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Various Artists
Hendrix in the Spirit of Jazz

Produktinformationen

Besetzung

Various Artists


Aufnahmedetails

Total Time: 59:00

Music composed by Jimi Hendrix

Compiled by Marco Ostrowski
Mastered by Klaus Scheuermann

Cover art design by Siggi Loch


„When I die, I want people to play my music, go wild and freak out and do anything they want to do.“

Dieser Wunsch von Jimi Hendrix ging in Erfüllung. Zwar starb der in seinem Privatleben so unglückliche Gitarrist schon 1970, mit erst 27 Jahren, doch seine Musik ist unsterblich und wird bis heute im Geiste seines Zitats gespielt. Unzählige Musiker, ob in der Rock- und Popmusik oder im Jazz, wurden von ihm beeinflusst, viele berufen sich explizit auf ihn. Auch viele Mitglieder der ACT-Künstlerfamilie wurden von Jimi Hendrix inspiriert und haben seine Musik auf ihre Weise gespielt.

Am 27. November dieses Jahres wäre diese Ikone der 68er-Bewegung, dieser Pionier des Rock 75 Jahre alt geworden. Anlass genug, das Genie an der E-Gitarre mit einer Retrospektive der Interpretationen von ACT-Musikern hochleben zu lassen: „Hendrix in the Spirit of Jazz“.

Allen voran geht dabei Nguyên Lê, der erste Künstler, den ACT in seinem Gründungsjahr vor 25 Jahren exklusiv unter Vertrag nahm. Als Gitarren-Autodidakt steht der vietnamesisch-französische Stilist Hendrix besonders nahe, oft war der Einfluss bei seiner unverwechselbaren Weltmusik spürbar, die Einflüsse der Kontinente Europa, Asien und Amerika innovativ verschmilzt; und fast logischerweise konnte er einen seiner größten Erfolge 2002 mit der CD „Purple – Celebrating Jimi Hendrix“ feiern. Seine Versionen von „1983…(A Merman I Should Turn To Be)“ und „If 6 Was 9“ von diesem Album stehen nun im Zentrum von „Hendrix in the Spirit of Jazz“, erfüllen sie doch mustergültig den Anspruch des Titels: Die Wucht von Hendrix „Rock-Sound of Freedom“ wird hier mit den Mitteln der Jazz-Improvisation verstärkt.

Neben Lê ist Terri Lyne Carrington die prägende Figur dieser Aufnahmen, die nicht nur am Schlagzeug die treibende rhythmische Kraft bei den mal wütend-rockigen, mal souligen, mal sphärisch träumenden Themen von Hendrix abgibt, sondern auch seinen, um eigene Gedanken erweiterten, Texten ihre Stimme leiht.

Wie bunt und vielgestaltig sich der Kosmos von Hendrix‘ Stücken beleben lässt, beweisen auch die anderen hier versammelten Musiker: Ob Bugge Wesseltoft „Angel“ in eine zarte Solopiano-Ballade verwandelt oder sein finnischer Pianistenkollege Iiro Rantala im Trio mit Lars Danielsson am Bass und Peter Erskine am Schlagzeug den „Little Wing“ locker groovend dahinfliegen lässt. Ob die einzigartige Youn Sun Nah „Drifting“ als unwiderstehlichen Ruf der Sehnsucht anstimmt oder ihre soulige schwedische „Sister-in-Jazz“ Ida Sand die „Manic Depression“ so ausdrucksvoll nachzeichnet. Ob die NDR Bigband bei „Voodoo Chile“ ausgelassen losrockt oder die ACT Family Band mit Cæcilie Norby, Céline Bonacina, Wolfgang Haffner, Lars Danielsson und noch einmal Nguyên Lê mit der wohl berühmtesten Hendrix-Hymne „Purple Haze“ als Live-Brett vor einem begeistert mitgehenden Publikum den damals 20. Geburtstag von ACT feiert...

„Hendrix in the Spirit of Jazz“ ist eine Collage, die beweist, dass die Musik von Jimi Hendrix nach wie vor und mehr denn je lebt. Und einen, zumindest musikalisch, dazu anregt, wild zu werden, auszuflippen und zu tun, was man will.