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Vincent Peirani - ©ACT / Sylvain Gripoix
Vincent Peirani - ©ACT / Sylvain Gripoix

„Was der aus Nizza stammende Pariser dem Knopfakkordeon und der Akkordina entlockt, hat man so noch nicht gehört. Die große französische Akkordeontradition von Galliano bis Matinier scheint durch, wird aber durch einen neuen, eigenen Ausdruck gesteigert. Da spielt eine kommende Größe!“

– Süddeutsche Zeitung

Der französische Akkordeonist, Sänger und Komponist Vincent Peirani wurde am 24.4.1980 in Nizza geboren. Im Alter von elf Jahren beginnt er, Akkordeon zu spielen. Ein Jahr später nimmt er am „Conservatoire National de Région“ in Nizza Unterricht in klassischer Musik für Klarinette und Akkordeon und es zeigt sich schnell seine große Begabung.

Schon im Teenageralter, zwischen 1994 und 1998, gewinnt er zahlreiche internationale Preise und Wettbewerbe für klassisches Akkordeon, darunter den Klingenthaler Akkordeonwettbewerb (Deutschland), den Preis des Akkordeonfestivals in Castelfidardo (Italien), den „Trophée Mondial at Cassino“ (Italien) und den internationalen „Reinach“ Akkordeonwettbewerb (Schweiz). Höhepunkt dieser Auszeichnungen ist 1996 der erste Platz im Wettbewerb für klassisches Akkordeon am „Conservatoire National Supérieur de Musique“ in Paris. Diese frühen Erfolge ermöglichen Vincent Peirani schnell europaweite Festivalauftritte (Bayreuth, Salzburg, Wien, Rom, Stockholm).

Mit 16 Jahren entdeckt er den Jazz – besonders die Musik von Bill Evans und der französischen Jazzrock Band „Sixun“ und beginnt im Jahr 2001 ein Jazzstudium am „Conservatoire National Supérieur de Musique“ in Paris. Anfangs erntet er mit seinem Instrument, dem Akkordeon und seiner klassischen Laufbahn eher Skepsis, überzeugt aber bald durch einen ganz neuen Blick auf das Akkordeon und macht sich so auch in der Jazzszene Frankreichs einen Namen. Seinen großen Durchbruch hat er mit dem ersten Preis der „La Défense Jazz Competition“ im Jahre 2003. Der Preis öffnet ihm die Türen für die Zusammenarbeit mit der Créme der französischen Jazzszene. Peirani beschließt, das Jazzstudium abzubrechen um mehr Zeit zum Spielen zu haben und arbeitet bald darauf mit Musikern wie Michel Portal, Daniel Humair, dem Renaud Garcia Fons Quintett, Sylvain Luc, Louis Sclavis oder Vincent Courtois. Insbesondere die Zusammenarbeiten mit Michel Portal und Daniel Humair dauern bis heute an.

Parallel verfolgt er zahlreiche eigene Projekte und schöpft dabei aus den unterschiedlichsten Genres – von Jazz, Chanson und Weltmusik über Klassik bis hin zu Heavy Rock. Zu seinen wichtigsten Projekten zählen die Band „Mésolex“, das Duo mit dem Saxofonisten Vincent Lê Quang und das Quintett „Living Being“ sowie die Zusammenarbeit mit der französisch-indonesischen Sängerin Serena Fisseau (Projekt: „Sejalan“). Mit diesen Besetzungen nimmt er zahlreiche Alben auf, darunter „Mésolex“ (2008), „Gunung Sebatu“ (2009) und „EST“ (2010).

Seit dem Jahr 2011 spielt Vincent Peirani regelmäßig im Quartett der koreanischen Sängerin Youn Sun Nah. Auf diesem Weg lernt er auch den schwedischen Gitarristen Ulf Wakenius und ACT Labelchef Siggi Loch kennen. Peirani wirkt auf dem im Februar 2012 veröffentlichten Album „Vagabond“ (ACT 9523-2) von Ulf Wakenius mit, wenig später geben beide im Duo auf Tournee und Vincent Peirani sorgt allerorts für Staunen und Begeisterung.

Auf „Lento“ (ACT 9030-2, April 2013) von Youn Sun Nah ist Vincent Peirani als Sideman zu hören. Sein ACT Debüt als Leader, „Thrill Box“ (ACT 9542-2), erschien im Mai 2013. Hier fließen all seine musikalischen Erfahrungen in ein lyrisches Album ein, welches die vielfältigen klanglichen Möglichkeiten des Akkordeons mit der Begleitung von Michael Wollny (Piano), Michel Benita (Kontrabass) sowie Michel Portal und Emile Parisienne als Gastsolisten vereint.