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Produktinformationen

Besetzung

Nils Landgren / trombone & vocals
Jan Lundgren / piano


Produced by the artists

Recorded by Michael Dahlvid at Nilento Studio, Gothenburg, March 26 & 27, 2018
Mixed and mastered by Lars Nilsson

Lacquer Disc Cutting by Sidney Claire Meyer at Emil Berliner Studios Berlin

Cover art by Janika Sootna: “Oops…” (edited), by kind permission of the artists

Duo-Art – es ist die reduzierteste Form des miteinander Musizierens. Nicht minder reichhaltig und wenn's gelingt, die kleinste ›Bigband‹ der Welt – zwei auf sich allein gestellt, spontan und intensiv. Ein musikalischer Seiltanz ohne Netz und doppelten Boden. Mit „Kristallen“ stellen sich nun die beiden Schweden Nils Landgren und Jan Lundgren dieser Herausforderung.

Klang – eine Momentaufnahme, die in vielen Farben schwelgt. Funkelt und glänzt, trotz Ecken und Kanten. Entfaltungsraum der Vorstellungskraft. Wundervoll dann, wenn er am zerbrechlichsten ist. Nils Landgren und Jan Lundgren halten ihn fest und gestalten daraus lyrische Tongemälde: „Kristallen“ ist ruhig und gelassen dahinfließender Kammerjazz, der nicht nach Aufmerksamkeit schreit, sondern demjenigen seine wahre Schönheit offenbart, der genau hinhört.

Schon der Opener „Blekinge“ setzt den Ton des Albums, eine Reminiszenz an die beschauliche Provinz, aus der Jan Lundgren stammt. Zwischen erhabener Leichtigkeit und melancholischem Sinnieren entsteht eine subtile Klanglandschaft, die sich aus schwedischer Volksmusik und Blue Notes speist. „Byssan Lull“ schließt nahtlos daran an. Die andächtig vorgetragene Melodie wird in einem beschwingten Blues fortgeführt. Im Wechselspiel von Posaune und Klavier ertönt „Hornlåtar”, das verschiedene kurze Hornsignale, wie sie traditionell in Schweden gespielt werden, kunstvoll verarbeitet. Erinnerungen an Nils Landgrens Duoeinspielung „Swedish Folk Modern“ von 1997 mit Esbjörn Svensson werden wach. Zwei weitere Stücke haben eine tiefe persönliche Bedeutung für Landgren: „Olu“ findet sich bereits auf dem Album „Gotland“ (1996) wieder, aufgenommen mit dem 2018 verstorbenen polnischen Trompeter Tomasz Stańko. Und „Värmlandsvisan“ schließlich ist eine Hommage an Landgrens Heimat.

Neben seinen Eigenkompositionen hat sich Jan Lundgren bei der Titelauswahl bei zwei für ihn einflussreichen Pianisten bedient: „Country“ stammt aus der Feder von Keith Jarrett und „The Wedding“ von Abdullah Ibrahim. Stücke aus dem Great American Songbook und Musik der Beatles komplettieren das Repertoire.

Schon auf Nils Landgrens Leonard Bernstein-Hommage „Some Other Time“ konnte man das Zusammenspiel mit Jan Lundgren bestaunen. Nun gibt es die beiden in Reinform. Hier haben zwei zueinander gefunden, die in denselben musikalischen Kategorien denken und fühlen. Genüsslich schwelgen sie in den Melodien der Fremd- und Eigenkompositionen: Nordisches Gemüt, tiefe romantische Empfindung, impressionistische Färbung und das Bekenntnis zur amerikanischen Jazztradition machen den Zauber von „Kristallen“ aus – ein musikalischer, in vielen Farben leuchtender Diamant, behutsam geschliffen in vertrauter Zweisamkeit.