„Diese Stimme hat eine eigene Geschichte zu erzählen“, schreibt Die ZEIT über Natalia Mateo.
Und die FAZ hört „Jazzblüten mit tiefen Wurzeln": Die Sängerin ist eine Wanderin zwischen den Welten - musikalisch und im Leben.
Geboren in Polen, aufgewachsen in Österreich und jetzt in Deutschland lebend hat sie die unterschiedlichsten Eindrücke und Kulturen in sich aufgesogen und verarbeitet: Mateo schöpft aus der slawischen Liedtradition, aus amerikanischem Jazz und dem Singer Songwritertum von Joni Mitchell bis Amy Mac-Donald sowie der zeitgenössischen Pop- und Rockmusik.
Das Jazzpodium schreibt über die Sängerin: „Mateos Stimme besitzt etwas Kristallines, etwas melancholisch Sprödes. Sie klingt verletzlich – aber nicht verletzt. Selbstbewusst, ohne auch nur den Ansatz eines elitären Anspruchs.“
Various Artists - Fahrt ins Blaue III - dreamin in the spirit of jazzCD / digital
Esbjörn Svensson E.S.T. Symphony Youn Sun Nah, Ulf Wakenius & Lars Danielsson Wolfgang Haffner Quartet feat. Dusko Goykovich Nils Landgren Quartet Paolo Fresu, Richard Galliano &Jan Lundgren Julian & Roman Wasserfuhr, Tim Lefebvre & Nate Wood Viktoria Tolstoy Cæcilie Norby & Lars Danielsson Matthieu Saglio &Vincent Peirani Ulf Wakenius Norah Jones, Joel Harrison & David Binney Jan Lundgren Quartet Michael Wollny & Vincent Peirani Natalia Mateo Jens Thomas & Christof Lauer
Tagträume und Gutenachtgeschichten in the Spirit of Jazz
„There's a place for us, somewhere a place for us. Peace and quiet and open air wait for us. Somewhere…“, Worte aus Leonard Bernsteins West Side Story-Klassiker dienen der „Fahrt ins Blaue III - dreamin’ in the spirit of jazz“ als Leitmo-tiv: Erhebende Musik als Zufluchtsort für Geist und Seele, Alltagsintermezzo und Kraftquelle. Abschalten heißt ein-schalten: Ruhig, intim, manchmal fast meditativ fließen die 16 Stücke der Zusammenstellung dahin und lassen den Hörer in ganz unterschiedliche musikalische Traumwelten ent-schwinden… Die Zeit scheint still zu stehen, wenn Esbjörn Svenssons erste Klaviernoten erklingen. „Ajar“ und das anschließende „e.s.t. Prelude“ bereiten den Nährboden für den sich über 67 Minuten eröffnenden Klangkosmos. Behutsam erwächst daraus Youn Sun Nahs bittersüßes „Lento“, das auf der Musik des russischen Komponisten Alexander Skrjabin basiert. Nahtlos gefolgt vom melancholischen Jazz-Standard „Autumn Leaves“ in der Interpretation von Wolfgang Haffners „Kind of Cool“-Ensemble. Dann gibt sich Sänger und Posaunist Nils Landgren die Ehre mit dem sanft vorgetragenem und schwerelos im Raum zirkulierenden „Somewhere“. Voller Poesie und Originalität zeigen sich auch Paolo Fresu, Richard Galliano und Jan Lundgren im Mare Nostrum-Trio. Der schwedische Pianist Lundgren steuert mit seinem eigenen Quartett und „No. 9“ eine weitere ohrwurmverdächtige Ballade bei, die den finnischen Saxofonisten Jukka Perko featured. Auf der „Fahrt ins Blaue III“ treffen sich Michael Wollny und Vincent Peirani zum deutsch-französischen Rendezvous. Bei „The Kiss“ bilden die zwei Feingeister ein musikalisches Tan-dem par excellence. Mit dem Cellisten Matthieu Saglio geht Akkordeonist Peirani eine weitere Liaison ein: Auf „Bolero triste“ wird mediterrane Folklore in die Freiheit des Jazz entlassen. Mit ihrer entspannt groovenden Jazz-Ballade „Carlo“ versetzen uns die Gebrüder Wasserfuhr gedanklich an die Brooklyn Bridge New Yorks mit schweifendem Blick auf die schimmernde Skyline von Manhattan in der Abenddämmerung. Ruhe und Inspiration: Ein Mann und seiner Gitarre, Ulf Wakenius spielt Keith Jarretts „My Song“ und das Duo Caecilie Norby und Lars Danielsson präsentiert eine intime, ganz auf den Kern des Songs reduzierte Version von Leonard Cohens Hallelujah. Zwei andere Sängerinnen entführen uns in die Welt des Kinos: In ihrer polnischen Muttersprache interpre-tiert Natalia Mateo das aus Roman Polańskis gleichnamigen Film weltbekannte Wiegenlied „Rosemary’s Baby“. Und Vik-toria Tolstoy bedient sich mit ihrer Version von „Why Should I Care“ einer Songperle aus dem Clint Eastwood Film „True Crime“ .
Auch die unnachahmliche Norah Jones ist zu hören, an der Seite von Gitarrist Joel Harrison und Saxofonist David Binney. Den Country-Song-Klassiker „Tennessee Waltz“ nahm sie als Gast für ACT auf, der auf dem Album „Free Country“ zeit-gleich zu ihrem Welterfolg „Come Away With Me“ erschien. Mit melodischem Sentiment entlassen Jens Thomas und Christof Lauer an Klavier und Saxofon den Hörer schließlich wieder in die Stille. Der Epilog zeigt wie unter einem Brenn-glas die ästhetische Ausrichtung der „Fahrt ins Blaue III“: Traumhafte Musik von beeindruckender Intensität und Dichte.Credits:Mastered by Klaus Scheuermann
Natalia Mateo - De ProfundisCD / digital
Natalia Mateo vocals Sebastian Gille saxophone Simon Grote piano Dany Ahmad guitars Christopher Bolte e-bass Felix Barth double bass Fabian Ristau drums
Geheimnisvoll und tiefgründig
De Profundis, lateinisch: aus der Tiefe. Der Albumtitel signalisiert die Richtung, den roten Faden. Natalia Mateos hintergründige Songs lassen keine Zweifel an ihrer Entschlossenheit, eigene musikalische Wege zu gehen. Nachdenkliche Eigenkompositionen und individuelle Song-Adaptionen reflektieren ihre Geschichte zwischen Ost und West, die durch viele Ortswechsel, damit einhergehende Abschiede und Neustarts geprägt wurde.
Die Musik auf „De Profundis“ ist inspiriert von Mateos Zeit in ihrem Geburtsland Polen und der natürlichen Nähe zu slawischen Traditionen, von internationalen Einflüssen in ihrer Wahlheimat Berlin und von unkonventionellen Künstlerinnen aus Musik, Literatur und Kunst: An Freigeistern wie Björk, Joni Mitchell, Maya Angelou und Louise Bourgeois schätzt Mateo den unaufgeregten aber paradoxerweise vehementen Ausdruck sowie die Beharrlichkeit in der Kreativität und die erkennbare Tiefsinnigkeit der Inhalte. Couragiert und konsequent folgt auch Mateo als Sängerin, Komponistin und Bandleaderin ihrer Intuition und kreiert einen enorm starken Ausdruck. Facetten aus Jazz, polnischem Folk und Singer/Songwriter-Ästhetik verbindet sie zu einem schillernden Vexierspiel von ergreifender Intensität.
Auf „De Profundis“ bündeln sich Erfahrungen der letzten Jahre, die Mateo mit ihrer Band während ausgedehnter Tourneen sammeln konnte. Sie führen zu einer fokussierten Spielhaltung, deren pointierte Dynamik von feinen Nuancen bis zu kraftvollen Verdichtungen reicht. Mateo fesselt mit Intensität durch Zurückhaltung. Reduktion sowie gezielte Instrumentierung schaffen intime Nähe und einen unverwechselbaren Sound. Leise Passagen mit Gänsehaut-Atmosphäre kontrastieren mit überraschend energiegeladenen Aufschwüngen. Längst ist die 1983 geborene Künstlerin selbstbewusst genug, um bisweilen zu polarisieren.
Mit Gitarrist Dany Ahmad, Pianist Simon Grote, Bassist Christopher Bolte und dem Schlagzeuger Fabian Ristau bildet Mateo ein über viele Jahre eingespieltes Team. Songs und Arrangements entstehen oft im gemeinsamen Miteinander. Für das vielschichtige und expressive, auf abstrakte Art Zeitgeschehen spiegelnde „Eksplozja Paranoja“ zeichnet die komplette Band verantwortlich. Einen vergleichsweise leichtfüßigen Charakter besitzt die gemeinsam kreierte Musik zu William Blakes philosophischen Gedicht „Eternity“.
Bemerkenswert ist, wie perfekt Sebastian Gille sich in die Band einfügt. Seine variablen, einfühlsamen Modulationen auf dem Tenorsaxophon verstärken Stimmungen, sein charakteristischer, gezielt angerauter Ton bereichert den Sound der Band. Gewohnt flexibel wechselt Gitarrist Ahmad zwischen fließenden Pickings auf der akustischen und lautmalerisch-vehementen Einsätzen auf der E-Gitarre. Schlagzeuger und Perkussionist Fabian Ristau pausiert in einigen Balladen, setzt in anderen Songs groovende und markante Akzente. Die Rolle des Tieftöners teilen sich Christopher Bolte am elektrischen und Felix Barth am Kontrabass.
Verglichen mit ihrem weithin gelobten ACT-Debüt „Heart of Darkness“, für das sie 2016 mit dem ECHO Jazz Award als beste Nachwuchskünstlerin ausgezeichnet wurde, singt Natalia Mateo auf „De Profundis“ häufiger in ihrer Muttersprache Polnisch. Neben einem traditionellen Lied aus ihrer alten Heimat haben sich Mateo und ihre Band auch jüngere Stücke anderer Autoren angeeignet und interpretieren diese auf sehr eigene Art. Etwa Krzysztof Komedas Thema für Roman Polańskis Filmklassiker „Rosemary's Baby“ sowie Dolly Partons „I Will Always Love You“. Letzteres zeigt sich dank verschobenem Rhythmus und neuen Harmonien in ganz neuer Gestalt.
Ob Eigenkomposition oder Cover, melodisch-leise oder kantig-dynamisch, melancholisch gestimmt oder ungehalten: die Spannweite auf „De Profundis“ ist groß und jeder Titel offenbart stärker denn je Natalia Mateos eigenständiges Profil.Credits:
01, 04, 06, 07 & 10 arranged by Natalia Mateo & Band 09 arranged by Natalia Mateo Produced by the artists Recorded by Łukasz Olejarczyk at RecPublica Studios, Lubrza (Poland), October 20 - 24, 2016 Mixed and mastered by Klaus Scheuermann The Art in Music: Cover art by Uwe Kowski, Tisch 1, 2015 / ACT Art Collection, Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin
Various Artists - Magic Moments 8 "Sing Hallelujah"CD / digitalDie achte Ausgabe der beliebten Magic Moments-Reihe: 71 Minuten bestes Jazz-Infotainment durch das aktuelle Programm mit ACT-Stars, Newcomern und Geheimtipps. Unter dem Motto „Sing Hallelujah“ hat ACT-Inhaber und Produzent Siggi Loch 16 Titel zusammengestellt, die vor allem den Bogen vom Jazz zu Soul, Gospel und der afroamerikanischen Rootsmusik spannen. Einmal mehr präsentiert sich das Münchener Label hörbar anders, abseits der ausgetretenen Pfade „in the Spirit of Jazz“: Musik fernab eines festgelegten Stils. Mal mehr, mal weniger Jazz. Zwischen den Genres. Am Puls der Zeit und darüber hinaus.
Bei „Sing Hallelujah“ stehen die Gesangskünstler von ACT im Rampenlicht: Die kürzlich verstorbene Soul-Blues Legende Mighty Sam McClain eröffnet Magic Moments 8 mit dem norwegischen Gitarristen Knut Reiersrud. Letzterer ist auf einem weiteren Titel zu hören, gemeinsam mit der Sängerin Solveig Slettahjell und dem Trio „In The Country“. Auf „Borrowed“ Time, aus dem Album „Trail of Souls“, verlinkt das Ensemble die amerikanische Gospel- & Spiritual-Tradition mit der norwegischen Klangästhetik.
Torsten Goods interpretiert das Titelstück aus der Feder von Mike Settle in seiner lässig-coolen Art mit Starbesetzung: Roberto Di Gioia, Tim Lefebvre und Wolfgang Haffner. Ida Sand ist mit einer Hommage an Neil Young vertreten. Natalia Mateos Stimme hat „eine ganz eigene Geschichte zu erzählen“ (Die Zeit). In einer ungewöhnlichen Version interpretiert sie „I Put A Spell On You“, den wohl bekanntesten Hit des US-amerikanischen Blues-Sängers Screamin' Jay Hawkins. Und die Norwegerin Randi Tytingvåg betont auf „Steady-going“ ihre Singer-Songwriter-Qualitäten und bedient sich der amerikanischen Folk- & Country-Roots. Schlagzeuger Wolfgang Haffner hat für „Piano Man“ sein „Kind of Cool“-Ensemble um den stimmgewaltigen Soulman Max Mutzke erweitert.
Unterschiedlichste Instrumentalnummern runden Magic Moments 8 ab: Dieter Ilg interpretiert mit seinem Trio Beethoven. Iiro Rantala spielt John Lennons „Imagine“ solo am Klavier und der Saxofonist Rudresh Mahanthappa, 3-facher DownBeat Critic‘s Poll Gewinner 2015, ehrt mit „Bird Calls“ den großen Charlie Parker. „High Noon in Kreuzberg“ heißt es bei dem finnischen, in Berlin lebenden Gitarristen Kalle Kalima, wenn er im Trio den Western-Klassiker „Ghost Riders In The Sky“ von Stan Jones zum Besten gibt. Mit dem Pianisten Frank Woeste ist ein weiteres neues ACT-Gesicht vertreten. In seiner Wahlheimat Frankreich ist der gebürtige Hannoveraner längst eine feste Größe und spielt dort mit Ibrahim Maalouf sowie mit Youn Sun Nah, die ihn bei „Star Gazer“ mit ihrem unnachahmlichen Gesang unterstützt.
„If music be the food of love, play on“ heißt es in Shakespeares Komödie „Was ihr wollt“. Um die Wörtchen „and life“ möchte man das Zitat erweitern, das als Credo für die Arbeit von ACT stehen kann. Seit nunmehr 23 Jahren liefern Siggi Loch und sein Team mit Leidenschaft und Qualitätsbewusstsein musikalischen Nährstoff. Musik für offene Ohren, für den Geist, für das Herz, die Seele und für alle, die gute Musik lieben – wie die Werkschau auf „Magic Moments 8“ beweist.Credits:
Compilation by Siggi Loch Mastered by Klaus Scheuermann
Natalia Mateo - Heart of DarknessCD / digital
Natalia Mateo vocals Gregor Lener trumpet & effects Simon Grote piano Dany Ahmad guitars Christopher Bolte bass Fabian Ristau drums & percussion„Diese Stimme hat eine eigene Geschichte zu erzählen.“ (Die Zeit)
Sie ist eine der neuen Stimmen im zeitgenössischen Jazz: Natalia Mateo. Eine, die ihren eigenen Weg geht, unangepasst, aber doch nahbar und weit weg von den klischeehaften Vorstellungen über Jazzsängerinnen. Ein junges Original mit ganz eigener Geschichte, das offen und vorurteilsfrei durch die musikalische Welt geht:
„Jazzblüten mit tiefen Wurzeln“, so fasste die FAZ kürzlich einen Konzertauftritt von Mateo zusammen. Die 31-jährige Sängerin ist eine Wanderin zwischen den Welten, musikalisch und im Leben. Geboren in Warschau als Tochter eines klassischen Sängers, aufgewachsen in Österreich und jetzt in Deutschland lebend hat sie die unterschiedlichsten Eindrücke und Kulturen in sich aufgesogen und verarbeitet. Mateo hat ihren eigenen musikalischen Wohlfühlort gefunden. Dieser klingt überraschend selbstverständlich und überaus spannend: Sie schöpft aus der slawischen Liedtradition, aus amerikanischem Jazz und dem Singer-Songwritertum von Joni Mitchell bis Amy Macdonald sowie der zeitgenössischen Pop- und Rockmusik. Selbstgeschriebene Stücke mit englischen und auch polnischen Texten überführt sie in eine zeitgemäße Ästhetik. Zudem hat sich Mateo einige internationale Songs angeeignet, die ihr am Herzen liegen. All das kleidet die Band in individuelle Arrangements, die konventionelle Fusion entschieden hinter sich lassen.
Mateos klangvolle west-östliche Vereinigung ist nicht ausgedacht, sondern reflektiert ihre persönliche Geschichte. Ihre Musik ist ein Spiegelbild der eigenen Biografie. Sie ist wie eine un-philosophisch vorgetragene Weltanschauung, ein im besten Sinne leidenschaftlich-sinnlicher Ausdruck der Versöhnung all der Zerrissenheiten, die einem Menschen eine ehrlich erlebte, globale Welt beschert. Sie ist ein sehr persönliches Liebesbekenntnis an die Tradition und die Moderne, an die Vertrautheit und das ständig in den Köpfen und Herzen pulsierende Fernweh, an die Schönheit der Gebundenheit, tiefster Zwischenmenschlichkeit und der gleichzeitig gelebten Unabhängigkeit. In Mateos Musik „steckt das geheimnisvolle Andere, das einen in den Bann zieht", fasst die Jazzthetik treffend zusammen.
„Heart of Darkness“ ist inspiriert durch die gleichnamige Erzählung des polnischen Schriftstellers Joseph Conrad, ein Literaturklassiger aus dem 19. Jahrhundert. „Hier geht es um einen Aufprall von Kulturen, um Fremdheit und die Abgründe des Herzens. Ich finde die Anspielung toll, denn meine Musik erzählt viel davon“, erklärt Mateo. Hört man zum Beispiel ihre herzergreifende Version des von Billie Holiday bekannt gewordenen Anti-Rassismus-Lamentos „Strange Fruit“, das im politischen Spiegel der Jetztzeit auch heute noch aktuell erscheint, oder Mateos Interpretation von Lou Reeds Außenseitersong „Walk On The Wild Side“, werden die Parallelen schnell deutlich. Ihre intensivsten Momente hat Mateo vielleicht, wenn sie in ihrer Muttersprache singt und ihre slawischen Wurzeln sprießen lässt, „wenn im dunklen Brodeln der Musik deutlich wird, dass diese Stimme eine eigene Geschichte zu erzählen hat“. (Die Zeit)
2013 traf Mateo am Institut für Musik der Hochschule Osnabrück auf ihre Mitstreiter, die sie zu einer wahren Working Band zusammenschweißte. Da ist der erhaben schwebenden Trompetenton von Gregor Lener, das ergreifend-sensible Klavierspiel von Simon Grote wie z.B. bei „Strange Fruit“, Dany Ahmads flexible und rhythmisch ausgefuchste Gitarre, das von ungeraden Metren und Breakbeats beflügelte Schlagzeugspiel Fabian Ristaus und der zupackende Bass von Christopher Bolte, welches deutlich macht, dass sich hier Persönlichkeiten an ihren Instrumenten einbringen, die wichtige Puzzlesteine für die Musik liefern. Der energetisch dichte Bandsound entspringt aus dem Gemeinsamen, aus dem Zusammentreffen begeisterter junger Musiker, die nicht abgebrüht, sondern frisch und leidenschaftlich spielen. Auf zwei Stücken stößt ein besonderer Gast hinzu, Mateos neuer ACT-Kollege Tobias Christl. Beide lernten sich auf einem Workshop kennen, den der Berliner Sänger leitete. Auch er ist wie Mateo „einer der außergewöhnlichsten Musiker des deutschen Jazz“ (Der Freitag) mit einer „alle Genres überschreitenden Musikvision“ (Süddeutsche Zeitung).
Die Jazzpodium schreibt über Natalia Mateo: „Ihre Stimme besitzt etwas Kristallines, etwas melancholisch Sprödes. Sie klingt verletzlich – aber nicht verletzt. Selbstbewusst, ohne auch nur den Ansatz eines elitären Anspruchs.“ „Mit „Heart of Darkness“ macht diese nun „einen Schritt in Richtung Scheinwerferlicht“ (Die Zeit).
Credits:
Produced by the artists Executive Producer: Marco Ostrowski Recorded by Markus Braun at Fattoria Musica, Osnabrück, September 12 - 14, 2014 Mixed and mastered by Klaus Scheuermann