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Knut Reiersrud

Der vielseitige noewegische Gitarrist und Komponist ist für seine genreübergreifende Musik bekannt. Er verbindet Blues, Rock, und traditionelle norwegische Musik mit Einflüssen aus der Weltmusik, was ihm international Anerkennung eingebracht hat. Reiersrud hat mit Größen wie David Lindley, Bugge Wesseltoft und Iver Kleive zusammengearbeitet und viele beeindruckende Soloalben und Kollaborationen veröffentlicht. Sein Gitarrenspiel zeichnet sich durch seine technische Brillanz und emotionale Tiefe aus, was ihn zu einem gefragten Musiker in der europäischen Musikszene macht. Mit seinem einzigartigen Stil überschreitet Reiersrud die Grenzen verschiedener Musikrichtungen und gilt als einer der innovativsten Gitarristen Norwegens.

Veröffentlichungen

Fahrt ins Blaue II - groovin' in the spirit of jazz
Various Artists - Fahrt ins Blaue II - groovi´n in the spirit of jazzCD / Vinyl / digitalVarious ArtistsTurn up the volume!Bot die erste „Fahrt ins Blaue“ noch hochklassige Sundowner-Songs und relaxte Seelenbaumler mit Niveau, ist „Fahrt ins Blaue II - groovin' in the spirit of jazz“ der Soundtrack für die Eröffnung der Tanzfläche. Mit funky Jazz, gritty Blues und ganz viel Soul ist die Compilation ein anregendes Warm-Up für die beginnende Party-Nacht.Die Sonne ist hinter dem Horizont verschwunden und der DJ schiebt die Regler rauf: Die tighten Bläser der WDR Big Band leiten in die „Fahrt ins Blaue“ ein, mit einem Klassiker der Art Blakey Jazz Messenger: „Moanin’“. Torsten Goods übernimmt mit dem U2-Cover „When Love Comes To Town“, das mit seinen Disco-Basslines und Wolfgang Haffners „in the pocket“-Groove jedem Stehempfang Goodbye sagt. Die Schwedin Ida Sand übernimmt hier den Part von B.B. King. Zusammen mit Raul Midón singt sie später ein weiteres Duett – „He Ain’t Heavy, He´s My Brother“.Viktoria Tolstoy erinnert mit ihrer Interpretation von „Paradise“ aus dem 1982 erschienenen Album „Lite Me Up!“ an die Disco/Pop-Phase von Herbie Hancock. Dann legen Joe Sample und Nils Landgren los. Die 2014 verstorbene US-Legende am Fender Rhodes und Mr. Redhorn haben nichts für Hollywood übrig, dafür umso mehr für heavy Grooves, wenn sie ohne Schnörkel und Brimborium „Don’t Take My Love To Hollywood“ down-to-earth aufs Parkett nageln. Nahtlos gefolgt von einem ACT-Klassiker aus dem Jahre 1997: „Joshua“ von Bernard Purdies „Soul To Jazz“ ist purer Gospel-Funk!Magnus Lindgrens „Penny Blue” entstand ganze 20 Jahre später. Der jüngste Track auf „Fahrt ins Blaue II“ ist feinster Souljazz, made in Stockholm. Dann wird es Zeit für waschechten Südstaaten-Soul mit ganz viel Louisiana-Feeling: „I Wish I Had A Girl Like You“ des 2015 verstorbenen Mighty Sam McClain. Youn Sun Nah zeigt sich ganz ungewohnt von ihrer tanzbaren Seite mit dem Paul Simon-Cover „She Moves On“, begleitet vom US-Gitarristen Marc Ribot. Es folgt eine kurze Verschnaufpause: Solveig Slettahjells „Holy Joe“ bringt eine sanft-bluesige Note ein und Muriel Zoe singt Steely Dan’s „Rikki Don’t Lose That Number“ mit relaxtem Country-Einschlag. Ehe Nils Landgren mit der kompletten Funk Unit abrockt. Unterstützt durch die WDR Big Band bläst Randy Brecker anschließend am Flügelhorn mit Lee Morgans Sou-Jazz-Hit „The Sidewinder“ zum großen Finale. Das DJ-Set scheint beendet, doch es folgt der Ruf nach einer Zugabe: Pete Yorks fetter Orgel-Funk füllt ein allerletztes Mal den Dancefloor. „Fahrt ins Blaue II“, das sind 14 sonnendurchflutete Tracks zum Grooven und Cruisen, zum Gutfühlen, Mitwippen und Abgehen. Musik, die packt und in die Beine geht. Der Sommer kann beginnen. Credits:Compiled by Marco Ostrowski Cover art by Rupprecht Geiger Mastered by Klaus Scheuermann

Ab 12,90 €*
Jazz at Berlin Philharmonic VI: Celtic Roots
Jazz at Berlin Philharmonic - Jazz at Berlin Philharmonic VI: Celtic RootsCD / digital Knut Reiersrud guitars, Weissenborn lap steel & harmonica Ale Möller mandola, trumpet, shawm (“skalmeja”), overtone flutes, hammered dulcimer & harmonium Fraser Fifield soprano sax, low whistle & Scottish border pipes Tuva Syvertsen vocals, Hardanger fiddle & harmonium Aly Bain fiddle Eric Bibb vocals & guitar Olle Linder percussion & double bass Keltische Stilkreuzung Von Anfang an hat sich die von ACT-Inhaber Siggi Loch erfundene und kuratierte Reihe „Jazz at Berlin Philharmonic“ zum Ziel gesetzt, die Entwicklung vor allem des europäischen Jazz in den vergangenen Jahren zu spiegeln. Jedes Konzert führt dabei Musiker in neuen Konstellationen zusammen, die sich einem Motto widmen – was immer einen besonderen, einmaligen Abend ergibt. Dass aus dem Wagnis inzwischen „ein Erfolgsformat geworden ist, das einem Sternstunden beschert“, wie der RBB befand, bezeugen nicht nur viele ähnlich euphorische Pressestimmen, sondern auch die stets ausverkauften Konzerte. Und ein weiterer Beleg ist die sechste CD, die diese Reihe dokumentiert: „Celtic Roots“. Die Suche nach den Spuren, die die keltische Musik auf ihrem Weg über die europäische Musik in den Jazz hinterlassen hat, ist das Thema des Abends. Hat sich doch nicht erst mit dem Aufkommen der Ethno- und Weltmusik ein enormes Spektrum moderner keltischer Musik ergeben. Schon lange vor dem „folkloristic turn“ wurde der Jazz von keltischer Musik beeinflusst: Nach den Auswanderungswellen aus Irland und Schottland im 19. Jahrhundert fanden ihre Elemente Eingang in die Entstehungsgeschichte des amerikanischen Country und Blues, vor allem in den amerikanischen Südstaaten, später aber auch in New York. Auf diese Fährten begaben sich bei „Jazz at Berlin Philharmonic“ mehrheitlich Musiker, die sich eher nicht dem Jazz zurechnen. Dass „Celtic Roots“ unter der Federführung skandinavischer Musiker das Licht der Welt erblickte, ist kein Zufall. Gehört doch die (Wieder-)Entdeckung und Verarbeitung erst der eigenen, dann anderer Volksmusik zur DNA ihrer jüngeren Musikgeschichte. So auch beim norwegischen Gitarristen Knut Reiersrud, dem die künstlerische Leitung oblag. Seit ihn seine Helden Buddy Guy und Muddy Waters mit 18 persönlich nach Chicago einluden, reist er als Bluesgitarrist von Weltrang, aber mit offenem Blick für alle Arten der Musik, durch die Welt. Dabei hat er nicht nur zehn Saiteninstrumente von der Mandoline bis zur Oud erlernt, er hat auch die Musik seiner Stationen von Indien, Nepal oder dem Iran bis nach Afrika in seinen eigenen Mix aus norwegischer Volksmusik und klassischem Delta Blues importiert. Seine Neugier und stilistische Offenheit wurde nun zum Leitpfad für seine Begleiter bei „Celtic Roots“. Da ist zunächst der schwedische Multiinstrumentalist Ale Möller, der nach Ausflügen in die griechische und andere Weltmusik heute als einer der besten Interpreten schwedischer Volksmusik gilt. Seit Jahren in einem Trio mit Ale Möller und schon deswegen eine logische Besetzung für „Celtic Roots“ ist der schottische Fiddle-Spieler Aly Bain. Als Saxofonist nahezu zwangsläufig der einzige „richtige“ Jazzer des Abends ist der Schotte Fraser Fifield. Er ist aber nicht nur Holzbläser, sondern auch ein Piper, wie in Schottland nicht nur Flötisten oder Sackpfeifenspieler, sondern vor allem Dudelsack-Bläser heißen. Diese Kombination aus nationaler Spezialität und universeller Klangsprache hat Fifield zu einem Solitär gemacht, der in der Folkwelt ebenso zu Hause ist wie bei Jazzfestivals und in den Clubs und Konzertsälen von New York über Buenos Aires bis Mumbai. Solche Reiseziele kennt auch der Singer/Songwriter und Bluesgitarrist Eric Bibb, der vielleicht bekannteste Name dieses „Jazz at Berlin Philharmonic“-Abends. Der Neffe des weltberühmten Jazzpianisten John Lewis ist ein Grammy-nominierter Vertreter des klassischen akustischen, von Gospel, Rhythm & Blues und Soul gespeisten und mit einem eigenen Fingerpicking-Style interpretierten US-Blues - zugleich aber auch Teil des Aufbruchs der schwedischen Weltmusikszene, lebt er doch schon seit vielen Jahren in Stockholm. Eine tragende Rolle bei „Celtic Roots“ kommt auch dem Schweden Olle Linder zu. Ebenfalls ein Multiinstrumentalist ist er hier als Schlagzeuger und Perkussionist der Taktgeber des Abends. Last, but not least darf auch eine weibliche Stimme nicht fehlen. Trotz ihrer erst 33 Jahren ist die Sängerin und Multiinstrumentalistin Tuva Syvertsen bereits ein etabliertes Mitglied der norwegischen Folkszene, wohl am bekanntesten als Frontfrau der „Valkyrian Allstars“. Hört man, wie diese illustre Schar von Ausnahmemusikern, die von Fraser Fifields „Psalm“ am Dudelsack hymnisch eingeführte Tradition Stück für Stück mit Innovation verbinden, wie „Willie Murray’s Reel“ vor allem durch verschiedenste Gitarrensounds eine völlig neue Gestalt gewinnt, wie ein „Lament For The Children“ zu einem vielschichtigen und wechselvollen Improvisationsstück wird, oder wie sich der alte Standard „St. James Infirmary“ durch einen echt keltischen Schlussteil mit völlig neuer Kraft auflädt, dann überträgt sich die Begeisterung des Berliner Publikums sofort auf den Hörer der CD. Und man spürt augenblicklich, dass das Kalkül bei diesem „Jazz at Berlin Philharmonic“ wieder aufgegangen ist: Dass auch die „Celtic Roots“ vom Jazz Spirit der musikalischen Freiheit und des Miteinander-Musizierens durchdrungen sind. Credits: Curated, produced by Siggi Loch Recorded live in concert at the Berlin Philharmonie, March 8, 2016 Recorded, mixed and mastered by Klaus Scheuermann Presented by Stiftung Berliner Philharmoniker

17,50 €*
Trail of Souls (with Knut Reiersrud & In The Country)
Solveig Slettahjell - Trail of SoulCD / Vinyl / digital Solveig Slettahjell vocals Knut Reiersrud guitars & harmonica In The Country : Morten Qvenild piano & synths Roger Arntzen bass Pål Hausken drums & percussion “Conneting the unexpected” lautet das Motto der Konzertreihe „Jazz at Berlin Philharmonic“, die Siggi Loch seit Dezember 2012 kuratiert und produziert. Jeder Abend soll besonders sein, dafür sorgen außergewöhnliche Programm- Ideen und ungewöhnliche, eigens zusammengestellte Besetzungen. Was nicht nur vom Publikum, sondern auch von den Musikern begeistert angenommen wird. So erlebten Künstler und Zuschauer auch bei „Norwegian Woods“ im März 2014 eine Sternstunde. Loch brachte hier die Crème de la Crème des norwegischen Jazz zusammen und kombinierte diese unverhofft mit einem Gast aus einem anderen musikalischen Lager: Mit Solveig Slettahjell kam es zu einem Wiedersehen, hatte doch ACT ihre frühen Alben außerhalb Norwegens weltweit bekannt gemacht. An ihrer Seite, In The Country, das Trio um ihren musikalischen Vertrauten, den Pianist und Soundtüftler Morten Qvenild, der seit Jahren fester Bestandteil in den Slow Motion Ensembles der Sängerin ist. Als Überraschung des Abends kam der Blues-Gitarrist Knut Reiersrud hinzu, den Loch schon lange auf dem Radar hatte und der in Berlin erstmals auf Slettahjell und Co traf – eine ideale Kombination: Der Abend zelebrierte all das, was den „nordischen Sound“ der vergangenen Jahrzehnte so attraktiv und erfolgreich gemacht hat: Die elegische, bluesige, vom Melos der eigenen Volksmusik inspirierte Seite, aber auch die experimentelle, rhythmisch gewagte, elektronische. Der als „Jazz at Berlin Philharmonic II: Norwegian Woods“ veröffentlichte CD-Mitschnitt dokumentiert dies eindrucksvoll. Für die Beteiligten war danach klar, dass die Sache eine Fortsetzung erfahren muss. Vor allem die erdige, von vielen ethnischen Einflüssen gefärbte Bluesgitarre Reiersruds war eine neue Inspiration. Selbst Solveig Slettahjell, eigentlich Universal-Künstlerin, teilte den spontanen Wunsch, ein gemeinsames Studioalbum zu produzieren. Die passende Idee dafür hatte Loch bereits im Ohr und er schlug den Künstlern vor, die amerikanische Gospel- & Spiritual-Tradition mit der norwegischen Klangästhetik zu verlinken: „Trail Of Souls“. Und nach gründlicher Vorbereitung sowie vielen Proben im privaten Studio von Morten Qvenild traf man sich schließlich im berühmten Osloer Rainbow Studio, um der Idee eine finale Form zu geben. Bis auf einen von Reiersrud komponierten Song, sind alle elf Titel des Albums im weitesten Sinne Blues- und Gospel-Klassiker. Darunter mit Bill Withers „Grandma‘s Hands“, Peter Gabriels „Mercy Street“ und Leonard Cohens „Come Healing“. drei von Stars der Soul- und Pop-Musik, die anderen freilich nur Insidern wie Reiersrud wirklich bekannt. „Wir haben die alten Worksongs und Spirituals zwar gemeinsam ausgewählt und dafür unsere Plattensammlungen durchforstet, aber Knut ist natürlich der größte Kenner von uns“, sagt Slettahjell. Was Reiersrud gerade erst auf dem ACT-Album „Tears Of The World“ zusammen mit dem famosen, Bluessänger Mighty Sam McClain (der am 16.6.2015, kurz vor der Album-Veröffentlichung, im Alter von 72 Jahren verstarb) bewiesen hat. So reiht sich in den „Trail Of Souls“ zum Beispiel das anrührende Traditional „Sometimes I Feel Like A Motherless Child“ genauso ein wie das in den schwarzen Gottesdiensten allgegenwärtige „His Eye Is On The Sparrow“, und das einprägsame „Don’t Feel Noways Tired“ des „King of Gospel“ Reverend James Cleveland. Über Stücke von Blind Willie Johnson, James Anderson und Richard M. Jones (mit dem Evergreen „Trouble In Mind“) reicht die Auswahl bis zum noch nicht so alten „Is My Living In Vain“ der noch äußerst aktiven, mit zwei Grammys ausgezeichneten Gospel-Lady Elbernita „Twinkie“ Clark. Alle Songs bekommen hier freilich durch eine konsequente, fast säkulare Entschleunigung eine völlig neue Gestalt. Solveig Slettahjells einzigartig ruhige, jedes Phrasierungsdetail auskostende Stimme verleiht ihnen zusammen mit Knut Reiersruds ebenso temperierten, mit ungewöhnlichen, oft metallisch schillernden Voicings eine atemberaubende Spannung. Für überraschende rhythmische Akzentuierungen und jede Menge verblüffender Sounds von nach Holz und Ton klingender Perkussion über sphärische Flächen bis zu harten Drum & Bass-Schlägen sorgen das Trio von Morten Qvenild. „Wir sind alle ein bisschen seltsam, aber er ist der seltsamste von uns“, sagt Slettahjell lachend über Qvenild. So werden nun aus „Norwegian Wood“ betörende „Norwegian Roots“ und bezwingende „Norwegian Grooves“, die erneut die herausragende Fantasie und Kreativität der Musiker aus dem hohen Norden bezeugen.Credits:Recorded by Jan Erik Kongshaug at Rainbow Studio, Oslo, April 8 – 10, 2015 Mixed and mastered by Jan Erik Kongshaug Cover art: 2014 Thomas Scheibitz (detail) / ACT Art Collection

Ab 17,50 €*
Magic Moments 8 "Sing Hallelujah"
Various Artists - Magic Moments 8 "Sing Hallelujah"CD / digitalDie achte Ausgabe der beliebten Magic Moments-Reihe: 71 Minuten bestes Jazz-Infotainment durch das aktuelle Programm mit ACT-Stars, Newcomern und Geheimtipps. Unter dem Motto „Sing Hallelujah“ hat ACT-Inhaber und Produzent Siggi Loch 16 Titel zusammengestellt, die vor allem den Bogen vom Jazz zu Soul, Gospel und der afroamerikanischen Rootsmusik spannen. Einmal mehr präsentiert sich das Münchener Label hörbar anders, abseits der ausgetretenen Pfade „in the Spirit of Jazz“: Musik fernab eines festgelegten Stils. Mal mehr, mal weniger Jazz. Zwischen den Genres. Am Puls der Zeit und darüber hinaus. Bei „Sing Hallelujah“ stehen die Gesangskünstler von ACT im Rampenlicht: Die kürzlich verstorbene Soul-Blues Legende Mighty Sam McClain eröffnet Magic Moments 8 mit dem norwegischen Gitarristen Knut Reiersrud. Letzterer ist auf einem weiteren Titel zu hören, gemeinsam mit der Sängerin Solveig Slettahjell und dem Trio „In The Country“. Auf „Borrowed“ Time, aus dem Album „Trail of Souls“, verlinkt das Ensemble die amerikanische Gospel- & Spiritual-Tradition mit der norwegischen Klangästhetik. Torsten Goods interpretiert das Titelstück aus der Feder von Mike Settle in seiner lässig-coolen Art mit Starbesetzung: Roberto Di Gioia, Tim Lefebvre und Wolfgang Haffner. Ida Sand ist mit einer Hommage an Neil Young vertreten. Natalia Mateos Stimme hat „eine ganz eigene Geschichte zu erzählen“ (Die Zeit). In einer ungewöhnlichen Version interpretiert sie „I Put A Spell On You“, den wohl bekanntesten Hit des US-amerikanischen Blues-Sängers Screamin' Jay Hawkins. Und die Norwegerin Randi Tytingvåg betont auf „Steady-going“ ihre Singer-Songwriter-Qualitäten und bedient sich der amerikanischen Folk- & Country-Roots. Schlagzeuger Wolfgang Haffner hat für „Piano Man“ sein „Kind of Cool“-Ensemble um den stimmgewaltigen Soulman Max Mutzke erweitert. Unterschiedlichste Instrumentalnummern runden Magic Moments 8 ab: Dieter Ilg interpretiert mit seinem Trio Beethoven. Iiro Rantala spielt John Lennons „Imagine“ solo am Klavier und der Saxofonist Rudresh Mahanthappa, 3-facher DownBeat Critic‘s Poll Gewinner 2015, ehrt mit „Bird Calls“ den großen Charlie Parker. „High Noon in Kreuzberg“ heißt es bei dem finnischen, in Berlin lebenden Gitarristen Kalle Kalima, wenn er im Trio den Western-Klassiker „Ghost Riders In The Sky“ von Stan Jones zum Besten gibt. Mit dem Pianisten Frank Woeste ist ein weiteres neues ACT-Gesicht vertreten. In seiner Wahlheimat Frankreich ist der gebürtige Hannoveraner längst eine feste Größe und spielt dort mit Ibrahim Maalouf sowie mit Youn Sun Nah, die ihn bei „Star Gazer“ mit ihrem unnachahmlichen Gesang unterstützt. „If music be the food of love, play on“ heißt es in Shakespeares Komödie „Was ihr wollt“. Um die Wörtchen „and life“ möchte man das Zitat erweitern, das als Credo für die Arbeit von ACT stehen kann. Seit nunmehr 23 Jahren liefern Siggi Loch und sein Team mit Leidenschaft und Qualitätsbewusstsein musikalischen Nährstoff. Musik für offene Ohren, für den Geist, für das Herz, die Seele und für alle, die gute Musik lieben – wie die Werkschau auf „Magic Moments 8“ beweist.Credits: Compilation by Siggi Loch Mastered by Klaus Scheuermann

9,90 €*
Tears Of The World (with Mighty Sam McClain)
Knut Reiersrud - Tears Of The World (with Mighty Sam McClain)CD / Vinyl / digitalMighty Sam McClain vocals Knut Reiersrud guitar, harmonica, piano (02 & 08) & vocals (05) Bjørn Holm guitar David Wallumrød Hammond organ, Wurlitzer, piano & Prophet 5 Nikolai Hængsle Eilertsen bass Andreas Bye drums Håkon Kornstad saxes & flute Martin Horntveth timpani & tubular bells + stringsAuch die Norweger haben den Blues: Auf „Tears Of The World“ trifft Gitarrist Knut Reiersrud mit seiner Band auf den 72-jährigen Südstaaten-Sänger Mighty Sam McClain und widmet sich der ursprünglichen Musik des tiefen Südens der USA. Eindrucksvoll wird hier bewiesen, dass energiegeladener R&B, Soul und Blues keine Frage der Herkunft ist. Stilistisch fällt „Tears Of The World“ aus dem Rahmen der üblichen Veröffentlichungen des ACT-Labels. Zugleich jedoch schließt sich ein Kreis: Denn seit seiner Jugend hat Labelgründer Siggi Loch eine große Leidenschaft für den Blues. Er erlebte während des ersten American Folk Blues Festivals 1962 „die wildeste Nacht“ seines bisherigen Lebens, wie er in seiner Autobiographie andeutet. Loch war damals frischgebackener Produzent und 22 Jahre jung und produzierte die Schallplatten zu der legendären Veranstaltungsreihe in den darauffolgenden Jahren. Aus dieser Zeit stammen auch die Aufnahmen auf der Doppel-CD „Lost Blues Tapes - More American Folk Blues Festival 1963-65“. Knut Reiersrud erschien im Jahre 2014 das erste Mal auf dem ACT-Radar als Mitglied des „Norwegian Woods“-Ensembles, das Siggi Loch für die von ihm kuratierte und produzierte Reihe „Jazz at Berlin Philharmonic“ zusammenstellte. Neben Solveig Slettahjell, Bugge Wesseltoft und In The Country meldete sich mit Reiersrud eine Stimme, die hierzulande bisher nahezu unbekannt ist. Sein Gitarrenspiel verband die tiefen Farben des Blues mit der schlichten Schönheit alter norwegischer Folklore und verstärkte die spirituelle Energie des konzertanten Geschehens um Solveig Slettahjell um multiple Facetten. Knut Reiersrud jammte als Jugendlicher in den heiligen Hallen der Chess Studios in Chicago mit Buddy Guy und Otis Rush, das Team Dr. John / Doc Pomus schrieb Songs für ihn, auf seinen Platten gastierten die Blind Boys of Alabama und manche Stars aus der World Music-Szene. Sein innovatives und weit über den Blueshorizont hinausweisendes Spiel, das zuweilen mit der Kunst von Musikern wie Derek Trucks oder dem indischen Saitenvirtuosen Vishwa Mohan Bhatt vergleichbar ist, hat ihn mit Kultfiguren der Gitarrenzunft wie David Lindley und Avantgardisten vom Schlage eines Henry Kaiser zusammengeführt. Der 54jährige hat die Kombination Kirchenorgel und Gitarre aus der Taufe gehoben und seine Landsleute mit den neuen Arrangements alter Folksongs in Scharen in die Kirchen gelockt. In Afrika, den USA, in Indien oder Nepal und anderen Ländern sucht und findet Reiersrud immer wieder neue Wege des musikalischen Miteinanders der verschiedenen Kulturen. Vor einigen Jahren produzierte Reiersrud mit der persischen Sängerin Mahsa Vadat und Mighty Sam McClain eine Sammlung von Liebesliedern. Aus der Begegnung entstand eine Freundschaft mit dem 1943 in Louisiana geborenen Blues & Soul-Sänger. 2011 folgte dann mit „One Drop is Plenty“ ihr erstes gemeinsames Album, dem nun „Tears Of The World“ folgt. Mighty Sam McClain singt seit einem halben Jahrhundert den Blues, gefärbt mit einer energiegeladenen Portion Soul. Nach dem Tod von Solomon Burke, Percy Sledge und McClains großem Idol, Bobby „Blue“ Bland, hält der Soulprediger und Bluesmann die Stellung der letzten R&B-Sänger der ersten Generation. Knut Reiersrud hat gemeinsam mit McClain die Songs für „Tears Of The World“ ausgewählt: Klassiker aus dem Repertoire legendärer R&B-Labels wie Hi Records, eine Country-Nummer von Carlene Carter, das eigentlich bluesuntypische „Que Sera, Sera“ (das hier zur prachtvoll rockenden Auferstehung gelangt) und natürlich Songs aus der Schreibstube von Sam McClain und Knut Reiersrud. Eine wild fauchende Hammond B3 und andere Tasteninstrumente, messerscharf funky oder gospeltrunken agierendes Bläserblech, gefühlvolle Streicher und himmlische Backgroundsängerinnen standen neben der erdig-groovenden Rhythmussektion bereit für die Arrangierkunst von Reiersrud und seinen Bandkollegen. Der Gitarrist selbst greift auch mal zur Bluesharp und teilt sich bei „Que Sera, Sera“ den Gesang mit Sam McClain. „Sam ist mit Abstand der beste Sänger, mit dem ich jemals gearbeitet habe. Ich habe mit Sängern aus jeder Ecke des Planeten aufgenommen, aber diese Tiefe und Intensität kann niemand außer ihm erzielen“, sagt Knut Reiersrud. Dafür stellt er sich auf seinem Debüt hinten an. Ganz wie es sich für ein Album gehört, das sich dem Blues und Soul verschrieben hat, findet Reiersrud. „Der Sänger steht hier im Fokus“, predigt der Gitarrenvirtuose. Doch bei dieser scheinbar zurückhaltenden Dienstleistung geht’s zur Sache. Ob der Norweger auf seinen Saiten B.B. King zitiert wie etwa in dem eigenen „Living In The Key Of G“, ob er die schneidende Gangart einer Ikone wie Albert King fährt (etwa bei „Things Ain’t What They Used To Be“), oder bei Sam McClains eigenem „Somebody Help Me“ auf einer indischen Mohan Veena Lap Steel-Gitarre exotische Bendings erforscht – bei diesem Gitarristen klingt der Blues wie runderneuert. Am 16. Juni 2015 ist Mighty Sam McClain im Alter von 72 Jahren verstorben. „Tears Of The World“ ist seine letzte Aufnahme und damit zu seinem Vermächtnis geworden. Die Blues- und Soulwelt trauert um einen großartigen Künstler. Credits:Produced by Knut Reiersrud and Nikolai Hængsle Eilertsen Music arranged by Reiersrud, Eilertsen, Wallumrød, Holm & Bye Recorded and mixed by Christian Engfelt at Engfelt Forsgren Studio Mastered by Greg Calbi at Sterling Sound Produced by Knut Reiersrud and Nikolai Hængsle Eilertsen Recorded Sept.1 – 6, 2014 Mixed and mastered in February / March 2015

Ab 17,50 €*
Magic Moments 7 "Sounds of Surprise"
Various Artists - Magic Moments 7 - Sound of SurpriseCD / digitalMagic Moments: 16 Titel, über 50 Mitwirkende, 70 Minuten bestes Jazz-Infotainment durch das aktuelle ACT-Angebot. Kontinuität. Vertrauen und Visionen. Nachhaltigkeit und Zusammenhalt. Talente entdecken und reifen lassen. Den Nachwuchs fördern. Erfolgskomponenten und zentrale Bestandteile der ACT-Philosophie, die unsere Arbeit seit nunmehr 22 Jahren leiten: Wir feiern in diesem Jahr die seit 20 Jahren andauernde erfolgreiche Partnerschaft mit Nils Landgren. Wir gratulieren aufstrebenden Künstlern wie Vincent Peirani und Emile Parisien, die mit dem „Victoire du Jazz“ jeweils zum Künstler des Jahres in Frankreich gewählt wurden. Wir freuen uns über die großartige Entwicklung von Michael Wollny zum deutschen Jazzmusiker der Stunde, der der Young German Jazz-Reihe entstammt und die auch weiterhin Talentschmiede für verheißungsvolle Künstlerpersönlichkeiten, wie aktuell der Sänger Tobias Christl, sein soll. Dass nun auch etablierte Jazzgrößen wie Manu Katché, den wir als Neuzugang herzlich in unserer ACT-Family begrüßen, auf unsere Arbeit aufmerksam werden, ehrt uns. Trotzdem bleiben wir uns treu, vor allem die Stars von morgen zu finden.

9,90 €*
Jazz at Berlin Philharmonic II: Norwegian Woods
Jazz at Berlin Philharmonic- Jazz at Berlin Philharmonic II: Norwegian WoodsCD / digital Solveig Slettahjell vocals Bugge Wesseltoft piano & synths (except 2 & 5) Knut Reiersrud guitars & harmonica In The Country: Morten Qvenild piano & synths (except 4 - 6) Roger Arntzen bass Pål Hausken drums Eine Bluesgitarre führt die Melodie ein, verhalten, elegisch, aber doch verspielt und energiegeladen; eine klare Frauenstimme übernimmt, deren Kraft durch die eigentümliche Ruhe des Gesangs noch potenziert wird; ein Klavier versammelt das Thema noch einmal, bevor es von allen plus einem dazu stoßenden Trio durch eine mächtige dynamische Schleife geführt wird, bis es am Schluss fast ins Nichts ausklingt. „Ingen Vinner Frem Til Den Evige Ro“ heißt das alte norwegische Kirchenlied, das Knut Reiersrud, Solveig Slettahjell, Bugge Wesseltoft, Morten Qvenild und sein Trio In The Country am 11. März 2014 im ausverkauften Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie so faszinierend in eine moderne nordische Hymne verwandelten. Es war wieder einer dieser magischen Momente, welche die 2012 ins Leben gerufene und von Siggi Loch kuratierte Reihe „Jazz at Berlin Philharmonic“ so sicher generiert. Einmalige Abende sollen es jeweils werden: durch thematische Konzentration, vor allem aber durch spannende, oft erstmalige Begegnungen von herausragenden Musikern. Wie schon beim, ebenfalls auf CD dokumentierten, Auftakt im Dezember 2012 mit dem zaubernden Pianisten-Trio Michael Wollny, Leszek Możdżer und Iiro Rantala oder eben auch beim hier dokumentierten vierten Abend unter dem Motto „Norwegian Woods“. Die Aufnahmen waren nur als Dokumentation und für Rundfunkzwecke gemacht worden aber das musikalische Ergebnis war so überzeugend, dass die beteiligten Künstler selbst eine CD-Veröffentlichung wünschten. Lediglich die Beiträge von Mathias Eick konnten aus rechtlichen Gründen letztlich nicht verwendet werden. Der Mitschnitt veranschaulicht nicht nur beim eingangs beschriebenen Einstieg, wie unter einem Brennglas, auf welche Weise ein Land mit gerade einmal fünf Millionen Einwohnern zum Epizentrum des europäischen Jazz werden sowie über einer der spannendsten Jazzszenen der Welt verfügen kann. Und das weit abseits der alten Zentren des Jazz. Zum einen liegt es an der Besinnung auf die eigenen Wurzeln, also auf die norwegische Volksmusik und Klassik von Johann Nesenus bis Edvard Grieg. Anfangs gar nicht einmal freiwillig – das Land der Fjorde lag einfach zu weit ab von den Tour-Routen amerikanischer Jazzer – half sie, ein eigenes Vokabular zu entwickeln, den typischen „nordic sound“, wie ihn Jan Garbarek und andere Anfang der Siebziger populär machten und wie er noch heute quasi zur DNA des norwegischen Jazz gehört. Der zweite Schlüssel des Erfolgs ist eine nahezu bedingungslose Aufgeschlossenheit für Einflüsse aller Art: In der überschaubaren norwegischen Musikszene arbeiten Jazzer ohne Scheu mit klassischen Musikern und Kollegen von Pop und Rock zusammen, was auch beim „Norwegian Woods“-Stelldichein mit bezwingenden Ergebnissen zu bewundern war. Natürlichkeit und lyrische Sammlung einerseits, kraftvolle Eruptionen und kunstvoller Ausdruck andererseits zeichnen die Stimme des musikalischen Fixpunktes des Abends aus, jene von Solveig Slettahjell. All das und mehr setzt die Erfinderin der gesanglichen Entschleunigung und Verwesentlichung bei ihrer Version von Tom Waits „Take It With Me“ ein. Unterstützt wird sie dabei von ihrem langjährigen Partner vom Slettahjells Slow Motion Quintet, Morton Qvenild. Der geniale Universalist des jungen norwegischen Jazz hat von Pop bis Metal schon alles ausprobiert. Seit 2003 aber spielt sein Trio In The Country mit Drummer Pål Hausken und dem Bassisten Roger Arntzen unangefochten die Hauptrolle. Die hier erprobten Gestaltungsprinzipien - Soundscapes wachsen zu fein differenzierten Dialogen, mächtige Klangdome münden in pastellenen Kammerjazz oder elektronisch verzierte Hörbilder – kommen bei „Norwegian Woods“ insbesondere bei „Can I Come Home Now“ zur Geltung. Der soeben 50 gewordene Pianist Bugge Wesseltoft, einer der Wegbereiter der jungen norwegischen Jazz-Generation, repräsentiert die wichtigsten beiden Stränge des modernen norwegischen Jazz. Beides datiert auf das Jahr 1997: Einerseits brachte Wesseltoft mit „It’s Snowing On My Piano“ seine kontemplative Seite und damit den elegischen norwegischen Jazz auf einer radikal reduzierten, zeitlosen Solo-Piano-Weihnachtsplatte (bis heute mit über 120.000 Einheiten das meistverkaufte ACT-Album überhaupt) zur Vollendung. Gleichzeitig wandte er sich mit „New Conception of Jazz“ der Elektronik zu, mit dem wegweisenden neuen Ansatz, aktuelle Pop-Elemente von Deep House, Ambient Music, Drum’n’Bass, Big Beat bis zu Soul und Funk aufzunehmen. Wie spannend er bis heute beides weiterentwickelt, führt er bei „Norwegian Woods“ unter anderem mit dem lyrischen Solo „Chicken Feathers“ und der effektvoll schillernden Jam-Version von John Hiatts Rock-Klassiker „Have A Little Faith“ vor. Und schließlich ist da noch der Gitarrist Knut Reiersrud, der älteste, am weitesten gereiste und doch bei uns unbekannteste Musiker dieser JABP-Ausgabe. Sein Kraftfeld ist der Blues, in den er mit 18 in den USA von Buddy Guy und Otis Rush eigeführt wurde. Seitdem spielte er mit Stars wie Dr. John, Joe Cocker, Stevie Ray Vaughn oder den Five Blind Boys of Alabama. Doch wäre Reiersrud kein Norweger, dann hätte er neben dem amerikanischen Blueserbe auch nicht diese Sehnsucht nach den eigenen heimatlichen Klangtraditionen sowie diese, durch Aufenthalte in Afrika, Indien, Nepal oder Iran beförderte, unstillbare Neugier auf andere Sphären. Sein JABP-Solo „Jargo“ ist das beste Beispiel dafür. Die norwegischen Individualisten präsentieren sich bei diesem in der Tat einmaligen Abend als starke Gruppe und ihr Land immer noch als Speerspitze des europäischen Jazz. Dieser hat sich schon lange vom Mutterland USA emanzipiert und entscheidende Entwicklungen in Gang gesetzt. Credits: Recorded live in concert at the Berlin Philharmonie (KMS) Presented by Stiftung Berliner Philharmoniker Recorded, mixed, edited and mastered by Klaus Scheuermann

17,50 €*

Konzerte