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Nils Landgren Funk Unit © Thron Ullberg 2017
Nils Landgren Funk Unit © Thron Ullberg 2017
Nils Landgren © Thron Ullberg 2017
Nils Landgren © Thron Ullberg 2017

Produktinformationen

Besetzung

Nils Landgren Funk Unit:
Nils Landgren / trombone & vocals
Magnum Coltrane Price / bass & vocals
Andy Pfeiler / guitar & vocals
Jonas Wall / saxes
Petter Bergander / keyboards
Robert Ikiz / drums

Honorary Funk Unit Member - Ray Parker Jr :
Guitar on Unbreakable,
Rockin’ After Midnight (& vocals),
Just A Kiss Away, Stars In Your Eyes
& Bow Down

Randy Brecker / trumpet on 06
Tim Hagans / trumpet on 09


Aufnahmedetails

Recorded by Janne Hansson at Atlantis Studios, Stockholm, Nov 14-17, 2016
Assistant engineer: Jan Ugand.
Additional recordings by Magnum Coltrane Price at Studio Monica,
Skyclose and Beatbox Studios and by Sven Hodam & Sebastian Pilch
at Hodam Produktion Dessau.
All horns arranged by Jonas Wall

Mixed by Magnum Coltrane Price
Mastering by Hoffe Stannow & Magnum Coltrane Price at Cosmos Mastering, Stockholm

Produced by Magnum Coltrane Price & Nils Landgren for Red Horn Music AB
Executive Producer: Siggi Loch

Cover art by paul Jenkins (1923-2012), Phenomena Trial By Fire, 198


Funk-Bastion seit 25 Jahren

Alles, was man wissen muss, erzählt Nils Landgren im ersten Song selbst, dem Titeltrack des neuen Albums „Unbreakable“. Nach einem krachenden Gitarrenriff und weich groovenden Orgelakkorden singt er: „We’ve been funkin‘ for a long time, more then twenty years. We’ve seen the world like it is, are facing all the fears. From Shanghai to New Jersey, seen the Kreml too. Everywhere we go, funkin‘ is all we do. We‘re unbreakable!“ In der Tat sind es nun genau 25 Jahre, dass er den Grundstein für seine in Europa konkurrenzlose Karriere als Posaunist, Sänger, Produzent, Mentor, Bigband-Leader und Festivalleiter legte – mit seiner Funk Unit.

Auf ureigenem amerikanischen Gebiet, dem jazzigen Soul und Funk nämlich, bewiesen Landgren und seine eingeschworene Truppe, dass europäische Musiker nicht nur mithalten, sondern sogar eigene Akzente setzen können – heute eine Selbstverständlichkeit, damals eine Sensation. Zahllose Funk-Formationen tummeln sich inzwischen zwischen Island und Griechenland, zwischen Frankreich und Polen, doch NLFU, die Nils Landgren Funk Unit, ist immer noch die Speerspitze. Auf „Unbreakable“ kann man wieder hören, warum.

Machen Landgren und die Funk Unit doch stets, was einen Song unmittelbar unter die Haut gehen lässt: Unwiderstehlich wummert der Slow Groove bei Allen Toussaints „Just A Kiss Away“ dahin, ganz relaxed und gerade deshalb mit maximaler Spannung geht es auch bei „Friday Night“ und Herbie Hancocks „Stars In Your Eyes“ zur Sache. Die Soul-Schraube wird aber bei „Old School“ und „NLFU Funk“ problemlos angezogen, um mit „Bow Down“ hymnisch und mit einem Schuss Hip-Hop auszuklingen.

Grandios wie eh und je ist das Netz, das zwischen den Instrumenten und Stimmen geknüpft wird: Das hohe helle Timbre Landgrens harmoniert spannungsvoll mit dem dunklerem, auch mal mit Vocoder verfremdeten von Magnum Coltrane Price (am eindrucksvollsten wohl bei „Get Down On The Funk“), dazu kommen immer wieder „close-harmony“-Chorsätze der ganzen Band im Stile von Earth, Wind & Fire.

Erneut haben sich Landgren und seine Jungs prominente Gäste eingeladen. Allen voran das „Funk Unit-Ehrenmitglied“ Ray Parker Jr. Der mit „Ghostbusters“ berühmt gewordene Gitarrist und Sänger war schon beim Funk Unit-Klassiker „Licence To Funk“ dabei, wie auch bei „Creole Love Call“, der Zusammenarbeit Landgrens mit Joe Sample. Und steuert hier auf fünf Songs seine bluesige Gitarre und bei „Rockin‘ After Midnight“ ebenfalls seine unverwechselbare Stimme bei. Auch US-Trompeter Tim Hagans - 1999 bei „5000 Miles“ ebenfalls bereits mit von der Partie – spielt eines seiner großartigen Soli. Schließlich fehlt auch die amerikanische Jazz- und Funklegende nicht, die bereits auf dem ersten Funk-Unit-Studioalbum „Paint It Blue“ 1996 zu hören war: Randy Brecker. Auf dem wundervollen Marvin-Gaye-Cover „Rockin‘ After Midnight“ zeigt der Trompeter warum er auch heute noch, mit 71 Jahren, zu den gefragtesten Solisten weltweit gehört.

Das ist, um einen der Songtitel zu zitieren, „Old School“ im besten Sinne. Ein Album mit Funk vom Feinsten, bei dem sich Landgren und seine Unit tatsächlich als „unbreakable“, als unkaputtbar erweisen.