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Matthias Schriefl
Biografie

Matthias Schriefl - ©ACT / Gerhard Richter
Matthias Schriefl - ©ACT / Gerhard Richter

Matthias Schriefl, geb. 1981, stammt aus dem Allgäu. Er trötete mit drei Jahre schon ständig in eine halbe, kaputte Trompete, über deren andere Hälfte ein Auto gefahren war. Ab seinem siebten Lebensjahr erhielt er Trompeten- und Klavierunterricht, wurde als Elfjähriger Bundessieger bei „Jugend Musiziert“ und übernahm in der neunten Klasse die Leitung der Schulbigband, mit der er bereits erste Eigenkompositionen aufführte. Seit 1990 ist er Träger des Jungmusikerleistungsabzeichens (JMLA) in Bronze. Im Alter von 15 Jahren war er das jeweils jüngste Mitglied im Landesjugendjazzorchester Bayern und im BundesJazz-Orchester. Mit 17 wurde er mit seiner Band „Sidewinders“ Bundessieger bei „Jugend Jazzt“ und produzierte als Gewinn die CD „Die Bestie“ bei Mons Records, es folgten Touren durch Texas, Russland und Rumänien. Schriefl war Jungstudent am Konservatorium in München, studierte anschließend von 2000-2005 an der Musikhochschule Köln bei Andy Haderer und verbrachte ein Studienjahr in Amsterdam. Gegenwärtig lebt er in Köln.

Schriefl erhielt als Solist sowie als Komponist und Bandleader zahlreiche Auszeichnungen. 2006 erhielt er den WDR-Jazzpreis für Improvisation, 2007 den „Stern des Jahres 2007“ von der Münchner Abendzeitung, 2008 den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für Komposition, Dirigat, Instrumentalmusik. 2008 wurde er außerdem auf Vorschlag der Kölner Philharmonie zum „Rising Star“ ernannt. 2009 war er als Solist mit seinem eigenem Werk für großes Orchester und den Duisburger Philharmonikern zu hören, gründete einige weitere Projekte und ist auch oft mit seinem Solo-Programm zu hören.
Schriefl arbeitet mit vielen international renommierten Künstlern. Er wird als Solist und Komponist u.a. von der WDR-Bigband engagiert, ersetzt seit 2006 Allan Botschinsky im European Jazz Ensemble, tourte 2006 mit „Sharon Jones and the Dap Kings“ durch Europa und ist seit 2007 Leadtrompeter des European Movement Orchestra, wobei das Repertoire der Band auch aus Schriefls Kompositionen besteht. Im Mai 2007 ging er zusammen mit den indischen Stars R.A. Ramamani und T.A.S. Mani auf Südostasien-Tournee. 2009 führte er sein neues Orchesterwerk „Ein frisches Königs Pilsener“ mit den Duisburger Philharmonikern als Trompetensolist auf. Schriefl arbeitet außerdem mit Michael Abene, Django Bates, Carlos Bica, Peter Brötzmann, Bill Dobbins, Herb Geller, Dusko Goykovich, Peter Herbolzheimers Rhythm Combination&Brass, Daniel Humair, Lee Konitz, Joachim Kühn, Nils Landgren, Emil Mangelsdorff, Rudi Mahall, Charlie Mariano, Adrian Mears, Don Menza, Dick Oatts, Cino Palagliésu, Wolfgang Puschnig, Claudio Roditi, John Ruocco, Steffen Schorn, John Schröder, Gunther Schuller, Bobby Shew, Alan Skidmore, Markus Stockhausen, Nils Wogram, Phil Woods, Connection Latina, Dirty Dozen Brass Band, New York Voices, WDR, NDR und HR Radio Big Bands, Hofer Symphoniker, Hamburger Symphoniker, Duisburger Philharmoniker u.v.m.

Die bisher größte Aufmerksamkeit erlangte Matthias Schriefl mit seiner Band "Shreefpunk", mit der er auf ACT zwei Alben veröffentlichte: „Shreefpunk plus Strings“ (ACT 9657-2) im Jahr 2007 und „Shreefpunk live in Köln with special guest Django Bates“ (ACT 9663-2) im Jahr 2009. Zwischen 2007 und 2009 tourten „Shreefpunk“ durch 15 Länder Europas, Mexiko, Australien und 7 Länder Westafrikas, die Band spielte dabei in zahlreichen großen Konzerthäusern und Philharmonien.
Auf seinem aktuellen Album „Six, Alps & Jazz“ (ACT 9670-2), erschienen am 25. Mai 2012 widmet sich Matthias Schriefl der Musik seiner Allgäuer Heimat und überführt diese so liebevoll wie furchtlos ins Hier und Jetzt. “Six, Alps and Jazz” ist ein "Brass, Wood and Saxtett": Obwohl es nur ein Sextet ist, entsteht die Klangvielfalt eines ganzen Symphonischen Blasorchesters: Die sechs Multiinstrumentalisten bilden die unterschiedlichsten Formationen: Mal hört man ein klassisches Holzbläser-Quintett mit Jazz-Trompete, dann wieder ein Jazz-Saxofon-Quartett mit 2 Alphörnern und im nächsten Stück spielen 3 Klarinetten, 2 Hörner und ein Fagott einen bayrischen Zwiefachen, in dem zwei Pikkolo-Flöten mit einem Sousaphon aufgeregt streiten.