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Nils Landgren
Eternal Beauty

Nils Landgren 1 (c)  ACT / Steven Haberland
Nils Landgren 1 (c) ACT / Steven Haberland
Nils Landgren (c) ACT / Steven Haberland
Nils Landgren (c) ACT / Steven Haberland

Produktinformationen

Besetzung

Nils Landgren / trombone & vocals
Michael Wollny / piano
Johan Norberg / guitars
Lars Danielsson / upright bass & cello on 03
Rasmus Kihlberg / drums
Lisa Nilsson / vocals on For Your Love


Aufnahmedetails

Produced by Siggi Loch with Nils Landgren & Johan Norberg

Strings on * arranged and performed by Örjan Högberg
Recorded by Arne Schumann, August 26 – 28, 2013 at Hansa Studios Berlin
Additional recordings by Johan Norberg at Krubaston Studio Stockholm
Mixed by Arne Schumann and mastered by Klaus Scheuermann

Coverphoto by Siggi Loch, Biennale de Venezia, „British Magic“


Nicht nur der Posaunist Nils Landgren hat sich - ob mit seiner Funk Unit, mit Bigbands oder an der Seite der Großen des Jazz - in den vergangenen Jahrzehnten eine riesige Fangemeinde erspielt, auch der Sänger Nils Landgren. Unverwechselbar ist seine helle, rauhe, trotzdem weiche Stimme, und wie geschaffen für Balladen. Abgesehen von seiner Weihnachtsanthologie „Christmas With My Friends“ war sie zuletzt vor zwei Jahren auf „The Moon, The Stars And You“ zu bewundern. Die Mondsucht des Jazz gab hier das Thema vor, bunt war nicht nur die Song-Auswahl, sondern auch die Liste der Gäste von Joe Sample und Steve Gadd bis Joao Bosco und Richard Galliano. Andererseits hatte Landgren hier eine Rhythmusgruppe gefunden, die sich blind verstand. Neben seinem langjährigen Weggefährten Lars Danielsson an Bass und Cello sowie dem Viktoria-Tolstoy Schlagzeuger Rasmus Kihlberg ein nun auch als feinfühliger Begleiter überzeugender Michael Wollny am Klavier.

„Never change a winnig team“ heißt es nicht nur im Fußball, und so vertraute Landgren auch für sein neues Gesangs- und Balladenprojekt „Eternal Beauty“ dieser erlesenen Besetzung - erweitert freilich um den Gitarristen Johan Norberg, mit dem Landgren seit Jahrzehnten immer wieder zusammenspielt. „Es ist meine Wunschbesetzung, von der ich hoffe, dass sie langfristig zusammenarbeitet“, sagt Landgren über diese Truppe. Ideal auch für den Ansatz, den Landgren bei „Eternal Beauty“ verfolgte: „Ich wollte eine ganz homogene Platte machen, nur wir, und die einfach schönen Melodien einfach schön spielen.“ Der Albumtitel deutet die Linie an, nach der die von Landgren, Wollny, Norberg und Produzent Siggi Loch getroffene Auswahl der Songs vor sich ging: „Die Musik und die Texte mussten zu uns passen, und es mussten Songs sein, die für mich ganz persönlich für die Ewigkeit sind.“

Ein Kriterium, das die meisten Songs auf „Eternal Beauty“ sicher auch für viele Hörer erfüllen, von George Harrisons „Isn't It A Pity“ über Mr. Misters „Broken Wings“ bis zum durch Tina Turner bekannt gewordenen „We don't Need Another Hero“. Und nicht nur die aus dem Pop adaptierten Hits, auch so intelligente Jazzballaden wie „One More Angel“ des Jazz-Bassisten John Patitucci oder „Another Kind Of Blue“ des in New York lebenden deutschen Gitarristen Torsten de Winkel.

Das Titelstück hat Michael Wollny zusammen mit Eva Svensson geschrieben, der Witwe von Esbjörn Svensson. Kein Zufall: „Eternal Beauty ist nochmal eine Hommage an Esbjörn, ohne dass es explizit auf der Platte steht“, sagt Landgren. „Für mich ist Esbjörn einer der größten Musiker unserer Zeit. Und obwohl er nicht mehr da ist, haben wir immer noch eine Art Kommunikation. Ich denke oft an ihn, und zum Glück habe ich einen sehr engen Kontakt zu Eva und den Kindern. Unsere Familien sind sich sehr nah. Deswegen wollte ich auch ein paar Nummern von ihm aufnehmen. Auch Johans Stück „One Frozen Moment“ spielt ja auf den Augenblick an, als wir die Todesnachricht bekamen.“

Nur logisch, dass das Album mit Svenssons „Love Is Real“ endet, dem Song, der definitiv unter den ersten und wichtigsten sein wird, wenn einmal ein Great European Songbook geschrieben wird. Eines aber ist Landgren wichtig: „Auch wenn unsere Gedanken bei Esbjörn sind, ist Eternal Beauty alles andere als ein trauriges Album. Das wäre auch gar nicht in seinem Sinne. Alle Songtexte hier haben mit Liebe, mit Beziehungen zu tun, aber sie sind nicht eindimensional. So wie James Taylors ,Don't Let Me Be Alone Tonight', den ich schon einmal mit Michael Brecker, Pat Metheny und Esbjörn in Salzau gespielt habe. Ich liebe diesen Song. Und die uralte Folk- Nummer ,Green Fields, kann man sogar als Umweltsong interpretieren, wenn man will.“

So ist vieles ohnehin dieser vor Talent platzenden Besetzung überlassen, auf die Landgren blind vertraut: „Wir haben vorher schon Ideen gehabt, wie man die Songs jeweils spielt. Aber wir haben dann nur wenig vorgegeben und ganz sparsam arrangiert. Denn bei dieser Besetzung entsteht das musikalische Konzept, wenn wir uns treffen. Wenn wir anfangen zu spielen, dann beginnt die Magie.“