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Matthias Schriefl
Shreefpunk Plus Strings

Matthias Schriefl - ©Gerhard Richter
Matthias Schriefl - ©Gerhard Richter
Matthias Schriefl - ©Gerhard Richter
Matthias Schriefl - ©Gerhard Richter

Produktinformationen

Besetzung

Matthias Schriefl - trumpet & flugelhorn (tracks 1, 3, 7)
Johannes Behr - guitars
Robert Landfermann - bass
Jens Düppe - drums
Gerður Gunnarsdóttir - violin
Christine Rox - violin
Stephan Blaumer - viola
Daniel Raabe - cello


Aufnahmedetails

Recorded at Hanshaus-Studios in Bonn, November 7-10, 2006 by Oliver Bergner
Mixed at Soundgarden Hamburg, November 13-18, 2006 by Oliver Bergner
Mastered at Soundgarden Hamburg, November 18, 2006 by Chris v. Rautenkranz
Produced by Matthias Schriefl


"Matthias Schriefl has done it AGAIN!! This kid is turning out to be one of the most outstanding young players on the German music scene and I only hope that somehow his music will be heard world-wide.
Being in a position to sort-of watch him "grow up" has been a delight as well as an inspiration.
This new CD shows unbelievable growth in his playing as well as his compositional skills. Several of his tunes offer technical challenges which would draw the blood from the bodies of many players while others are as tender and sensitive as you would ever want a tune to be. His string writing on this CD impresses me in the way he integrates the strings as he would other horns rather than just their normal function of providing pretty pads on ballads.
Matthias' playing has reached extremely high levels of expression. His intelligent and highly-musical use of the upper register is reminiscent of the great Kenny Wheeler yet not at all a copy. Matthias is finding his own voice quite readily, I'd say. His music is very "REAL". That is to say it is deeply honest, sensitive, humorous, and adventurous. I loved his use of the false-fingering technique in producing the quarter tones lines on "Danke".
This is a beautifully produced CD. Congratulations AGAIN, Matthias. What's NEXT?"
Bobby Shew
Jazz Trumpet Artist / Educator
Jazz, Punk und dazu noch Streicher - Wer denkt sich denn so was aus? Matthias Schriefl: Ein junger Allgäuer, der die Welt schon mit allerhand verrückten Einfällen beglückt hat. Und das Gute ist: Wenn man Schriefl zuhört, bekommt man selbst die übermütigsten Ideen. Jedes seiner Konzerte verlässt man mit neuer Inspiration.
Schriefl ist erst 25 Jahre alt. Sieht man sich die Liste seiner Preise an und liest die Namen der Bands, die ihn auf Tourneen einladen, kann man das kaum glauben. Er teilt mit den erfolgreichsten internationalen Jazzern die Bühne und erhält neben zahlreichen Nachwuchspreisen inzwischen auch Auszeichnungen der Erwachsenenliga, wie zuletzt den renommierten WDR Jazzpreis für Improvisation. „Für Kenner alles andere als eine Überraschung“, so Reiner Brückner im WDR-Print, schließlich „beherrscht er sein Instrument mit Mitte 20 schon so souverän wie einst die (Alt-)Meister seiner Zunft: Phänomenal sein Ton-Umfang und sein Ansatz, mitreißend sein Improvisations-Talent und nicht weniger originell seine Arrangements“. Schriefls Energie und Experimentierfreude verraten sein junges Alter aber doch – auf eine erfrischende Weise.
„Keine Angst vor Einfachem, keine Angst vor Kompliziertem“, fasst Schriefl das Motto seiner neuen Einspielung zusammen, seinem ACT-Debüt Shreefpunk plus Strings (ACT 9657-2). Die Platte bietet kühnen, experimentellen Jazz, der aber keinesfalls clean oder verkopft klingt. Die Musik transportiert Leidenschaft, Witz und lässt überraschend wüste Ausbrüche zu.

„Matthias ist verrückt genug, Ideen umzusetzen, die andere niemals wagen würden“, sagt Professor Andy Haderer, Leadtrompeter beim WDR, über seinen ehemaligen Studenten. „Er hat nicht nur ausgefallene Ideen, sondern auch das handwerkliche Können, sie umzusetzen; außerdem eine Menge Ahnung von Musik: Er bewegt sich innerhalb des Jazz in allen Stilrichtungen souverän und kennt sich zudem in klassischer und lateinamerikanischer Musik bestens aus.“ Schriefls Kompositionen sind trotz seines breiten Wissens keine theoretischen Konstrukte, sondern aus dem Alltag inspiriert. In „Köln Kuddelmuddel“, einer musikalischen Collage, porträtiert er fröhlich seine Wahlheimat; „Michael’s Flat“ widmet er der unaufgeräumten Wohnung eines Amsterdamer Freundes; eine zarte Ode schmeichelt dem Haar von Hanna, der Schwester des Bassisten; ironisch-apokalyptisch wird die bayrische Ignoranz gegenüber dem Ozonloch inszeniert; und „Das was hinten rauskommt“ ist eine Hommage an das, was eben hinten rauskommt.
Shreefpunk besteht neben Schriefl aus drei jungen Jazzvirtuosen, alle in der internationalen Szene erprobt. Johannes Behr, Jens Düppe und Robert Landfermann leben wie Schriefl in Köln und spielen mit ihm seit vielen Jahren zusammen. Man hört bei jedem Stück der CD, wie gut die vier Jazzer aufeinander eingespielt sind. Hinter diesem Sound steckt keine Telefonband, sondern eine musikalische Freundschaft mit langen Probetagen, bei denen niemand auf die Uhr sieht.
Shreefpunk kann man bei mitreißenden Live-Konzerten auch ohne Streicher erleben. Das heißt nicht, dass die Strings auf der CD nur dekorativ im Hintergrund säuseln. Über lange Passagen bilden sie das rhythmische Fundament. Bisweilen erweitern sie den Sound um einen Hauch moderner Klassik oder verwirklichen Schriefls musikalische Faxen, etwa beim Anklingen einer Wiener Kaffeehausmusik mitten im Avantgarde-Gewitter. Die vier Streicher (Gerdur Gunnarsdóttir, Christine Rox, Stephan Blaumer, Daniel Raabe) besetzen ausgezeichnete Posten in den Kölner A-Orchestern und bringen eine Menge Jazzerfahrung mit. Deswegen können sie auch bei den kompliziertesten Rhythmen grooven.
Auf der Platte ist auch Schriefls mehrstimmiges Spiel zu hören, neben dem komödiantischen Bühnentalent ein Markenzeichen des jungen Trompeters. „He is the BEST trumpet player I have heard using multi-phonics. (I should get lessons from this kid!)“, so der Trompetenstar Bobby Shew.
Shreefpunk plus Strings wurde mit wertvollen alten Röhren- und Bändchenmikrofonen aufgenommen, analog abgemischt und über 1/2-Zoll-Tonband gemastert. Der Klang der Platte ist daher an sich schon eine Kostbarkeit, viel wärmer als die sterilen Digitalaufnahmen heutiger Standardproduktionen.
Shreefpunk plus Strings erscheint als achtes Album der Reihe YOUNG GERMAN JAZZ: Ein weiterer glänzender Beweis für die Vitalität der jungen deutschen Jazz-Szene!