Zurück zu Alben Details

Nils Landgren
Licence To Funk

German Jazz Award für Licence To Funk - Ray Parker Jr., Wolfgang Haffner, Nils Landgren, Magnum Coltrane Price, Magnus Lindgren - ©ACT / Stefan Malzkorn
German Jazz Award für Licence To Funk - Ray Parker Jr., Wolfgang Haffner, Nils Landgren, Magnum Coltrane Price, Magnus Lindgren - ©ACT / Stefan Malzkorn
Nils Landgren - ©ACT / Steven Haberland
Nils Landgren - ©ACT / Steven Haberland

Produktinformationen

Besetzung

Nils Landgren - trombone & vocals
Ray Parker Jr. - guitar & vocals
Ida Sand - keyboards & vocals
Magnus Lindgren - sax, flute & vocals
Magnum Coltrane Price - bass & vocals
Wolfgang Haffner - drums & vocals


Aufnahmedetails

Recorded at Altantis Studios Stockholm by Ranne Hansson on April 10 - 13, 2007 and by Stefan Boman on April 14, 2007
Additional recordings by Magnum Coltrane Price at Jazz Stockholm & The Beatbox, Stockholm and by Oliver Bergner at NDR Studio 1, Hamburg
Mixed by Magnum Coltrane Price at The Beatbox, Stockholm
Analog Mastering by Björn Almstedt at Cuttingroom, Stockholm
Produced by Magnum Coltrane Price and Nils Landgren
Co-Produced by Ray Parker Jr.


People keep asking me, what is Funk and what makes you feel like doin´ stuff like that?  The answer is quite simple. I play it because I love it. We all do.
Funk is music that makes me wanna dance. To move my old Swedish body to the beat. Funk is the power of groove. Funk is sweat. It is tears. It is love. Funk is a way of life. It is in our blood. And, it´s a lot of fun too.
”Free your mind and your ass will follow” as George Clinton of the Funkadelic expressed it. Right he was.
On this album, we want to do the Funk, the whole Funk and nothing but the Funk. And yet, we haven´t forgotten that there has always been a strong element of jazz in our music. It´s still there. Don´t you worry `bout a thing.
Ray Parker Jr. is from Detroit. He knows how to lay down a groove and keep it forever, may it be fast or slow. And he´s got that unmistakable voice which I´ve loved ever since I first heard it, many moons ago. Now I get to play with Ray. Not bad.
Magnum Coltrane Price has roots in Detroit just like Ray. MCP can pump that bass to the max without ever losing one single beat. He is also a master of melodic playing, something you can really hear on this album. On top of that he´s a great singer. Beat that if you can.
Wolfgang Haffner is a true master, just check out the airtight grooves on this wax. He is my man, always there when I need him, always giving a 110 percent, no matter what.
Ida Sand is such a beautiful musician, and woman. She´s got great taste and style and man, can she sing.
Magnus Lindgren is the golden boy. A master of all trades, everything he touches turns into something precious.
I am proud to present the Funk Unit 2007. With a licence to Funk.
Welcome to our world.
Peace and Love,
Nils Landgren
A very special Thank You to my friend MCP who has been with me ever since the first Funk Unit tour in 1997. You´ve never let me down. Without you, No Funk Unit!
≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈
Einem musikalischen Kosmopoliten, der sich an der Seite von Stars wie Fred Wesley, Maceo Parker, Thad Jones, Herbie Hancock oder Roy Hargrove bewährt hat, wird in der Welt des Jazz keine Lizenz mehr verwehrt – erst recht nicht die für den Funk –, ganz egal, ob er nun in Detroit, Michigan, geboren ist oder in Degerfors, in der schwedischen Provinz Värmland, wie Nils Landgren. Mr. Red Horn, wie Landgren wegen seiner auffälligen roten Yamaha-Posaune genannt wird, sorgt in der europäischen Jazzszene gleichermaßen als unermüdlicher Live-Musiker, origineller Komponist und als charismatischer Hochschullehrer für Furore.
Seine Präsenz und Power beeindruckte ACT-Gründer Siggi Loch, als der ihn 1994 beim JazzBaltica-Festival in Salzau erstmals live erlebte, so sehr, dass Loch sich sicher war, in Landgren eine der wichtigsten Entdeckungen im Laufe seiner langjährigen Business-Karriere gemacht zu haben. Mit bisher 15 Alben und einer DVD unter eigenem Namen sowie der Mitwirkung an zahlreichen anderen Produktionen hat sich der 51-jährige während seiner Magic Years bei ACT als eine der tragenden Kräfte im Künstlerstamm des Labels profiliert. Der Schwede ist nicht nur ein immens fleißiger, sondern auch ein besonders vielseitiger Musiker, der sich in kleinen wie großen Besetzungen, in der swingenden Jazztradition wie in der eher kammer-jazzig geprägten europäischen Moderne gleichermaßen zuhause fühlt. Zu einer musikalischen Leidenschaft zieht es ihn jedoch immer wieder zurück: dem aus dem R&B und Souljazz der 60er und 760er Jahre entwickelten Funk.
Die kommunikative Kraft des Funk steht auch im Mittelpunkt seines neuen Albums Licence To Funk. Dass dies bei aller Virtuosität, jazzmäßigen Finesse und Intelligenz alles andere als eine akademische Angelegenheit werden würde, überrascht bei einem musikalischen Vollblut wie Landgren nicht. Dies ist ein Album „for those who like to party“. Oder wie Nils es verschmitzt in seinen Linernotes ausdrückt: „to move my old Swedish body to the beat.“
Wie es seinem künstlerisch neugierigen, aufgeschlossenen Naturell entspricht, hat Nils Landgren für seinen Umgang mit dem groove-betonten Idiom eine so universelle wie zeitgemäße Sprache gefunden. Dieser „contemporary vibe“ hat sicherlich auch mit der Tatsache zu tun, dass Landgren die Besetzung seiner Funk Unit immer wieder auffrischt, so auch für Licence To Funk: Neben Langzeit-Weggefährten wie Magnum Coltrane Price am Bass und Deutschlands Vorzeige-Drummer Wolfgang Haffner, sind diesmal die Sängerin und Keyboarderin Ida Sand, eine Neuentdeckung aus Schweden, die gerade ihr hoch gelobtes und von Landgren produziertes ACT Debüt Meet Me Around Midnight (ACT 9716-2) herausgebracht hat, und der Saxofonist und Flötist Magnus Lindgren (er hat u.a. 2003 die Musik für die Verleihung des Nobelpreises geschrieben!) mit von der Partie.
Eine echte Legende des Detroit-Funk gewann der umtriebige Schwede als Gitarristen: Ray Parker Jr., der Komponist des Millionensellers „Ghostbusters“ hatte auch schon an Landgrens Projekt Creole Love Call (ACT 9707-2) mit Joe Sample mitgewirkt. Sie alle sind auch als Komponisten auf Licence To Funk vertreten.
Schon die ekstatische Eröffnung mit dem Fred-Wesley-Klassiker „House Party“ zeigt unmissverständlich an, wohin auf diesem Album die Reise geht: Hier wird der Funk als Gemeinschaftserlebnis gefeiert. Dabei kommen in jedem der zwölf Tracks andere Facetten des Genres zum Tragen: Der entspannten Eleganz von Landgrens eigenem „Capetown Shuffle“ steht der unwiderstehliche Schwung des Ashford/Simpson-Klassikers “Stuff Like That“ gegenüber, schwelgerische Gospelharmonien prägen die Vokalsätze im rasanten „freak U“ aus der Feder von Magnum Coltrane Price. Wolfgang Haffners lässiges „Slowfoot“ krönen Lindgren und Landgren mit seelenvollen Soli, Ida Sand lädt als Vokalistin ihre Eigenkomposition „Secret“ mit laszivem Bluesfeeling auf, während Landgren mit dem lässigen Understatement seines Gesangs in „24Hours“ für eine cool-loungige Atmosphäre sorgt. Die knalligen Riffs in „SampleRayT“ beschwören den Spirit aus den großen Tagen der Crusaders ähnlich herauf wie das Powerplay des gesamten Ensembles in „Brazos River Breakdown“, einem Original des Crusaders-Saxofonisten Wilton Felder.
Mit Licence To Funk erlebt eine der ungewöhnlichsten und eindrucksvollsten Erfolgsgeschichten der letzten Jahre im europäischen Jazz ein begeisterndes neues Kapitel!