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Janne Mark

Janne Mark schreibt Kirchenmusik, aber nicht auf jene oft verstaubte, streng in der Tradition verankerte Art, sondern eine, die im Hier und Jetzt, mitten in der Gesellschaft spielt, und sich dabei der Freiheit des Jazz und der Weite der skandinavischen Volksmusiktradition bedient. So haben ihre Lieder ihren Platz auch außerhalb des Sakralen gefunden, im weltlichen Raum.

Seit 2000 singt Janne Mark in der Brorsonskirche mitten in Kopenhagen. Mit ihrer Musik hat sie die dänische Kirchenliedtradition erneuert wie niemand sonst in ihrer Generation. 

Janne Mark ist eine faszinierenden Künstlerin, die erfolgreich einen Weg zwischen Kirchenlied, Folk, Song und Jazz eingeschlagen hat.

 

Veröffentlichungen

Fantastische Frauen
Various Artists - Fantastische FrauenCD / digital Julia Hülsmann & Rebekka Bakken, Anna Gréta, Solveig Slettahjell, Céline Bonacina, Ida Sand, Cæcilie Norby, Viktoria Tolstoy, Johanna Summer, Rigmor Gustafsson, Terri Lyne Carrington, Rita Marcotulli, Nesrine, Youn Sun Nah, Janne Mark, Kadri Voorand, Laila Biali Musik ist weiblich. War es immer schon. Viva la musica. Die Musik. La musique. Im Jazz? Im 20. Jahrhundert ein Leben noch im Schatten. Lil Hardin schrieb Kompositionen wie „Struttin‘ With Some Barbecue“, doch ihr Mann Louis Armstrong wurde damit bekannt: „Ich stand am Fuß der Leiter, hielt sie fest und sah ihn nach oben klettern“, resümierte sie später ihre Rolle. Mittlerwei-le bewegt sich etwas. Die Dinge verändern sich. Im Jazz ist das weibliche Element heute schon lange nicht mehr nur auf „Sängerin mit Band“ ausgelegt. Frauen spielen selbstverständlich E-Gitarre, Bass, Schlagzeug und Trompete, und Musikerinnen wie Terri Lyne Carrington fungieren als Role Models. „Fantastische Frauen“ stellt eine Auswahl starker weiblicher Stimmen vor, die ihren Weg zusammen mit ACT gehen oder zumindest ein Stück des Weges gegangen sind. Manche kamen jung und zu Beginn ihrer Karriere, manche waren schon arriviert und etabliert: Die Berliner Pianistin und Komponistin Julia Hülsmann veröffentlichte zu Beginn der 2000er Jahre drei Alben für ACT und zeigte, wie großartig ihr Umgang mit Sprache ist und wie makel-los ihre Gedichtvertonungen sind. „Same Girl“ ist ihre Bearbei-tung von Randy Newmans Song, kongenial umgesetzt mit der norwegischen Sängerin Rebekka Bakken auf dem Album „Scattering Poems“ (2003).Ganz neu in die ACT Familie aufgenommen ist die isländische Pianistin und Sängerin Anna Gréta, die schlicht und fast schon spröde ihre Beobachtungen von Nachtschwalben am Polarhim-mel vertonte. Skandinavische Sängerinnen nehmen im Portfolio des Labels einen großen Teil ein, etliche davon sind treue Seelen, die seit vielen Jahren Alben auf den Markt bringen: Viktoria Tolstoy bringt es auf insgesamt acht Alben, „Shining On You“ ist zwar nicht vom aktuellsten, aber die Komposition vom wohl be-deutendsten schwedischen Jazzmusiker der letzten 20 Jahre, dem Pianisten Esbjörn Svensson, wird schnell zum Ohrwurm. Die Norwegerin Solveig Slettahjell, Ida Sand (als Sängerin und Pianistin) und Rigmor Gustafsson, beide aus Schweden, sowie die Dänin Cæcilie Norby sind ebenfalls lange dabei und weit mehr als nur Sängerinnen, da sie seit vielen Jahren ihre Musik selber schreiben, texten, arrangieren und ihre eigenen Bands leiten. Die Dänin Janne Mark, zwar ebenfalls Sängerin, nimmt einen ganz besonderen Platz ein, da sie einen interessanten Weg zwischen Folk, Kirchenlied und Jazz gefunden hat. Kadri Voorand aus Estland ist viel mehr als nur Sängerin, hinter ihren aberwitzigen Gesangskünsten und ihrem klugen Umgang mit Effektgeräten geht oft unter, wie hervorragend sie auch als Pianistin ist – und als Texterin und Komponistin. „I’m Not in Love“ ist ebenso betörend wie verstörend. Die Südkoreanerin Youn Sun Nah, die die Liebe zum französischen Chanson nach Europa und zum Jazz gebracht hat, hat furiose Aufnahmen gemacht, „Momento Magico“ mit dem Gitarristen Ulf Wakenius ist atemberaubend virtuos und lässt den Zuhörer atemlos zurück. Nesrines Musik ist vielfältig und bunt. Cello und Stimme mit arabischen Wurzeln und mediterranem Soul. Nordafrika und Südeuropa werden vereint. Die Kanadierin Laila Biali vereint an Klavier und Stimme alles, was es zu gutem Singer-Songwriting braucht. Céline Bonacina nimmt eine Sonderrolle ein, viele namhafte Baritonsaxophonistinnen gibt es immer noch nicht, und die, die eigene interessante Bandprojekte leiten, noch weniger. Die Französin macht ihr ganz eigenen Ding. Dasselbe lässt sich über die Pianistin Johanna Summer sagen, die sich Robert Schumanns „Kinderszenen“ und „Album für die Jugend“ als Ausgangspunkt für freie Improvisationen gewählt hat und damit für viel Furore gesorgt hat. Für die italienische Pianistin Rita Marcotulli ist die Kraft der Melodie treibende Kraft – ihr Album mit dem Akkordeonisten Luciano Biondini ist traumwandlerisch. Die Schlagzeugerin Terri Lyne Carrington spielte schon mit allen Jazzgrößen, mit Wayne Shorter, Komponist des Klassikers „Witch Hunt“, teilte sie schon als Twen die Bühne. „Fantastische Frauen“ trägt den Titel zurecht, denn Musik ist weiblich, und Jazz ist es ebenso. Dass das inzwischen anerkannt und wertgeschätzt wird, ist ein großer Schritt. Dass es irgendwann nur noch um die Musik geht, egal ob von männlichen, weiblichen oder diversen Künstlern geschaffen und präsentiert, wäre die nächste große Etappe.Credits: Curated by Siggi Loch Mastered by Klaus Scheuermann

12,90 €*
Christmas in the Spirit of Jazz
Various Artists - Christmas in the Spirit of JazzCD / digitalSo unterschiedlich wie Weinachten gefeiert wird, kann auch Weihnachtsmusik klingen. Nils Landgrens „Christmas With My Friends“ ist seit nunmehr 15 Jahren aus der Adventszeit nicht mehr wegzudenken, doch er ist lange nicht der Einzige. Viele weitere ACT Künstler.innen haben ihre ganz eigenen Weihnachtsklänge erschaffen: Von den stillen und ruhigen Tönen Bugge Wesseltofts, über Tore Brunborgs „Nordic Christmas“, Musik von Laila Biali oder den Echoes of Swing bis hin zum jungem Sound der Jazzrausch Bigband. Sie alle und viele mehr kommen zusammen auf “Christmas in the Spirit of Jazz“, der ACT Weihnachtssoundtrack 2021. Rückgrat dieser Weihnachtscompilation sind ausgewählte Titel aus allen acht „Christmas With My Friends“-Alben. Mit „Coming‘ Home for Christmas“ macht Nils Landgren den Anfang. Im Laufe der insgesamt 18 Stücke der Zusammen-stellung treten dann weitere Solisten seines Ensembles hervor: Jessica Pilnäs, Johan Norberg und Jonas Knutson mit dem swingenden Klassiker „Sleigh Ride“, Sharon Dyall mit ihrer bluesgetränkten Stimme auf dem lebensfrohen „Just Another Christmas Song“ sowie Ida Sand und Jeanette Köhn, die den „Angel’s Carol“ im sanft voranschreitenden Duett singen: Musik, die „funkelt wie der Sternenhimmel einer nordischen Winternacht“, urteilte der Stern seinerseits über Nils Landgrens „Christmas with My friends“. Aus Schwedens Nachbarland Norwegen stammt ein anderer Weihnachtsklassiker: Bugge Wesseltoft hat dort mit seinem Pianosolo Album „It’s Snowing On My Piano“ eines der meist gehörtesten Weihnachtalben des Landes eingespielt. In grüblerischen Klängen ertönt daraus „In Dulce Jubilo“ und setzt den Fokus auf das Wesentliche. Janne Mark aus Dänemark knüpft daran und besingt den „Vinter“, eine Hymne, die Skandinaviens dunkle Jahreszeit erstrahlen lässt. Frecher und belebter ist Weihnachten bei der Jazzrausch Bigband: Mal laut, mal leise, aber immer stilvoll und mit feinstem Bigband Sound: „Fröhliche Weihnacht überall“ scheint das Weihnachtsmotto der jungen Bigband zu sein und ist das Gegenstück zu den ruhigen und besinnlichen Klängen auf „Christmas in the Spirit of Jazz“. Ebenso swin-gend, amerikanische Weihnachtsstimmung versprühend kommen die Echoes of Swing und Rebecca Kilgore mit ihrem „Winter Wonderland“ daher. Auch zwei Stücke, die ursprünglich gar nicht als Weihnachtslieder geschrieben, aber dann Einzug in den Weihnachtska-non gefunden haben, sind zu hören: Laila Bialis Version des Jazzstandards „A Child is Born“ von Thad Jones ist hier erstmals auf CD veröffentlicht. Und der polnische Geiger Adam Bałdych interpretiert Leonard Cohens „Hallelujah“, das eben-falls heute aus der Weihnachtszeit nicht mehr wegzudenken ist. Wie auch Iiro Rantalas Hommage an John Lennon mit “Happy X-mas, War is Over“. Virtuos und mit Tiefgang ist diese Solo-Interpretation eine Botschaft des Friedens und gerade in der heutigen Zeit aktueller und wichtiger denn je. „Have Yourself a Merry Little Christmas” haben Caecilie Norby und Lars Danielsson speziell für „Christmas in the Spirit of Jazz“ aufgenommen. Nur Stimme und Bass im Duo, unbekümmert, aber doch feierlich. Es folgt noch ein besinnli-cher „Christmas Song“ von Viktoria Tolstoy zusammen mit Ida Sand, Ulf Wakenius und Nils Landgren, bevor Mr. Red-horn allein mit seiner Posaune „Christmas in the Spirit of Jazz“ stimmungsvoll zum Ende führt: „Der Mond ist aufge-gangen“ aus seinem jüngst erschienenen Soloalbum „Nature Boy“ lässt seine Posaunentöne schwerelos durch Raum und Zeit zirkulieren und bildet so einen fast meditativen Abschlus.

12,90 €*
Kontinent
Janne Mark - KontinentCD / digital Janne Mark vocals Arve Henriksen trumpets, spoken word & electronicsNils Økland hardanger fiddle, viola d’amore & violin Henrik Gunde piano, harmonium, mellotron & vibraphone Esben Eyermann double bass Bjørn Heebøll drums Kirchenlied trifft Nordic Jazz Die “vise”, also die „Weise“, spielt in der skandinavischen Volksmusik noch eine ungleich größere Rolle als in unserer. Der Erfolg so vieler nordeuropäischer Pop- und Rockgruppen wie die gerne als “nordic sound” bezeichnete Eigenart des skandinavischen Jazz hat direkt damit zu tun. Kommt doch aus dieser Tradition die Verwurzelung in ätherischen, oft hymnischen Melodien. Wie essentiell dies auch für sie ist, beschreibt die dänische Sängerin Janne Mark so: “Ich bin fasziniert von der Grenzenlosigkeit, die die Melodie darstellt. Melodien lassen, vor allem wenn sie im gemeinsamen Singen unter den Menschen geteilt werden, Grenzen und Gräben verschwinden und haben die Macht, einen eigenen Weg zu finden.” Wie wahr dies ist, hat Mark vor zwei Jahren mit ihrem ACT-Debüt “Pilgrim” eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Das Album holte die außerhalb Dänemarks weitgehend unbekannte Janne Mark ins internationale Rampenlicht und präsentierte sie nicht nur als unverwechselbare, genreüberschreitende Stimme in der europäischen Vokalszene, sondern auch als begnadete Hymnen-Komponistin in der großen Tradition des dänischen Kirchenlieds. . „Eine stimmige Fusion von Jazz, Folk und Kirchenliedern und ein Ruhepol in der heutigen Zeit“, schrieb die Musikwoche begeistert über “Pilgrim”. „Bewegend aber ohne Kitsch“ urteilte Deutschlandfunk Kultur und das Jazzpodium hörte „zauberhafte Musik“. “Kontinent”, ihr neues Album, ist nun ein weiterer Schritt nach vorne. Nach der Reise zu den spirituellen Wurzeln mit ausschließlich selbst geschriebenen Stücken geht es nun hinaus, ganz buchstäblich auf den Kontinent. Eigene Kompositionen und Dichtungen korrespondieren mit Volksliedern anderer europäischer Regionen. Das typisch englische “Kingsfold” etwa mit seinem getragenen Marsch-Rhythmus. Das gälische Schlaflied “Taladh Christiosa” aus Schottland, das sich bis ins 7. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Oder das hinreißend melancholische “O du min Immanuel” aus Norwegen. Eine neue lyrische Farbe kommt auch bei der berührenden Vertonung des Gedichts “When Death Takes Something From You Give It Back” der dänischen Dichterin Naja Marie Aidt zum Vorschein. Und schließlich steuert der norwegische Trompeter Arve Henriksen die zweiteilige Komposition “Psalm For A Tree” bei. Ohnehin ist “Kontinent” Ausdruck der enorm vertieften Zusammenarbeit zwischen Janne Mark und Arve Henriksen, die auf “Pilgrim” begann. Nicht nur ist Henriksen – bislang aus der Zusammenarbeit mit Landsleuten wie Jan Bang, Terje Isungset oder Jon Balke und vor allem als Mitglied der Band Supersilent bekannt – mit seinem markant hohem, von der japanischen Shakuhachi-Flöte inspiriertem Spiel wieder die perfekte Ergänzung zu Marks klarer, schwebender Stimme. Er hat „Kontinent“ auch produziert und viele Arrangements beigesteuert, die dem Album mehr Abwechslungsreichtum und eine neue Verspieltheit verleihen, die Marks charakteristische Ruhe und Klarheit aber nicht stören, sondern sogar unterstreichen. Etwa mit dem spontan im Studio entstandenen siebenteiligen Bläsersatz und dem symphonischen Zusammenklang von Harmonium, Mellotron, Flügel und Trommel auf „Kingsfold“. Oder mit der starken Klavier-Grundierung des einleitenden Titeltracks. Nicht nur an den Klaviertasten ist wieder Henrik Gunde zu hören, er darf auf „Kontinent“ auch Mellotron, Harmonium und Vibrapohon spielen. Neben Marks langjährigen Bassisten Esben Eyermann vervollständigt nun am Schlagzeug der Klangschamane Bjørn Heebøll am Schlagzeug die Rhythmusgruppe. Und ganz neue Farben steuert Nils Økland mit Geige, Viola und Hardanger – einer norwegischen Fiddle – bei. Mit großem Instrumentarium wird hier also die pure Schönheit des Melodischen gefeiert. Entstanden während des weltweiten Ausnahmezustands und Lockdowns im sicheren Hafen eines Kopenhagener Studios ist „Kontinent“ so Ausdruck der unbezwingbaren Kraft der Musik.Credits: Recorded by Thomas Vang in The Village, Copenhagen, May 24-26, 2020 Additional recordings by Boe Larsen in Millfactory Studio, Copenhagen, June 2020 Nils Økland recorded in ABC Studio, Etne (NO) June 2020, Mixed by August Wanngren in Virkeligheden, Copenhagen, June & August 2020, Mastered at Stockholm Mastering by Thomas Eberger, August 2020 Produced by Arve Henriksen English lyrics translations by John L. Bell: 01, 04, 08, 10 & 11 Cover art by Uwe Kowski „Selber“ (2015), ACT Art Collection

17,50 €*
Pilgrim
Janne Mark - PilgrimCD / Vinyl / digital Janne Mark vocals Arve Henriksen trumpet Henrik Gunde Pedersen piano & celeste Esben Eyermann bass Jesper Uno Kofoed drums Gustaf Ljunggren lap steel Dänische Erneuerin der Kirchenlieder in the Spirit of Jazz Janne Mark schreibt Kirchenmusik, aber nicht auf jene oft verstaubte, streng in der Tradition verankerte Art, sondern eine, die im Hier und Jetzt, mitten in der Gesellschaft spielt, und sich dabei der Freiheit des Jazz und der Weite der skandinavischen Volksmusiktradition bedient. So haben ihre Lieder ihren Platz auch außerhalb des Sakralen gefunden, im weltlichen Raum: „Pilgrim“ ist eine „Musik, die für Kirchenfremde als auch für Kirchennahe geschrieben wurde“, erzählt sie selbst. Christliche Musik und Jazz führten schon immer eine enge Beziehung. Spirituals und später Gospel dienten als Nährboden und Inspirationsquelle. Für „Pilgrim“ hat sich Janne Mark den norwegischen Trompeter Arve Henriksen an ihre Seite geholt, wichtiger Protagonist des Nordic Jazz und vielen bekannt durch die Zusammenarbeit mit Lars Danielsson („Liberetto“-Alben). Die Emotionalität und Expressivität seines einzigartigen „flötenartigen“ Trompetensounds ist genau jener Ausdruck, den Mark für ihre Musik lange gesucht hatte: „Es ist, als ob Arves Klang die tiefsten Schichten der menschlichen Existenz trifft. Der Klang Arves traf mich voll und ganz auf eine Art, wo ich der Spur dieses Klanges folgen musste“, sagt Janne Mark. Dänische Kirchenlieder sind etwas Besonderes. Die Werke des größten dänischen Kirchenlieddichter N.F.S. Grundtvig (1783-1872) wirken weit über Dänemark hinaus und sind lebendiger Bestandteil des skandinavischen Liedguts. Wie auch Grundtvig hat Janne Mark als Kind in Jütland gelebt, aber nun ist ihr Hauptschaffensort Kopenhagen. Viele traditionelle Kirchenlieder wurden auf dem Land geschrieben, aber wie keine andere, moderne Kirchenlieddichterin bezieht Mark den städtischen Raum in ihre Musik ein. Damit hat sie die dänische Kirchenliedtradition erneuert wie niemand sonst in ihrer Generation: Janne Mark ist eine musikalische Feldblume mitten in der Stadt. Seit 2000 singt Janne Mark in der Brorsonskirche mitten in Kopenhagen und mitten in einem Viertel, das sich in den Medien mit Bandenkonflikten und einem Nebeneinander vieler Kulturen bemerkbar macht. Aber die Kirche ist eine Friedenszone mitten in dem Ganzen. Sie liegt übrigens in unmittelbarer Nähe des Friedhofes, wo die zwei größten Schriftsteller Dänemarks, der Philosoph Søren Kierkegaard und der Märchendichter H.C. Andersen, begraben sind. Dies ist der Ort, aus dem Janne Mark ihre Schaffenskraft zieht. Traditionelle Kirchenlieder trennen meist Dichter und Komponisten. Die intensive Einfachheit der Musik dient dem Ausdruck des Textes. Als Liedtexterin, Komponistin und Sängerin verfolgt Janne Mark aber einen anderen Ansatz: „In meinem Fall ist es fast immer die Melodie, die sich zuerst zu erkennen gibt, oft mit einer ersten Strophenzeile, einer Titel- oder anderen Text-Idee, die etwas Melodisches und Rhythmisches in Bewegung setzt“, erklärt sie. Inspirationen kommen aus vielen Quellen, sowohl aus dem Nahbereich in Kopenhagen, der Literatur und anderer Musik. Man hört, dass die Musik von jemandem kommt, der zuhört, sowohl sich selbst, anderen und Gott. Und vielleicht versteht man Janne Marks Kirchenlieder am besten als ein langes Gebet um mehr Licht in der Dunkelheit. So schreibt sie davon, Licht anzuzünden für die, die weg sind, und dass das Licht dringen möge in die schattenreichen Räume der Seele. Und es ist, als ob Janne Mark mit ihren Worten und langen Tönen Licht aus dem ruhigen Raum der Kirche in alle Ritzen des Daseins sendet.„Die Kirche ist das Haus der Langsamkeit. Mich beschäftigt Langsamkeit, Stille, das Geräusch von Langsamkeit und Stille. Das Geräusch der Welt als Kirchenlied. Das Geräusch der Welt als Kirche“, sagt Janne Mark selbst. In diesem Sinne geben ihre Lieder auch meditative Ruhe.„Pilgrim“ ist ein einnehmendes wie geistvolles Album, das es zu entdecken lohnt. Ein Ruhepol in der heutigen Zeit, die von Unruhe und Ungewissheit geprägt ist. Und es ist das Portrait einer hierzulande noch unbekannten, aber faszinierenden Künstlerin, die erfolgreich einen Weg zwischen Kirchenlied, Folk, Song und Jazz eingeschlagen hat.Credits: Recorded by Lars Nilsson at Nilento Studios, Kållered (SE), May 4 & 5, 2017 and by Boe Larsen at MillFactory Studios, Copenhagen, May - June 2017 Mixed and mastered by Lars Nilsson Produced by Esben Eyermann and Janne Mark Vocals produced by Boe Larsen Cover art by Neo Rauch (detail), “Kleine Unterbrechung” 2017 by kind permission of the artist, courtesy Eigen&Art Leipzig / Berlin Arve Henriksen appears courtesy of ECM Records and Rune Grammofon

Ab 17,50 €*
Pilgrim Songbook
Janne Mark - Pilgrim SongbookBuchDänische Erneuerin der Kirchenlieder in the Spirit of Jazz Janne Mark schreibt Kirchenmusik, aber nicht auf jene oft verstaubte, streng in der Tradition verankerte Art, sondern eine, die im Hier und Jetzt, mitten in der Gesellschaft spielt, und sich dabei der Freiheit des Jazz und der Weite der skandinavischen Volksmusiktradition bedient. So haben ihre Lieder ihren Platz auch außerhalb des Sakralen gefunden, im weltlichen Raum: Auf „Pilgrim“ finden sich Stücke, „die für Kirchenfremde als auch für Kirchennahe geschrieben wurde“, erzählt sie selbst. Credits: Distributed by Eksistensen Cover art by Neo Rauch (detail), “Kleine Unterbrechung” 2017 by kind permission of the artist, courtesy Eigen&Art Leipzig / Berlin 59 pages

16,95 €*

Konzerte