Erfolg von Jazz at Berlin Philharmonic geht weiter

Erfolg von Jazz at Berlin Philharmonic geht weiter
Konzert am 27.11. im Kammermusiksaal fast ausverkauft

Bereits nach zwei gefeierten Konzerten und einer international vielbeachteten CD-Veröffentlichung kann man die noch junge Reihe „Jazz at Berlin Philharmonic“ getrost als Erfolgsmodell bezeichnen. Der Auftakt im letzten Jahr war das erste ausverkaufte Jazzkonzert in der Geschichte des Kammermusiksaas der Berliner Philharmonie überhaupt. Am 27.11. treffen nun Posaunist und Sänger Nils Landgren, Pianist Tigran Hamasyan, Bassist und Cellist Lars Danielsson, sowie Schlagzeuger Wolfgang Haffner aufeinander. Erstmals wirken auch Musiker der Berliner Philharmoniker bei Jazz at Berlin Philharmonic mit. Und schon jetzt ist sicher, dass sich die Erfolgsgeschichte der Serie fortsetzt – das Konzert ist fast ausverkauft!

Dies ist zweifellos ein weiterer Schritt in Richtung jener legendären, 1944 von Norman Granz begründeten Reihe Jazz at the Philharmonic, die erst in Los Angeles und in den ganzen Vereinigten Staaten, dann weltweit den Jazz aus den schummrigen Clubs in die große Konzertsäle holte. Der seinerzeit revolutionäre, vielleicht erst jetzt wirklich von der Realität eingeholte Gedanke, Klassik und Jazz – die zweite Klassik – gleichwertig zu präsentieren und Musiker verschiedenster stilistischer Herkunft etwas Gemeinsames erschaffen zu lassen, steht jedenfalls eindeutig Pate bei Siggi Loch, wie auch beim Intendanten der Berliner Philharmoniker, Martin Hoffmann und Chefdirigenten Sir Simon Rattle – beide große Jazz-Freunde.

Das Konzert am 27.11. ist ein Gipfeltreffen des europäischen Jazz und Musterbeispiel für dessen Vitalität und Eigenständigkeit. Wenn auch jenseits des Atlantiks oft immer noch argwöhnisch bis trotzig beäugt, steht außer Frage: In den vergangenen zwei Jahrzehnten kamen wichtige Entwicklungen im Jazz nicht mehr nur aus Amerika, sondern auch aus Europa: Neue rhythmische und klangmalerische Konzepte zum Beispiel, vor allem aber die Entdeckung und Verarbeitung der vielfältigen europäischen Volksmusiktraditionen und klassischen Musik. Gemeinsam rütteln die mittlere und eine ganz neue Generation europäischer Jazzer nicht mehr nur an den Gitterstäben des afroamerikanisch definierten Jazzbegriffs, sie haben  diesen Käfig schon lange verlassen. Dafür ist Jazz at Berlin Philharmonic ist ein weiterer, eindrucksvoller Beweis.

Jazz at Berlin Philharmonic ist eine Kooperation der Stiftung Berliner Philharmoniker mit ACT Music+Vision, kuratiert von Siggi Loch.

Das Konzert ist fast ausverkauft. Restkarten gibt es unter www.berliner-philharmoniker.de.

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