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Produktinformationen

Besetzung

Lars Danielsson - acoustic bass, cello, piano, guitar
Jon Christensen - drums, percussion
Nils Petter Molvaer – trumpet
Xavier Desandre Navarre – percussion
David Liebman – soprano saxophone
Anders Kjellberg – cymbals
Jan Bang – samples
Carsten Dahl – piano
Tobias Sjögren - guitar
DR Danish Radio Concert Orchestra conducted by Frans Rasmussen

Special Guest:
Cæcilie Norby – vocals on “Newborn Broken”


Aufnahmedetails

Recorded by Jan Erik Kongshaug at Rainbow Studio Oslo between January 2003 and May 2004
Danish Radio Studio Copenhagen by Peter Juul Kristensen
Swedish Radio Studio 12 Gothenburg by Lars Nilsson and Jonas Sandwall
Nilento Studios by Lars Nilsson
Tia Dia Studios by Lars Danielsson
Studio Pantin Plage by Suzanne Desandre-Navarre
Mixed to 2.0, 5, 1 and Mastered by Lars Nilsson at Nilento Studios, Gothenburg, May 2004
Produced by Lars Danielsson
Co-Produced by Lars Nilsson


Mit diesem ACT-Debüt des schwedischen Bassisten und Komponisten Lars Danielsson eröffnet das Label eine neue Serie, die sowohl den traditionellen Jazzfreunden mit gewohnt hohem musikalischen Niveau, wie auch den absoluten High-End-Musikfans gerecht wird, die Musik in modernster technischer Qualität genießen möchten.  Die Aufnahme erscheint als HYBRID Variante der sogenannten Super Audio CD, auf der sich 3 verschiedene Sound-Formate befinden. Auf einem speziellen SACD-Player kann die Musik im hochauflösenden SACD STEREO, mit einer Surroundanlage sogar im 5.1 SUPER AUDIO SURROUND SOUND gehört werden. Ein herkömmlicher CD-Player spielt nach wie vor das ebenfalls auf der SACD befindliche CD AUDIO Format ab. Die neue Serie wird noch im Herbst 2004 mit Re-Releases von ACT-Klassikern wie "Europeana" (ACT 9220-2) und "Jazzpaña II" (ACT 9284-2) fortgesetzt. Doch für den Start hätte sich Label-Chef Siegfried Loch "keine bessere Produktion vorstellen" können als diese, in der Danielsson nicht nur mit dem Bass und dem Spiel hervorragender Gäste weite Klang-Räume auslotet, sondern auch das Sound-Volumen eines Sinfonie-Orchesters effektvoll nutzt.

Lars Danielsson, geboren 1958, ist ein Musiker von beeindruckender Bandbreite. Am Konservatorium in Göteborg lernte er zunächst klassisches Cello, bevor er sich dem Bass und dem Jazz zuwandte. Als Bassist – als der er auch etwa auf der Erfolgs-CD "Sentimental Journey" (ACT 9409-2) des Posaunisten und Sängers Nils Landgren  zu hören ist - fällt er mit einem ungemein runden, so lyrischen wie kraftvollen Ton und der beiläufig-gelassenen Virtuosität eines überragenden Spielers auf. Auf der vorliegenden SACD spielt er unter anderem auch Cello, Klavier und Gitarre. Wie vielseitig er ist, zeigte Danielsson, der mit Welt-Größen von Michael Brecker bis Charles Lloyd zusammengespielt hat, nicht zuletzt beim Festival "Strings of Fire" des Leipziger Gewandhauses sowie beim JazzBaltica Festival 2004 als "Artist in Residence" und Leiter des JazzBaltica Ensembles.

Sein hohes Kreativitäts-Potenzial in vielen Disziplinen setzt Danielsson auf dieser SACD prägnant, aber unaufdringlich ein. In zwölf Stücken, darunter das titelgebende Instrumental-Arrangement von "Libera me" (Erlöse mich), dem sechsten Satz aus dem Requiem des französischen Komponisten Gabriel Fauré (1845-1924), erlebt man ihn als Instrumentalisten von höchstem Niveau, als stilsicheren Orchestrator, als Komponisten wunderschöner, getragener Melodien - und nicht zuletzt als Leader mit großem Gespür für die Qualitäten anderer Musiker: Die biegsamen Sopransax-Linien von David Liebman, die melancholischen Töne von Trompeter Nils Petter Molvaer, die Stimme von Cæcilie Norby, aber auch die Samples von Jan Bang integriert er ungemein fein und stimmig.

Mit dem Bass als gewichtiger Mitte und der schillernden Pracht des Orchesters führt Danielsson hier durch unterschiedlichste Klangwelten. In dem zauberhaft-lyrischen Eingangs-Stück "Asta" huldigt er seiner jüngsten Tochter, in "The Teacher" (Track 3), einem wunderbaren Stück für Bass und Schlagzeug, seinem Bass-Lehrer Anders Jormin. Die stille Expressivität des estnischen Komponisten Arvo Pärt inspirierte ihn zu "Shimmering" (Track 6), einer "Meditation in des-Moll". Erinnerungen an die Alhambra, jenen berühmten maurischen Palast, arbeitet er in "Granada" auf, einem Stück für Solo-Bass, Solo-Cello und Orchester (Track 7), und auch einen der stärksten lyrischen Folksongs des späten zwanzigsten Jahrhunderts, "Both Sides Now" von der kanadischen Songpoetin Joni Mitchell, übersetzt er in die glanzvoll-beredte Sprache seines tieftönenden Instruments (Track 8). In "Bird Through The Wall" (Track 10), einer "Regenwald-Meditation", spielt Danielsson auch Marimba und das durch angeschlagene Metallplättchen besonders entrückt klingende Tasteninstrument Celesta. "Cornelia" (Track 11), ein für das Metropole Orchestra in Holland geschriebenes Stück für Bass und Orchester, nennt er "die klassischste" Komposition dieser SACD, während der Bonus Track "Asnah" vielleicht die aktuellsten Einflüsse widerspiegelt - mit Cello-Loops, gesampelten Klängen, nordisch verhangener Trompete und vokaler Percussion.

"Für mich war es immer natürlich, meine eigene Musik mit den Klängen klassischer Musik zu verbinden", merkt Danielsson zum Repertoire dieser SACD an. Sein Ideal beim Orchestrieren umschreibt er wie folgt: "Wenn ich arrangiere, denke ich mehr an die Art, wie klassische Komponisten Gesangsstimmen behandeln, als an Jazz-Arrangeure." Als seinen "absoluten Lieblings-Arrangeur" nennt er den ebenfalls in klassischer Musik und Jazz gleichermaßen bewanderten (und etwa an Diana Kralls Erfolgs-CD "The Look of Love" beteiligten) Claus Ogerman. Doch beim Spielen und Komponieren inspiriere ihn besonders Johann Sebastian Bach, der "Meister der Walking-Bässe".

Mit "Libera me" fügt Lars Danielsson die verschiedenen musikalischen Welten seiner bisherigen Karriere zu einem organischen, runden Ganzen zusammen - ein musikalisches Selbstporträt in enorm vielen Farben.

Noch ein Wort zur Technik der SACD:
Was bringt eine SACD an Neuerungen mit? Hat eine herkömmliche CD lediglich eine Samplingrate von 44,1 kHz, kommt bei der DSD-Aufzeichnung für die SACD mit einer 64-mal höheren Auflösung ein 1bit Wandler mit 2,8224 MHz zum Einsatz. An Stelle von max. 20 kHz bei der CD, erreicht die SACD eine Wiedergabefrequenz von 100kHz, und das fast völlig frei von jeglichen filterbedingten Verzerrungen bei einem Dynamikbereich von 120dB statt bisher 96dB.