsson und noch einmal Nguyên Lê mit der wohl berühmtesten Hendrix-Hymne „Purple Haze“ als Live-Brett vor einem begeistert mitgehenden Publikum den damals 20. Geburtstag von ACT feiert...„Hendrix in the Spirit of Jazz“ ist eine Collage, die beweist, dass die Musik von Jimi Hendrix nach wie vor und mehr denn je lebt. Und einen, zumindest musikalisch, dazu anregt, wild zu werden, auszuflippen und zu tun, was man will. Credits: Music composed by Jimi Hendrix Compiled by Marco Ostrowski Mastered by Klaus Scheuermann

12,90 €*
Magic Moments 10 "In The Spirit of Jazz"
Various Artists - Magic Moments 10 "In The Spirit of Jazz"CD / digitalDer Jubiläums-Sampler Magic Moments 10 gibt einen Einblick über die aktuellen Albumveröffentlichungen aus dem ACT Katalog. 14 Titel, über 1 Stunde bestes Jazz-Infotainment „in the spirit of Jazz“.Credits: Compilation by Siggi Loch Mastered by Klaus Scheuermann

4,90 €*
The Jubilee Concerts
Various Artists - The Jubilee ConcertsCD / digitalVarious ArtistsWenn 34 Künstler in den verschiedensten und teilweise noch nicht dagewesenen Konstellationen zusammenkommen, um miteinander zu musizieren, dann braucht es dafür eine verbindende Gesinnung, die die Musik im Innersten zusammenhält: Grenzen nicht zu akzeptieren, offen und neugierig sein für den Anderen, Mut zum Risiko und sich auf das Unerwartete einlassen sowie die Lust, Neues entdecken zu wollen. All dies zeichnet die ACT-Musikerfamilie aus, die aus allen Teilen Europas zu den Jubilee Concerts in Berlin zusammenkam, um ihrem Label zum 25. Geburtstag einen selbstgestalteten Konzerttag zu schenken und damit Danke zu sagen. Ganz nebenbei machten die Jubilee Concerts hautnah erlebbar, wofür ACT seit 1992 steht: Als führendes Entdeckerlabel auf der Suche nach bisher ungehörter Musik „in the Spirit of Jazz“ sind es die Vielfalt und die ungeahnten Verbindungen, mit denen das Label immer wieder überrascht und daraus neue Inspirationen zieht – connecting the unexpected. Wer das Glück hatte, noch Karten für die große Geburtstagsfeier im Konzerthaus Berlin zu ergattern, der wird den Abend nicht vergessen. Denn es ging ihm vermutlich nicht anders als den zahlreich anwesenden Medienvertretern, die zum Jubiläum vor Ort waren: „Was für ein ACT!“ titelte zum Beispiel „Spiegel Online“ und befand, es seien „Konstellationen zustande gekommen, bei denen jedem, dem Jazz am Herzen liegt, nicht mehr bange um die Zukunft des Genres sein muss.“ „Le Figaro“ schrieb: „Kurz: Es war Jazz in all seinen Formen“, das britische Jazzwise Magazin meinte: „Alles deutete auf ein Label in seinem Zenit, das Neues umarmt, während es das Alte achtet, beides nährt und so Stars aufbaut; ACT wird erwachsen – mit einem Lächeln im Gesicht und einer stolzen Pose.“ Und die FAZ schließlich stellte fest: „Die ACT Family Band war ein Allstar-Ensemble, wie es so bald kein zweites in der Jazzgeschichte geben wird.“ Wer dieses Familientreffen der besonderen Art live verpasst hat, kann es jetzt immerhin auf CD nachhören. Er kann in einem für den „Spirit of Jazz“ der ACT-Künstler typischen Aus-und Querschnitt nachvollziehen, wie ACT mit bislang gut 500 Alben ein Viertel der Jazzgeschichte begleitet und in Teilen mitgeprägt hat: Ist doch jeder der hier beteiligten Musiker ein Ausnahmetalent mit herausragenden solistischen Qualitäten und eigenen Projekten, zugleich aber aufgeschlossen für die Inspiration, die sich aus der Begegnung mit seinen Kollegen ergibt. Auf dieses Netzwerk der ACT-Künstlerfamilie legte Labelchef Siggi Loch von Anfang an großen Wert, und welchen Gewinn das einbringt, zeigt „The Jubilee Concerts“: Alles, was Nils Landgren, als integrales Zentralgestirn der europäischen Jazzszene, so etwas wie der ACT-Mannschaftskapitän, als Moderator präsentierte, war außergewöhnlich, angefangen mit seinem humorvoll-melancholischen Entree „Send In The Clowns“ zusammen mit Michael Wollny. Ob nun Jung und Alt auf verblüffende Weise miteinander kommunizierten wie der große deutsche Pianist Joachim Kühn mit dem französischen Shootingstar am Sopransaxofon Emile Parisien (der Name des Kühn-Titels, den das Duo darbot, „Missing A Page“, trifft sehr schön den von Noten unbelasteten, von musikalischer Freiheit durchdrungenen Ansatz der beiden); ob die Bassisten Dieter Ilg und Lars Danielsson im Duo miteinander spielten und jede Emotion freilegten, die man mit ihrem Instrument erregen kann; ob ein in wechselnden Kombinationen bestens eingespieltes Ensemble wie das Quintett mit Landgren, Wollny, Danielsson, dem Gitarristen Ulf Wakenius und Schlagzeuger Wolfgang Haffner mit „Walk Tall“ gospeligen Groove zelebrierte; oder ob mit Wollny, Parisien, dem Akkordeonisten Vincent Peirani und dem Stimmakrobaten Andreas Schaerer vier der herausragenden „jungen Wilden“ Europas die überkommenen Stil- und Genregrenzen über den Haufen warfen. Berührender Höhepunkt ist „Dodge The Dodo“, einer jener Standards des „Great European Songbooks“, die der unvergessene, viel zu früh gestorbene Esbjörn Svensson geschrieben hat: Brillieren bei dieser Hommage doch unter anderem nicht nur Iiro Rantala am Flügel, der polnische Geiger Adam Bałdych und der jüngste ACT-Zuwachs Magnus Lindgren an der Flöte, sondern auch die beiden Söhne Svenssons, Noa am Schlagzeug und Ruben an der Gitarre. Ein Symbol für die nächste Jazzgeneration und eine nicht zu übertreffende Einleitung für das große Finale, bei dem alle mitsangen und -spielten: Denn da stimmte Ida Sand mit ihrer grandiosen Soul-Stimme jenen Nile Rodgers-Titel an, der den Kern des Abends wie der 25 Jahre, die es zu feiern galt, perfekt einfing: „We Are Family“. Oder wie es Nils Landgren formuliert: „Wir sind eine Familie. Nicht einfach irgendeine Familie. Wir sind die ACT-Familie!“Credits: Live at Konzerthaus Berlin, April 2, 2017 Recorded, mixed and mastered by Klaus Scheuermann Curated by Siggi Loch An ACT Music concert production in cooperation with Konzerthaus Berlin

12,90 €*
Hà Nội Duo
Nguyên Lê - Hà Nội DuoCD / digital Nguyên Lê guitars & programming Ngô Hồng Quang vocals, Vietnamese fiddle, monocorde, lute & jew’s harp Paolo Fresu trumpet & flugelhorn Mieko Miyazaki koto Prabhu Edouard tablas, kanjira & pocket shaker Es dürfte nur wenige Musiker geben, die den Begriff „Jazz“ und zugleich die Möglichkeiten ihres Instruments derart weit ausloten, wie der 1959 in Paris als Sohn vietnamesischer Eltern geborene Gitarrist Nguyên Lê. Als erster ACT Exklusivkünstler war er vor gut 25 Jahren ein entscheidender Ausgangspunkt für die Label-Philosophie einer Musik „In The Spirit Of Jazz“. Auf „Hà Nôi Duo“, seinem neuen, 18. Album für ACT, trifft er auf den jungen, vietnamesischen Sänger und Multiinstrumentalisten Ngô Hồng Quang – für ein neues Abenteuer zwischen Ost und West, Tradition und Moderne, Folklore, Jazz, Rock und Pop. Wie ein roter Faden zieht sich die Idee „Asia without borders“ durch Nguyên Lês Projekte, besonders in seiner immerwährenden Beschäftigung mit der Musik Vietnams, dem Land seiner Vorfahren. Einem Land voller Gegensätze, kriegs- und krisengeschüttelt, was der zutiefst friedlichen, weltoffenen, freundlichen Grundhaltung seiner Einwohner scheinbar nichts anhaben konnte. Eine junge Gesellschaft im rasanten Wandel und Wachstum, zugleich im tiefen Bewusstsein für ihre Tradition. Exemplarisch für frühere Bearbeitungen vietnamesischer Musik sind die Produktionen mit der Sängerin Huong Thanh auf “Tales from Viet-nam” (1996), “Moon & Wind” (1999), “Dragonfly” (2001), “Mangustao” (2004) und “Fragile Beauty” (2007) und seine Kontinente-umspannenden Projekte „Saiyuki“ (2009) und „Homescape“ (2006). Das neue Album „Hà Nôi Duo“ setzt die “Asia without borders” Idee auf ganz neue Art fort: Dienten auf früheren „vietnamesischen“ Alben traditionelle Originalsongs als Ausgangsmaterial für Bearbeitungen und Interpretationen, gingen Nguyên Lê und seine Mitmusiker nun den umgekehrten Weg und fingen die Seele der vietnamesischen Musik vor allem in neuen Originalkompositionen ein. Nguyên Lê lud für das neue Album viele seiner engen Weggefährten früherer Projekte ein. Er sagt: „Es war ein reines Vergnügen, die Anmut der japanischen Koto Spielerin Mieko Miyazaki, die rhythmische Intelligenz von Tablaspieler Prabhu Edouard aus Indien und die überragenden melodischen Fähigkeiten des sardischen Trompeters Paolo Fresu wieder bei mir zu haben.“ Nguyên Lê’s wichtigster neuer musikalischer Partner bei diesem Abenteuer: der aus Vietnam stammende und dort extrem populäre Ngô Hồng Quang. Nguyên Lê: „Wir sind zwei vietnamesische Musiker, deren Herkunft, musikalische Sozialisation und Ausbildung nicht unterschiedlicher hätten sein können… Und doch verfolgen wir dieselben Ziele: die Seele Vietnams mit der Welt zu teilen und die Wurzeln und die Zukunft der vietnamesischen Musik zu verbinden. Auf diesem Album durchleben wir auf musikalische Weise diese Paradoxe. Es zeigt die Vielfalt dessen, was vietnamesische Musik heute sein kann. Wie das Land selbst, strebt das Album danach, farbenfroh, pluralistisch und stets in Bewegung zu sein. Wir wollen zugleich das Ohr und den Intellekt anregen und den Hörer näher zur Seele Vietnams bringen.“ Ngô Hồng Quang wurde 24 Jahre nach Nguyên Lê in der Nähe von Vietnams Hauptstadt Hà Nôi geboren. Sein Vietnam ist das nach dem Krieg, der Tod und Schrecken über die vorhergegangene Generation brachte. Seine Liebe zur traditionellen Musik machte ihn zu einem landesweit anerkannten Musiker und Lehrer am Konservatorium von Hà Nôi. Neben seinem äußerst wandelbaren, unverwechselbaren Gesang, spielt er zahllose traditionelle Instrumente: die zweisaitige Geige „Đàn Nhị“, das einsaitige Instrument „Đàn Bầu“, die Geige „Đàn Tre“, die Harfen-ähnliche „Đàn Môi“ und die bundlose Laute „Đàn Tính“. Seine Neugier für die westliche Musik brachte ihn nach Amsterdam, wo er zeitgenössische Komposition studierte und sich weiter seiner Beschäftigung mit der Musik der vietnamesischen Minderheit widmet. Nguyên Lê: „Quang ist ein wunderbares Beispiel für das, was ich einen traditionellen Musiker von heute nennen würde. Virtuose Künstler aus allen Ecken der Welt, die die Tradition ihres Heimatlandes mit größter Tiefe verkörpern und weitertragen und gleichzeitig, aufgrund ihres jungen Alters, eindrucksvoll offen für Neues sind. Musiker, die ihre Identität mit der ganzen Welt teilen und von ihr lernen wollen, ohne dabei ihre Vergangenheit zu verleugnen. Und Musiker, die zeitgenössische Musik auf ihren traditionellen Instrumenten spielen, sich in immer neue musikalische Situationen integrieren können, dabei immer sie selbst bleiben und damit die Tradition mit neuem Leben füllen.“ Damit liefert Nguyên Lê auch gleich und, tief-bescheiden wie er ist, sicher komplett unabsichtlich, die perfekte Beschreibung seiner Selbst: Ein musikalischer Weltbürger, wie es ihn nur selten gibt, der scheinbar selbstverständlich neue Räume öffnet und ganze Kontinente zusammenrücken lässt, jedoch immer mit tiefem Verständnis und Respekt für das Wesen der Anderen. Kurz: Eine Künstlerpersönlichkeit, wie wir sie in unserer Zeit nicht dringlicher brauchen könnten. Credits: Produced, recorded & mixed by Nguyên Lê at studio Louxor, Paris Barbès from April to August 2016 Mastered by Bruno Gruel at Elektra Mastering Executive Producer: Siggi Loch

17,50 €*
Fahrt ins Blaue
Various Artists - Fahrt ins BlaueCD / digitalOn Fahrt ins Blaue, atmospheric soundscapes pass by: organic, dynamic, virtuosic, and smooth. The compilation floats effortlessly between electronic textures and acoustic jazz. The journey begins. Time seems to stand still at first: A breeze from Sardinia drifts through a mysterious Asian world (“Lacrima Christi”). The sound cosmos of trumpeter Paolo Fresu and guitarist Nguyên Lê is hypnotic and directionless. A groove sets in — a simple piano melody floats on the surface (“Ironside”): chill-out jazz with blue notes by the master of atmosphere, Lars Danielsson. The Fahrt ins Blaue continues with “Germany’s coolest drummer” (ARD ttt), Wolfgang Haffner, and his drum & bass-inspired ambient jazz (“Shapes”). Pianist and sound tinkerer Bugge Wesseltoft offers insight into his “New Conception of Jazz” (“Existence”). Things become weightless with Jacob Karlzon’s electro-acoustic piano trio jazz (“Bubbles”). The Esbjörn Svensson Trio takes us on a summery, joyful joyride with their virtuoso fun-hit “Spam-Boo-Limbo.” Things take a quirky turn when Clint Eastwood rides across the soundscape in “Ecstasy of Gold”, from the Western classic The Good, the Bad and the Ugly, in a jazzed-up version by Swedish jazz cowboys Oddjob. That feeling of cool summer rain on your skin is evoked by Ida Sand with her haunting cover of the Eurythmics’ “Here Comes The Rain Again.” And Nils Landgren’s Funk Unit meets us with a funked-out, laid-back take on an ABBA classic (“Gimme! Gimme! Gimme!”). We make a relaxed stop with Annette Humpe’s McJazz. With charm and a wink, she serves up “Coffee & Tea.” Nu jazz, minimal electro, and lounge pop intertwine in a unique blend crafted by keyboardist and multi-instrumentalist Roberto Di Gioia. On “Yelloworange,” he’s joined by saxophonist Johannes Enders. In a moving and elegiac homage, Dan Berglund’s Tonbruket remembers the late Esbjörn Svensson — the shining star of European jazz who passed away in 2008 — with “Song For E,” before the Fahrt ins Blaue ends with the Michael Wollny Trio: “Questions In A World Of Blue.”Credits: Compilation produced by Marco Ostrowski Mastered by Klaus Scheuermann  

12,90 €*
Magic Moments 8 "Sing Hallelujah"
Various Artists - Magic Moments 8 "Sing Hallelujah"CD / digitalDie achte Ausgabe der beliebten Magic Moments-Reihe: 71 Minuten bestes Jazz-Infotainment durch das aktuelle Programm mit ACT-Stars, Newcomern und Geheimtipps. Unter dem Motto „Sing Hallelujah“ hat ACT-Inhaber und Produzent Siggi Loch 16 Titel zusammengestellt, die vor allem den Bogen vom Jazz zu Soul, Gospel und der afroamerikanischen Rootsmusik spannen. Einmal mehr präsentiert sich das Münchener Label hörbar anders, abseits der ausgetretenen Pfade „in the Spirit of Jazz“: Musik fernab eines festgelegten Stils. Mal mehr, mal weniger Jazz. Zwischen den Genres. Am Puls der Zeit und darüber hinaus. Bei „Sing Hallelujah“ stehen die Gesangskünstler von ACT im Rampenlicht: Die kürzlich verstorbene Soul-Blues Legende Mighty Sam McClain eröffnet Magic Moments 8 mit dem norwegischen Gitarristen Knut Reiersrud. Letzterer ist auf einem weiteren Titel zu hören, gemeinsam mit der Sängerin Solveig Slettahjell und dem Trio „In The Country“. Auf „Borrowed“ Time, aus dem Album „Trail of Souls“, verlinkt das Ensemble die amerikanische Gospel- & Spiritual-Tradition mit der norwegischen Klangästhetik. Torsten Goods interpretiert das Titelstück aus der Feder von Mike Settle in seiner lässig-coolen Art mit Starbesetzung: Roberto Di Gioia, Tim Lefebvre und Wolfgang Haffner. Ida Sand ist mit einer Hommage an Neil Young vertreten. Natalia Mateos Stimme hat „eine ganz eigene Geschichte zu erzählen“ (Die Zeit). In einer ungewöhnlichen Version interpretiert sie „I Put A Spell On You“, den wohl bekanntesten Hit des US-amerikanischen Blues-Sängers Screamin' Jay Hawkins. Und die Norwegerin Randi Tytingvåg betont auf „Steady-going“ ihre Singer-Songwriter-Qualitäten und bedient sich der amerikanischen Folk- & Country-Roots. Schlagzeuger Wolfgang Haffner hat für „Piano Man“ sein „Kind of Cool“-Ensemble um den stimmgewaltigen Soulman Max Mutzke erweitert. Unterschiedlichste Instrumentalnummern runden Magic Moments 8 ab: Dieter Ilg interpretiert mit seinem Trio Beethoven. Iiro Rantala spielt John Lennons „Imagine“ solo am Klavier und der Saxofonist Rudresh Mahanthappa, 3-facher DownBeat Critic‘s Poll Gewinner 2015, ehrt mit „Bird Calls“ den großen Charlie Parker. „High Noon in Kreuzberg“ heißt es bei dem finnischen, in Berlin lebenden Gitarristen Kalle Kalima, wenn er im Trio den Western-Klassiker „Ghost Riders In The Sky“ von Stan Jones zum Besten gibt. Mit dem Pianisten Frank Woeste ist ein weiteres neues ACT-Gesicht vertreten. In seiner Wahlheimat Frankreich ist der gebürtige Hannoveraner längst eine feste Größe und spielt dort mit Ibrahim Maalouf sowie mit Youn Sun Nah, die ihn bei „Star Gazer“ mit ihrem unnachahmlichen Gesang unterstützt. „If music be the food of love, play on“ heißt es in Shakespeares Komödie „Was ihr wollt“. Um die Wörtchen „and life“ möchte man das Zitat erweitern, das als Credo für die Arbeit von ACT stehen kann. Seit nunmehr 23 Jahren liefern Siggi Loch und sein Team mit Leidenschaft und Qualitätsbewusstsein musikalischen Nährstoff. Musik für offene Ohren, für den Geist, für das Herz, die Seele und für alle, die gute Musik lieben – wie die Werkschau auf „Magic Moments 8“ beweist.Credits: Compilation by Siggi Loch Mastered by Klaus Scheuermann

9,90 €*
celebrating The Dark Side Of The Moon
Nguyên Lê - celebrating The Dark Side Of The MoonCD / digital Nguyên Lê electric guitar, electronics Youn Sun Nah vocals Gary Husband drums Jürgen Attig electric fretless bass NDR Bigband conducted by Jörg Achim Keller NDR Bigband: Conductor: Jörg Achim Keller Trumpets: Thorsten Benkenstein, Benny Brown, Ingolf Burkhardt, Claus Stötter (solo on 12) & Reiner Winterschladen Saxophones / reeds: Fiete Felsch (alto & flute / solo on 11), Peter Bolte (alto & flute), Christof Lauer (tenor & soprano / solo on 4), Lutz Büchner (tenor & soprano / solo on 14), Sebastian Gille (tenor & soprano), Marcus Bartelt (baritone & bass clarinet) Trombones: Dan Gottshall, Klaus Heidenreich, Stefan Lottermann, Ingo Lahme (tuba & bass trombone) Percussion: Marcio Doctor Piano & synths: Vladyslav Sendecki (solo on 8) „The Dark Side Of The Moon“, das 1973 erschienene Meisterwerk von Pink Floyd, ist mit über 50 Millionen verkauften Exemplaren eines der meistverkauften Rockalben aller Zeiten. Ein Monolith in der Musikgeschichte, ein Geniestreich. Es braucht schon einen besonders kreativen Kopf, einen Querdenker und Ausnahmemusiker, um dem Monumentalwerk neue Impulse zu verleihen – so jemanden wie Nguyên Lê. Der in Paris lebende Gitarrist vietnamesischer Herkunft hat bereits in der Vergangenheit mit “Purple – celebrating Jimi Hendrix” und seinen Interpretationen von Cream bis Led Zeppelin auf “Songs Of Freedom” eindrucksvoll bewiesen, wie er Material der Rockgeschichte in seinen musikalischen Kosmos überführen kann. Gemeinsam mit dem britischen Arrangeur Michael Gibbs hat Lê nun das legendäre Album für die NDR Bigband umgesetzt. Neben den beiden Fusion-Jazz-Experten Gary Husband am Schlagzeug und Jürgen Attig am E-Bass ist ein Gast zu hören, der dem Album besonderen Glanz verleiht: Youn Sun Nah! Sie hat mit betörender Rockstimme so überraschend wie einnehmend die Vokalparts eingesungen. Die Variabilität und das Ausdrucksspektrum ihrer Stimme beeindruckt. Was immer sie auch singt, sie verzaubert: Youn Sun Nah versprüht pure Magie. Und so ist „celebrating the Dark Side Of The Moon“ keine bloße Hommage, es ist eine Neuerschaffung des Rockklassikers, eine Wiedergeburt im Bigband-Jazzgewand. „Natürlich habe ich damals als Teenager auch Pink Floyd gehört", erzählt Nguyên Lê. „Ich war ein Progressive-Rock-Fan: Das war Musik voll Fantasie, Science-Fiction, ein bisschen psychedelisch, andere Welten eben. Und da ich es liebe, musikalische Welten zu entdecken und zwischen den Kulturen und Stilen zu wandeln, war eine Interpretation von 'The Dark Side Of The Moon' mit meinen eigenen künstlerischen Mitteln ganz natürlich für mich." Auf „celebrating The Dark Side Of The Moon“ mischt Nguyên Lê die unterschiedlichsten Musikfarben zusammen. Aus Modern Jazz, Big-Band-Sound, Weltmusik und der nötigen Rock-Attitude entsteht eine farbenreiche in den verschiedensten Facetten schimmernde Sichtweise auf das Original mit Liebe zum Detail. Typisch Nguyên Lê eben, denn „so wie er spielt niemand Gitarre“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) und so wie er denkt niemand Musik. Wie auch Michael Gibbs feststellt: "Er überträgt 'Dark Side ...' in seinen eigenen Sound. Er mischt seine asiatischen Klangfarben rein, seine Liebe für afrikanische Rhythmen und ein paar neue Harmonien. Schon lange wollte ich mal mit ihm arbeiten." Trotz der Filigranität mit überraschenden harmonischen Wendungen, dem instrumentalen Farbenreichtum und den unerhörten Klangtexturen hat Michael Gibbs in seinen Orchestrierungen die für Pink Floyd typische Kraft und überwältigende Dynamik des Originals erhalten. Er ist ein Experte darin, wenn es heißt die Grenzen des Jazz zu überschreiten: Manfred Mann, Joni Mitchell, John McLaughlin, Whitney Houston und Peter Gabriel schätzen seinen Einfallsreichtum und die Kreativität seiner Orchestrierungen. Im Kontext der NDR Bigband fühlt sich Nguyên Lê pudelwohl: „Bigbands waren immer wichtig für mich. So lernte man in Frankreich meinen Namen, als ich 1987 im Orchestre National du Jazz war. Als einziger Gitarrist in so einer Band kann ich natürlich auch sehr laut spielen, aber das geht ja nicht immer. Die NDR Bigband ist da sehr dynamisch. Ich liebe diesen Sound." Nguyên Lê rockt, wo es rocken muss und begibt sich auf Klangreisen wo ihm Gibbs Arrangements den nötigen Freiraum gewähren. Vom ersten bis zum letzten Ton baut die NDR Bigband eine spannungsgeladene, emotionalisierende Intensität auf, der man sich nicht entziehen kann. Inspirierte Improvisationen ihrer Solisten setzen immer wieder Akzente. Wie Nguyên Lê das Pink Floyd-Album in seine eigene Welt holt, hat (im wahrsten Sinne des Wortes) großes Format. Die dunkle Seite des Mondes beginnt zu strahlen.Credits:Produced by Nguyên Lê Executive Producers: Axel Dürr & Stefan Gerdes All arrangements by Nguyên Lê, except 04, 14 & 15 by Michael Gibbs Orchestrations by Michael Gibbs Recorded at NDR Bigband studio by Michael Ploetz and Wolfgang Dierks (audio technician), Hamburg, from December 2 - 6, 2013 Youn Sun Nah recorded by Nguyên Lê Recording Producer: Walter Quintus Produced and mixed by Nguyên Lê at Louxor studios, Paris Barbès, March & April 2014 Mastered by Bruno Gruel at Elektra Mastering, France The Art in Music: Cover art: “Blue Valentine” (detail, 2009) by Martin Noël (1956 - 2010), by permission of Margarete Noël

17,50 €*
Magic Moments 7 "Sounds of Surprise"
Various Artists - Magic Moments 7 - Sound of SurpriseCD / digitalMagic Moments: 16 Titel, über 50 Mitwirkende, 70 Minuten bestes Jazz-Infotainment durch das aktuelle ACT-Angebot. Kontinuität. Vertrauen und Visionen. Nachhaltigkeit und Zusammenhalt. Talente entdecken und reifen lassen. Den Nachwuchs fördern. Erfolgskomponenten und zentrale Bestandteile der ACT-Philosophie, die unsere Arbeit seit nunmehr 22 Jahren leiten: Wir feiern in diesem Jahr die seit 20 Jahren andauernde erfolgreiche Partnerschaft mit Nils Landgren. Wir gratulieren aufstrebenden Künstlern wie Vincent Peirani und Emile Parisien, die mit dem „Victoire du Jazz“ jeweils zum Künstler des Jahres in Frankreich gewählt wurden. Wir freuen uns über die großartige Entwicklung von Michael Wollny zum deutschen Jazzmusiker der Stunde, der der Young German Jazz-Reihe entstammt und die auch weiterhin Talentschmiede für verheißungsvolle Künstlerpersönlichkeiten, wie aktuell der Sänger Tobias Christl, sein soll. Dass nun auch etablierte Jazzgrößen wie Manu Katché, den wir als Neuzugang herzlich in unserer ACT-Family begrüßen, auf unsere Arbeit aufmerksam werden, ehrt uns. Trotzdem bleiben wir uns treu, vor allem die Stars von morgen zu finden.

9,90 €*
Silent Ways
Cæcilie Norby - Silent WaysCD / digital Cæcilie Norby vocals Lars Danielsson cello, bass, acoustic guitars, tambourine Leszek Możdżer piano Nguyên Lê electric guitars, electronics Robert Mehmet Ikiz drums & percussionEs ist noch nicht ewig her, als die Fronten zwischen Klassik, Pop und Jazz noch recht verhärtet waren. Speziell im europäischen Bürgertum gab es selten ein Zurück, wenn ein Weg einmal vorgezeichnet schien. Und so schwebte auch die 14-jährige Dänin Caecilie Norby – ihre Mutter war Opernsängerin, ihr Vater Komponist - ganz in der Welt der Klassik - bis auf einer Schulparty ihre klar strukturierte Welt aus den Fugen geriet. Musik von Creedance Clearwater Revival dröhnte da aus den Boxen, etwas, was sie völlig faszinierte: „Bis dahin hatte Mozart meine innere Prinzessin verhext, aber nun war mir schlagartig klar, dass das dieselbe Sache war, nur in anderer Verpackung“, erinnert sie sich. „Mein jugendliches, unschuldiges, kultiviertes Universum, das ausschließlich aus klassischer Musik bestand, hatte sich für immer verändert. Dylan sang leicht daneben, Fogerty spielte dieselben vier Akkorde sehr laut immer wieder und wieder – und doch funktionierte es: Ich war gefesselt von der melancholischen Atmosphäre dieses melodischen Soul-Rocks.“ Seither hat Norby nur noch auf ihr Herz gehört und die musikalische Qualität von Melodien frei von Genre-Denken beurteilt. So wurde sie mit ihrer Funk-Jazzband „Frontline“ und dem Pop-Duo „One Two“ an der Seite von Nina Forsberg erst in ihrer Heimat ein Star, bevor ihr Brückenschlag zwischen den Genres international Furore machte: Als erste Skandinavierin wurde sie von Blue Note unter Vertrag genommen. Ein Weg zwischen den Welten, den auch ihr ACT-Debüt „Arabesque“ (9723-2) vor zwei Jahren definierte: Zu Vorlagen aus der Klassik, von Rimski-Korsakow und Ravel bis zu Michel Legrand schrieb sie eigene Texte und transportierte sie – mithilfe ihres Ehemannes Lars Danielsson und ihrer Band – in den Jazz. Nun, mit ihrem zweiten ACT-Album „Silent Ways“ geht sie gewissermaßen den umgekehrten Weg. Sie suchte sich ein Dutzend ihrer Lieblings-Singer/Songwriter-Melodien aus – darunter auch das von ihr und Lars Danielsson selbst stammende „Hymnen“ -, um sie sozusagen mit Klassik und Jazz aufzuladen. Klassisch ist die vom Albumtitel angedeutete fast kammermusikalische, ruhige Form, ebenso wie der emotionale Ausdruck ihrer Interpretationen - man höre nur ihre meditativen, ja fast spirituellen Versionen der Leonard-Cohen-Songs „Winter Lady“ und „In My Secret Life“. Der jazzige Ansatz liegt in der Stimmtechnik, im Arrangement und natürlich im gemeinsamen Improvisieren der handverlesenen, prominent besetzten Band. „Als Ausgangspunkt der Aufnahmesitzungen gaben wir vor, dass alle Musiker ihre eigene Geschichte auf den Tisch legen“, berichtet Norby. Und wie sie das taten! Stargitarrist Nguyên Lê zieht, besonders markant auf „Like A Rolling Stone“, seine unverwechselbaren, asiatisch gefärbten Linien. Leszek Możdżer steuert, am auffälligsten bei „Black Hole Sun“, die wirbelnde Rhythmik und melodramatischen Harmonien der osteuropäischen Musiktradition bei. Der Schlagzeuger und Perkussionist Robert Mehmet Ikiz bringt die Polyrhythmik seiner türkischen Abstammung wie den nordischen Groove seiner schwedischen Heimat ein. Lars Danielsson schließlich veredelt und besiegelt das Ganze mit seinen zauberhaft melodiösen Bass- und Cello-Linien. Eine kraftvoll, spannende, überzeugende Melange, ob nun bei Klassikern wie Bob Dylans „Like A Rolling Stone“, John Fogertys „Have You Ever Seen The Rain“ oder Paul Simons „Hearts And Bones“, bei Erdigem wie Barrett Strongs „Papa Was A Rolling Stone“, ursprünglich Sperrigem wie Tom Waits‘ „Diamonds And Gold“, bei der Indie-Rock-Hymne „Hurt“ von Nine Inch Nails-Genius Trent Reznor oder eben dem loungigen, von Wolfgang Haffner komponierten Titeltrack „Silent Ways“, dem Norby einen ihrer großartigen Texte spendierte. Es ist, wofür die Sängerin Caecilie Norby wie kaum eine andere steht und wie sie es selbst am besten definiert, „der Sound des neuen intereuropäischen Jazz“.  Credits: Produced by Lars Danielsson & Cæcilie Norby Executive Producer: Siggi Loch Recorded at Copenhagen Piano Studio, Denmark by Freddy Albrektsen & Christian Alex Petersen Assistant Engineer: Julian Barfoed Mixed at Copenhagen Piano Studio by Freddy Albrektsen Mastered at Tia Dia Studios, Mölnlycke, Sweden by Bo Savik

17,50 €*
The ACT Jubilee Concert
Der Live-Mitschnitt des umjubelten Konzerts in der Laeiszhalle Hamburg: „Eine weltklasse Session“ (Die Bunte) zum 20sten Label-Geburtstag: „mit bollernden Tutti, verschiedenen Trios und Quartetten. großes Programm, großer Applaus“ (Die Welt)

18,00 €*
Urban Folk Tales
"Ein Erdbeben in der Bigband-Klanglandschaft.“ (laut.de) Die Jazz Bigband Graz hat einen unverkennbaren Gruppenklang mit hohem Elektro-Anteil und Drum’n’Bass-Ästhetik. In sechs vielschichtigen Stücken entsteht auf Urban Folktales ein Gesamtkunstwerk, das an konzeptioneller Klarheit wie stilistischer Vielfalt im Bereich orchestraler Jazz international eine Benchmark setzt.

17,50 €*
Songs Of Freedom
Nguyên Lê interpretiert Klassiker von Marley, Zeppelin, Joplin & Co. neu und verbindet Jazz, Rock & Weltmusik zu einer modernen, globalen Klangwelt.

17,50 €*
Way Of Life
Bonacinas Power Trio, erweitert um Special Guest Nguyên Lê, präsentiert ein mitreißend-grooviges Gemisch aus Modern Jazz, Rock und Fusion.

17,50 €*
Signature Edition 1
Nguyên Lê’s Signature Edition, mit 24 Tracks seines besten Werks, die seine einzigartige musikalische Reise von 1989 bis 2009 zeigen.

9,90 €*
Saiyuki
Nguyên Lê, Mieko Miyazaki und Prabhu Edouard erschaffen magische Klanglandschaften, die vietnamesische, indische und japanische Einflüsse vereinen.

17,50 €*
Blauklang
Ein musikalisches Fest in Blau: Vince Mendoza dirigiert ein herausragendes Ensemble aus Jazz und Klassik.

17,50 €*

Konzerte