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Der schwedische Cellist und Bassist Lars Danielsson (geboren 1958) verfügt über einen unverwechselbaren Sound, der sowohl von seiner Herkunft als auch von seiner klassischen Ausbildung geprägt ist. Danielsson zählt zu den weltweit gefragtesten Bassisten und spielte mit einer schier unendlichen Reihe internationaler Stars wie Michael und Randy Brecker, John Scofield oder Charles Lloyd. Seinen singenden, warmen, melodischen, hochkultivierten Ton erkennt man in Sekunden. Seine Musik als Leader ist geprägt von seinem einzigartigen Talent für so einfache, wie eindringliche Melodien, seinem Empfinden für Sounds und Arrangements, sowie seinem Gespür für besondere Besetzungen – mit Größen wie Leszek Mozdzer, Tigran, Magnus Öström, Arve Henriksen, Bugge Wesseltoft, Nils Petter Molvaer, Eivind Aarset, Jan Bang, Eric Harland und vielen anderen, die immer wieder auf Danielssons Alben mitwirken.

Es gibt Menschen, die kommunizieren viel, andere reduzieren sich auf das Wesentliche und bringen es mit wenigen Worten auf den Punkt. Genauso ist es in der Musik. Mit Lars Danielsson und Paolo Fresu haben sich nun zwei zusammengefunden, die ihre Töne mit Bedacht wählen: Auf „Summerwind“ trifft der schwedische Meister des Wohlklangs an Bass und Cello, mit seinem feinen Gespür für so einfache wie eindringliche Melodien, auf einen der lyrischsten Trompeter Europas, der mit seinen leuchtenden luftigen Tönen dem „cool playing“ eine ganz eigene Ausdruckskraft gibt. Gemeinsam lassen Danielsson und Fresu atmosphärische und farbenreiche Klangbilder mit Gefühl und Tiefe entstehen. Kurzum: Traumhafte Musik im traumhaften Zusammenspiel.

Das Format des Duos bietet besonders viel Freiheit und Spielraum, sich musikalisch zu entfalten. Aber für die beiden Protagonisten ist es dabei nicht entscheidend viel zu spielen, sondern was sie spielen. Hier wird der Raum also nicht durch zahlreiche Noten ausgestaltet, sondern durch die Wirkung weniger. So entsteht Poesie an zwei Instrumenten, mit fast meditativem Charakter.

„Es geht darum, im richtigen Moment das richtige zu tun. Das ist die Herausforderung des Duos. In dieser Konstellation kann man sich nicht hinter anderen Instrumenten verstecken“, sagt Lars Danielsson und spricht aus Erfahrung, ist er in dieser Disziplin doch ausreichend erprobt, so etwa mit dem polnischen Pianisten Leszek Możdżer (Album: Pasodoble) oder der Sängerin Cæcilie Norby (Album: Just The Two Of Us). Auch Paolo Fresu ist ein Meister darin, jeden musikalischen Augenblick auszukosten. Im länderüberspannenden Mare Nostrum-Trio, mit dem französischen Akkordeonisten Richard Galliano und dem schwedischen Pianisten Jan Lundgren, stellt er dies besonders unter Beweis (Anmerkung: nur zwei Wochen nach der Aufnahme mit Danielsson fand er sich mit diesem Trio erneut im Nilento Studio ein, um das dritte Mare Nostrum-Album einzuspielen, das im Frühjahr 2019 erscheinen wird).

„Ich liebe Paolos Spiel, es ist spirituell und sein Sound ist einzigartig. Er bringt mich dazu, auf eine neue Art zu improvisieren“, so Danielsson über seinen Duo-Partner, mit dem er für „Summerwind“ erstmals im Studio zusammengearbeitet hat.

Produzent Siggi Loch hatte die Idee, diese zwei Musiker gemeinsam ins Studio zu holen. Wieder einmal zeigt sich sein Gespür, musikalisch Gleichgesinnte in spannenden Konstellationenzusammenzubringen. Dass die beiden eine fast schon telepathische Beziehung bei der Aufnahme aufbauten, zeigt sich zum Beispiel in dem Stück „Dardusó“, das spontan im Studio entstand. Hier verlassen sich Danielsson und Fresu ganz auf den Augenblick. Neben eigens für dieses Duo komponierten Stücken der beiden Protagonisten, befinden sich auf „Summerwind“ ausgewählte Interpretationen bekannter Vorlagen, von einer Bach-Kantate über eine schwedische Volksweise bis hin zu Filmmusik von Krzysztof Komeda.

„Summerwind“ ist ein wohltuender musikalischer Strom einnehmender Melodien voller Anmut und Eleganz. In weiten Spannungsbögen wird Kontemplation kultiviert. Und somit ist Danielssons und Fresus Musik wie eine frische Brise, als Kontrapunkt in einer aktuell „hitzigen“ Welt.