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Michael Wollny - © Joerg Steinmetz
Michael Wollny - © Joerg Steinmetz

MICHAEL WOLLNY

 

„Der vollkommene Klaviermeister: In einem Atemzug mit Keith Jarrett, Chick Corea, Herbie Hancock, Brad Mehldau, Stefano Bollani und Paul Bley kann man mit Fug und Recht auch Wollny nennen. Er bringt alles mit, was man von einem perfekten Jazzpianisten verlangen kann: virtuose Technik, überschäumende Fantasie, Disziplin und die Fähigkeit zum kreativen Chaos, Sinnlichkeit sowie ästhetisches Gespür.

FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

 

„Der einzige deutsche Jazzer mit internationalem Star-Appeal.“

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

 

„Die stärkste (Jazz)Musikerpersönlichkeit, die Deutschland seit  Albert Mangelsdorff hervorgebracht hat.“

HAMBURGER ABENDBLATT

 

„So klingt die Zukunft des deutschen Jazz.“

DAS ERSTE, TTT

 

„Der derzeit aufregendste deutsche Jazzpianist.“

DIE WELT

 

Michael Wollny, geboren 1978 in Schweinfurt, international erfolgreicher Jazz-Pianist, Musik-Erfinder, Querdenker, Sympathieträger. So wie er spielt niemand Klavier. Sein Markenzeichen: das Unberechenbare, die Suche nach dem bisher Ungehörten, der Mut, sich dem Moment hinzugeben, das Unvorhergesehene selbstverständlich klingen zu lassen. Sein Wille: sich klanglich wie kompositorisch immer neu zu erfinden. Das macht ihn zu einem „vollkommenen Klaviermeister“ (FAZ). In den verschiedensten Projekten sorgt Michael Wollny seit seinem ACT-Debüt „call it [em]“ im Jahre 2005 für Furore:

 

SOLO

Dass Michael Wollny zu den international bemerkenswertesten Pianisten gehört, stellt er mit seinem Beitrag zur ACT-Reihe Piano Works unter Beweis: Für sein Solo-Debüt zieht er sich im Sommer 2006 einen Monat lang auf die Insel Gotland zurück, hört dort viel Schubert, Steve Reich, Björk und Joachim Kühn. Dann tritt er bei der JazzBaltica erstmals allein am Flügel, neben Kollegen wie Brad Mehldau, Marcin Wasilewski und Kenny Barron, auf – und Ende Februar 2007 erscheint Hexentanz. Die Kritiken waren sich einig wie selten: „Wollny ist die große Hoffnung des intelligenten Pianojazz aus Deutschland.“ (WELT) Auch für dieses Werk erhielt Wollny den Disque d'emoi Jahrespreis 2007 des französischen Jazz Magazine.

 

DUO

Beim hr-Jazzensemble wird der „Altmeister des Saxophons“ (DIE ZEIT), Heinz Sauer, erstmals auf Michael Wollny aufmerksam. Als Duo treten die Beiden erstmals, eher zufällig im Literaturhaus Darmstadt auf. Ohne Zeit für Absprachen sind sie darauf angewiesen, frei zu improvisieren. Der Abend gelingt und zieht Folgen nach sich. „So entwickeln einer der großen Individualisten des Saxofons und das größte deutsche Pianisten-Talent faszinierende Dialoge voll unsentimentaler Wärme, mit oft überraschenden Pointen. Man möchte ihnen endlos zuhören“ schreibt die Münchener TZ, als im Frühjahr 2005 mit Melancholia das erste gemeinsame Album erscheint. DIE ZEIT entdeckt in der unverstellten Ausdruckskraft des Generationen übergreifenden Duos grundlegende Qualitäten und jubelt: "Der Jazz lebt hier wieder" und die WELT am Sonntag zählt es "zum Besten, das deutscher Jazz zu bieten hat". „Die Kontrolle aus der Hand geben und sehen, was passiert“ nennt Wollny das Credo des gemeinsamen Spiels mit dem Duo-Partner Sauer, das ihren freien, aus der Ruhe geschöpften Improvisationen ebenso zu Grunde liegt wie den Erkundungen der Eigenkompositionen, die sie sich gegenseitig vorstellen - oder jener Wege, die sie durch Klassiker von Thelonious Monk und Billie Holiday nehmen. Ihren Radius erweitern sie dabei in Sieben-Meilen-Stiefeln, auf Certain Beauty heißen die Basisstationen ihrer Expeditionen unter anderem Gershwin, Gil Evans, Björk und Prince. Das Album schlägt auch außerhalb Deutschlands hohe Wellen. In Frankreich kürt das renommierte Magazin Jazzman das Album mit dem CHOC zur Jazz-CD des Jahres 2006. Die konzentrierten Zwiegespräche machen dabei nicht viele Worte, die melancholische Grundhaltung entspricht tiefer Lebenserfahrung. If (Blue) Then (Blue) heißt das folgende Album, das Heinz Sauer gleich in zwei Duos zeigt: jeweils abwechselnd mit den Pianisten Michael Wollny und Joachim Kühn. „Schlicht eine Meisterleistung!“ konstatiert das Magazin Stereoplay. Pünktlich zu Sauers 80. Geburtstag erscheint mit Don´t Explain das vierte Album des Duos – live aufgenommen in Darmstadt. Ein musikalischer Seiltanz ohne Netz und doppelten Boden, den das französische Jazz Magazine zum Album des Jahres kürt. Die deutschen Jazzkritiker würdigen die Aufnahme mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik.

Im September 2008 trifft Wollny beim ACT Festival „Jazz and Friendship“ auf Schloss Elmau in einem Duo-Konzert auf den von ihm so verehrten Joachim Kühn. Das Ergebnis dieser Klavier-Sternstunde voller Intensität ist auf der CD Piano Works IX: Joachim Kühn und Michael Wollny live at Schloss Elmau, die im März 2009 erschien.

Michael Wollny’s Wunderkammer im Duo mit der Cembalistin Tamar Halperin markiert im Herbst 2009 den Startschuss in ein neues Zeitalter in der Karriere Michael Wollnys. Zusammen mit der Cembalistin Tamar Halperin sucht Wollny nach dem nie Gehörten und begibt sich auf einen magischen Soundtrip. Der Pianist, der es immer wieder schafft seine Hörer und sich selbst mit seiner Musik zu überraschen, wurde in der Folge auf den Olymp des europäischen Jazz gehoben: Er erhielt den begehrten ECHO Jazz als bester Pianist national, die Welt sprach vom „aufregendsten Jazzpianisten Deutschlands“, die Frankfurter Rundschau attestierte Wollny einen „großen Schritt weiter in eine völlig neue Richtung“ und das Hamburger Abendblatt sieht in ihm seitdem die „stärkste (Jazz)Musikerpersönlichkeit, die Deutschland seit Albert Mangelsdorff hervorgebracht hat“.

 

TRIO 

Das Zentrum von Michael Wollnys Schaffen ist seit Anbeginn seiner Karriere sein Trio [em] mit Eva Kruse am Bass und Schlagzeuger Eric Schaefer:

Mit call it [em] beginnt 2005 im Rahmen der ACT Young German Jazz Reihe die Erfolgsgeschichte dieses magischen Dreiecks. Das Geheimnis des Trios: Die einzigartige Kombination von herausragender Technik und individueller Fähigkeiten, unerschöpfliche Kreativität und traumwandlerische Interaktion. „Wollny, Kruse und Schaefer retten den deutschen Jazz“ schrieb die Süddeutsche Zeitung, damals und die „Zeit“ sprach gar vom „aufregendsten Piano-Trio der Welt“. Mit den Nachfolgealben [em] II und [em] 3 avanciert das Trio zum Inbegriff des jungen deutschen Jazz. Den Ehrungen der verschiedensten Zeitschriften (unter anderem der „Choc“ des französischen Jazzman) folgen Preise wie der Ronnie Scott‘s Jazz Award oder der BMW Welt Jazz Award. Mit [em] live at JazzBaltica, erschienen im Herbst 2010, spielt sich das eigenwillige Trio laut FAZ endgültig mit ihrer „krachend vitalen, interaktiven Musik“ in die Weltspitze der Piano-Trio-Besetzung. Englands Kritiker-Papst Stuart Nicholson bezeichnete das Album als „...wohl das beste Jazzalbum der letzten 25 Jahre". Und der Bundesverband Musikindustrie würdigte das Meisterwerk mit dem ECHO Jazz für die beste nationale Ensembleleistung des Jahres.

Mit Wasted & Wanted, erschien im Frühjahr 2012 ein weiteres Album mit Michael Wollny’s [em]. Wie konkurrenzlos dieses Dreamteam derzeit in der deutschen Jazzlandschaft ist, beweist der erneute ECHO Jazz für die beste Ensembleleistung. Druckvoll, modern, emotional, intelligent, virtuos, energetisch und offen nach allen Richtungen – Wasted & Wanted ist eine überzeugende Antwort auf die Frage nach der Zukunft des deutschen Jazz.

Im Jahr 2014 geht [em] bedingt durch die Babypause von Bassistin Eva Kruse in verlängerten „Winterschlaf“. Mit dem am 31. Januar 2014 erschienenen neuen Album „Weltentraum“ geht Michael Wollny nicht nur deshalb wieder einmal neue Wege: Mit seinem neuen Trio, mit dem US-Amerikaner Tim Lefebvre (bass) und Eric Schaefer (drums) verarbeitet er Werke von Meistern der abendländischen Kunstmusik wie de Machaut, Varèse und Hindemith, Neutönern wie Berg und Rihm bis hin zu populären Künstlern wie P!nk und The Flaming Lips. Modern, emotional, intelligent, virtuos und offen nach allen Richtungen. Aber vor allem: Nichts klingt wie zuvor.

Außerdem wirkt Michael Wollny als Pianist auf dem neuen, ebenfalls am 31.1. erschienenen Nils Landgren Album „Eternal Beauty“ (ACT 9562-2) mit, zu dem er auch eine Komposition, das Titelstück, beisteuert. Im März gehen Landgren und Wollny auf große Karsten Jahnke JazzNights Doppeltournee durch ganz Deutschland.

 

WEITERE PROJEKTE

Wunderkammer XXL mit der hr-Bigband: Die Wunderkammer ließ Michael Wollny seit Erscheinen bis heute nicht mehr los. Am 27. Oktober 2012 eröffnete ihm das Deutsche Jazzfestival Frankfurt die Möglichkeit, seine Herzens- und Seelenangelegenheit gemeinsam mit der hr-Bigband großformatig auszuformulieren. Arrangeur Jörg-Achim Keller übernahm die Bigband-Orchestration. Das Konzert im hr-Sendesaal wurde zu einem triumphalen Ereignis: Die „Wunderkammer XXL“ klang „beeindruckend anders im Umfeld der subtil-differenzierten Orchesterarrangements“ und ergab „ein faszinierendes Wechselspiel zwischen sachtem Tastenzauber und inspiriertem Ensemblespiel“ (Frankfurter Rundschau). Die FAZ berichtete von „unbändiger Spielfreude und kreativ-intelligenter Gestaltungskraft“, die der „geniale Klangtüftler Michael Wollny“ mit der hr-Bigband unter Jim McNeely entstehen ließ. Das Konzert provozierte wahre Begeisterungsstürme im Publikum: 20 Minuten Standing Ovations waren ein Novum beim ältesten, seit 1953 stattfindenden deutschen Jazzfestival.

Am 11. Dezember 2012 tritt Michael Wollny zusammen mit Iiro Rantala und Leszek Możdżer im ausverkauften Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie auf. Die drei Pianisten beweisen eindrucksvoll, dass Klassik und Jazz alles andere als Gegensätze sind. Der Mitschnitt des umjubelten Konzertes erschien Ende März 2013 als Live at Berlin Philharmonic I. Hier ist Wollny Solo, in Duos mit den anderen beiden Pianisten und im Finale sogar im Trio an 3 Klavieren zu hören.

Das Wollny mittlerweile auch ein beliebter Sideman ist, der es versteht, der Musik magische Momente zu verleihen und das Publikum zu Begeisterungsstürmen hinzureißen, ohne sich in den Vordergrund zu spielen, verdeutlichen die Veröffentlichungen The Moon, The Stars And You von Nils Landgren sowie Thrill Box des jungen französischen Akkordeon-Aufsteigers Vincent Peirani. „Wer zuhört, wie Landgrens Posaune und Michael Wollnys Klavier […] die Melodien umschmeicheln, der kann kaum anders, als hingerissen zu sein vom Charme dieser Musik“, schrieb der Stern über ersteres Album. Und über Thrill Box urteilte die Welt, dass die „tastende Suche nach kontrapunktischer Schönheit und das ungemein lyrische Spiel, mit dem der von Pianist Michael Wollny und Bassist Michel Benita begleitete Südfranzose die Herzen rührt und den Atem stocken lässt.“