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Michael Wollny
in concert: Klangspuren

Michael Wollny Trio © ACT / Jörg Steinmetz
Michael Wollny Trio © ACT / Jörg Steinmetz
Michael Wollny © ACT / Jörg Steinmetz
Michael Wollny © ACT / Jörg Steinmetz

Produktinformationen

Besetzung

Michael Wollny / piano
Christian Weber / bass
Eric Schaefer / drums


Aufnahmedetails

CD: the final concert of the Karsten Jahnke Jazznights tour at Laeiszhalle Hamburg, 13.11.2015 - Sound engineer: Jan Ugand
Recorded by Alex Bruch and Moncef Dellandrea (Profi Musik Lüneburg)
Edited, mixed and mastered by Klaus Scheuermann
Curator and Executive Producer: Siggi Loch

DVD: filmed and recorded live at Forum Leverkusen, 11.11.2014
35. Leverkusener Jazztage
Director: Elmar Herkrath-Rundholz
Sound Engineers: Thomas Sehringer and Achim Kolz
Executive Producer: Ulrike Gulden-Sanders
Producer: Peter Sommer
© WDR Köln, 2014. Agentur: WDR Mediagroup GmbH
DVD authoring by Platin Media Productions
Audio mix by Klaus Scheuermann


Konzerte des Michael Wollny Trios sind ein Erlebnis. Immer wieder anders, immer wieder überraschend kreiert das Dreiergespann ganz wunderbare Musik. Als sich Wollny, Weber und Schaefer Ende Oktober 2015 zu den Karsten Jahnke JazzNights durch 14 deutsche Städte aufmachten, um das neue Album „Nachtfahrten“ zu präsentieren, frohlockte die Süddeutsche Zeitung: „Wollny geht jetzt auf Tournee. Nix wie hin! Hammer!“ Das Versprechen wurde eingehalten. Im Nachgang schrieb das Blatt weiter: „Wollny überwältigt seine Zuhörer. Virtuos am Limit. Man wünscht sich, dass dieser Konzert-Rausch niemals enden möge.“ Und sprach damit den über 10.000 Besuchern während der umjubelten Tournee aus dem Herzen.

„Klangspuren“ dokumentiert zwei musikalische Sternstunden mit Wollnys neuem Trio in Bild und Ton. Seine künstlerische Entwicklung der letzten zwei Jahre wird eindrucksvoll nachspürbar:
 
Die DVD zeigt den WDR Mitschnitt von den 35. Leverkusener Jazztagen 2014. Musik aus „Weltentraum“ stand auf dem Konzertprogramm. Die Musik trägt den Geist der Romantik ebenso in sich wie die Lust an der erkenntnissüchtigen Durchdringung von sehr unterschiedlichen, aber inneren Zusammenhalt beanspruchenden Stücken: Wir treffen auf Alban Berg und Paul Hindemith. Gustav Mahler wird zitiert und es kommt zum Wiederhören mit dem Musikerneuerer des Mittelalters, Guillaume de Machaut. Die „Gäste“ werden vom Trio so innig in Empfang genommen, dass aus den „fremden“ Liedern eigene werden. Das ZDF heute journal nannte „Weltentraum“ schlicht ein „Meisterwerk“, welches Wollny den endgültigen (auch internationalen) Durchbruch bescherte: Das Album wurde in England wie Deutschland zum Jazzalbum des Jahres gewählt (Jazzwise und Jazzthing). In Frankreich wurde Wollny daraufhin zum europäischen Jazzmusiker 2015 gekürt (Académie du Jazz) und neben gleich drei ECHO Jazz Awards schaffte es „Weltentraum“ sogar in die Top 50 der deutschen Popcharts.

Ist das Leverkusener Konzert noch eines der ersten Konzerte in der neuen Trio-Besetzung mit Christian Weber am Bass, das klingt als wäre er schon immer dabei gewesen, so hört man das Michael Wollny Trio auf dem CD-Mitschnitt vom 13.11. 2015 auf der Höhe seiner Schaffenskraft. Es war der Schlusspunkt und die Krönung der fulminanten „Nachtfahrten“ JazzNights Tour. Hier betont das Michael Wollny Trio stärker seine lyrische, balladeske Seite. Konzentriert und reduziert kommen die Nachtlieder daher, die Bilder im Kopf entstehen lassen. Regisseur Wollny setzt dabei auf Eigenkompositionen und ausgewählte Stücke fremder Urheber, mit denen er eine persönliche Geschichte verbindet: Da ist Filmmusik aus David Lynchs Mystery-Serie „Twin Peaks“ zu hören, aber auch eine Komposition seines einstigen Lehrers Chris Beier und abermals von Guillaume de Machaut. In der voll besetzten Hamburger Laeiszhalle erreichten die drei Musiker eine nicht mehr für möglich gehaltene Steigerung und musikalische Intensität, die das Hamburger Abendblatt in höchsten Tönen schwärmen ließ: „Michael Wollny ist endgültig in der musikalischen Weltklasse angekommen.“

Glühende Spiellust und Unvorhersehbarkeit, unermesslicher Reichtum an stilistischen Variationsmöglichkeiten und Intensitätsgraden: Traumwandlerisch bewegt sich das Michael Wollny Trio zwischen musikalischen Aggregatzuständen, Genres und Zeiten – und landet bei zeitloser Musik im Hier und Jetzt.