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Sebastian Studnitzky, Jonas Wall, Magnum Coltrane Price, Nils Landgren, Robert Ikiz, Magnus Lindgren & Andy Pfeiler - ©ACT / Steven Haberland
Sebastian Studnitzky, Jonas Wall, Magnum Coltrane Price, Nils Landgren, Robert Ikiz, Magnus Lindgren & Andy Pfeiler - ©ACT / Steven Haberland
Nils Landgren, Sebastian Studnitzky, Magnum Coltrane Price, Andy Pfeiler, Magnus Lindgren, Robert Ikiz, Jonas Wall  - ©ACT / Steven Haberland
Nils Landgren, Sebastian Studnitzky, Magnum Coltrane Price, Andy Pfeiler, Magnus Lindgren, Robert Ikiz, Jonas Wall - ©ACT / Steven Haberland

Produktinformationen

Besetzung

The Funk Unit is:
Nils Landgren / trombone & vocals
Magnum Coltrane Price / bass & vocals
Magnus Lindgren / woodwinds & vocals
Jonas Wall / woodwinds & vocals
Sebastian Studnitzky / keyboards & trumpet
Andy Pfeiler / guitar & vocals
Robert Ikiz / drums

Special Guests:
Joe Sample / rhodes solo on 05
Wilton Felder / tenor sax solo on 08
Till Brönner / trumpet solo on 06


Aufnahmedetails

Produced by Magnum Coltrane Price & Nils Landgren
Recorded by Janne Hansson, February 7 - 10, 2013 at Atlantis Studio Stockholm
Mixed by Magnum Coltrane Price
Mastered by Hoffe Stannow at Cosmos Mastering Stockholm

Cover art: Teamgeist II, 2006, by Martin Noël (1956 - 2010), by permission of Margarete Noël


Vielleicht ist es die beste Funk Unit aller Zeiten die Nils Landgren seit 2010 dauerhaft um sich schart: Eine Groove-Connection mit kombinationsstarken Teamplayern und beschlagenen Edeltechnikern. James Brown meets Parliament meets Crusaders meets Funk Unit, so könnte man Mr. Redhorns Spielkonzept auf „Teamwork“ umschreiben. „Teamwork“ ist Party-Stimmung pur. Locker-lässig zirkulieren die Töne durch die Reihen, brillante Bläsersätze wechseln ab mit ekstatischen Solos, tanzbare Beats und fulminante Tempoverschärfung, cooler Gesang und starke Melodien, aber auch Zeit für Eleganz und den innigen Klammerblues. All das ist „Teamwork“: gespielt von einem Dreamteam aus schweißtreibenden Funk-Arbeitern mit dem Soul im Blut.

“Ich hatte das Gefühl, dass die Funk Unit noch so viel zu geben hat“, erzählt Teamchef Landgren, dessen Funk-Formation nach bislang 8 Alben immer noch keine Ermüdungserscheinungen zeigt. Denn mit „Teamwork“ setzt der Führungsspieler verstärkt auf das Können des Kollektivs. Und verfolgt für „Teamwork“ eine Entstehungsstrategie, die auch Funkgrößen wie James Brown oder George Clintons Parliament groß gemacht haben: sich treiben lassen, dorthin wo der Groove einen hinführt - Work in Progress. „Der Aufnahme sind stundenlange Jams vorausgegangen. Wir haben drauflosgespielt und das Aufnahmegerät mitlaufen lassen. Magnum Coltrane Price und Robert Ikiz zimmerten das Groove-Fundament, das uns zu Melodien und Bläser-Riffs inspirierte. Anschließend haben wir die Aufnahmen gemeinsam gecheckt: Wo ist Potential, wo gibt es starke Melodien, welche Riffs sind einprägsam? Es war wie nach Gold schürfen. Stück für Stück nahmen die Songs Gestalt an. Erst dann ging es ins Atlantis Studio in Stockholm, dorthin wo ABBA früher ihre legendären Aufnahmen gemacht hatten.“ Das Ergebnis: Ein Album, das nicht am Reißbrett entstanden ist, sondern quasi live. Nichts klingt gewollt, alles ganz natürlich.

„Teamwork“ ist somit keine hohle Phrase sondern Programm. Es braucht mehr als nur gute Einzelkönner, sondern ein verschworener Haufen mit dem richtigen Teamgeist. Die Weisheit der Vielen gibt dem Album seinen besonderen Kick: Die 13 Kompositionen entstammen meist dem Input der gesamten Funk Unit unter der Federführung einzelner. Bei den Horn Arrangements tat sich Jonas Wall besonders hervor. Und Magnum Coltrane Price gab dem Album an der Mixing-Konsole und als Produzent den Feinschliff. „Mit dieser Funk Unit fühle ich mich richtig wohl. Ich bin glücklich, dass wir nun seit 2010 in dieser Formation ununterbrochen zusammenspielen. Die Jungs sind alle gute Freunde.“

Mit seiner 7-köpfigen Europa-Auswahl schafft Landgren die Quadratur des Kreises: authentisch tönende „Black Music“ zu kreieren und dafür noch amerikanische Spitzenkräfte zu gewinnen. Denn auf dem neuen Funk Unit-Album geben die ganz Großen der Szene ein Gastspiel: Die beiden Crusaders-Legenden Joe Sample und Wilton Felder. „Seit einigen Jahren bin ich Mitglied der Crusaders und Joe kenne ich bereits seit dem 80ern. Wir haben ja auch gemeinsam das Album „Creole Love Call“ aufgenommen. Wilton ist vielen vielleicht nicht so bekannt, aber wenn man hört, welch großartiges Solo er auf Mr Masumoto bläst, weiß man, warum er trotz seiner 72 Jahre noch zur Spitzenklasse gehört.“ Spitzenklasse ist ohne Zweifel auch Till Brönner, Deutschlands-Trompeten-Nr. 1, wie auf „Rhythm Is Our Business“ zu hören ist. „Er war ja auch schon auf älteren Funk Unit Platten dabei und gehört quasi zur Familie“, so Landgren.

Der Titel „Rhythm Is Our Business” darf getrost als Untertitel von „Teamwork“ gelten. Selten klang ein Funk Unit Album so mitreißend und frisch. Schon der Opener „Get Serious Get A Job“ bringt den Blutdruck in Wallung. Der Monstergroove von “Mr Masumoto“ wird wie von einer Guillotine immer wieder durchschnitten von knackigen Bläserriffs. Auch bei „Where the Funk Is At“ juckt es unaufhörlich in den Füßen. „Papa Bull“ kommt mit karibischem Flair daher. Ein herausragendes Flötensolo von Magnus Lindgren macht den Unterschied auf „Tracksuit“. Und ein 70er Retro-Einschlag weht über das gesamte Album.

Mit „Teamwork“ erfüllt Nils Landgren abermals seine unaufhörliche Mission, die Herzen und die Beine seiner Zuhörer zu erobern. Eine Expedition, die seinen Platz in der Champions League des internationalen Funks einmal mehr untermauert. Diese Funk Unit begeistert, reist mit und macht eine Menge Spaß. Eine richtige Working Band eben, in die sich jeder einbringen kann. Und das ist gut so – wie „Teamwork“ beweist.