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© by Rockie Nolan
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Produktinformationen

Besetzung

Laila Biali / vocals, piano, keys
George Koller / bass
Larnell Lewis / drums (01, 02, 04, 08, 09, 11, 12)
Ben Wittman / drums (03, 05, 06, 07), percussion

Ambrose Akinmusire / trumpet (03, 05)
Mike “Maz” Maher / trumpet (02, 08, 09, 11)
Sam Yahel / organ (01, 02, 05, 06, 07, 08, 09, 12)
Glenn Patscha / organ (solo on 02), keys (12)
Lisa Fischer / vocals (01, 02, 05, 06, 07, 08)
Jo Lawry / vocals (all tracks except 09)
Carlos Ricketts / vocals (01, 02, 06, 07)


Aufnahmedetails

Produced by Ben Wittman & Laila Biali

Recorded at Revolution Recording (Toronto),
Wittman Productions (Toronto), Mission Sound (Brooklyn),
Vibramonk Studios (Brooklyn), Fantasy Studios (San Francisco)
& Pod Noise Studio (New York City), March - October, 2016

Mixed by Tim Abraham
Mastered by João Carvalho

Photography by Rockie Nolan


„She is an exciting and unique talent and I admire her greatly“ Sting

Pop, Jazz und Kanada. Dass diese drei gut zusammenpassen, zeigt nicht nur der Blick in vergangene Dekaden. Auf den Spuren von Größen wie Joni Mitchell beweisen heute Künstler wie Michael Bublé und Diana Krall, dass die Fusion dieser zuweilen noch als gegensätzlich empfundenen Genres auch im Land der Ahornbäume funktioniert.

 Laila Biali, gebürtig im kanadischen Vancouver, steht in dieser Tradition, ohne jemals Gefahr zu laufen, andere zu kopieren. Nicht nur in ihrer Heimat wurde die Sängerin und Pianistin mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, auch der renommierte Downbeat zählte ihre Musik zu seinen Alben des Jahres. Das Spinner Magazine schrieb, Biali habe die Fähigkeit, traditionellen Jazz so selbstverständlich mit zeitgenössischem Pop zusammenzubringen, dass beide Stile eine zwingende Mischung ergäben. Ihr sechstes Album LAILA BIALI, gleichzeitig ihr ACT-Debüt, ist nun die Kulmination ihres bisherigen Schaffens.

„Seit meinem ersten Album bin ich auf der Suche nach meiner künstlerischen Stimme gewesen“, erklärt die studierte klassische Pianistin. „Ich habe mit so vielen verschiedenen Genres experimentiert. Alles fühlte sich richtig an, doch es hat nie wirklich alles verkörpert, was ich bin. LAILA BIALI vereint alle meine Facetten als Künstlerin: Pianistin, Sängerin, Arrangeurin, Komponistin, Liebhaberin von Jazz und anderen Genres. Mit dem Album bin ich wirklich angekommen.“

Erste Erfahrungen auf großen Bühnen sammelte Biali als Background-Sängerin von Sting, wo sie gleich mehrere Mitglieder ihrer Band kennenlernte. Ihren Drummer und künftigen Ehemann Ben Wittman traf sie dagegen auf Tour mit Paula Cole. „Ben spielt eine einmalige Mischung aus Percussion und Schlagzeug, seine Grooves sind deep und rootsy – die perfekte Ergänzung zu den schnelleren, funkigen Grooves von Larnell Lewis.“

Lewis, genau wie Trompeter Mike “Maz” Maher Teil des gefeierten Fusion-Ensembles Snarky Puppy, kennt keinerlei Beschränkungen. Zusammen mit Assen wie Lisa Fischer, langjährige Sängerin auf Rolling-Stones-Tourneen, und dem hochdekorierten Jazz-Trompeter Ambrose Akinmusire, bilden sie eine schlagkräftige Begleitband für Laila Bialis farbenfrohes ACT-Debüt. Schließlich ergänzt auch Sam Yahel den illustren Kreis der Albumgäste, einst der Organist der einflussreichen Joshua Redman „Elastic Band“.

Das temperamentvolle „Got To Love“ führt mit funky Handclaps und schneidigen Orgel-Riffs in das Album hinein, eine ekstatische Stimmung, die Biali gleich darauf mit dem Latin-angehauchten „We Go“ abfedert. Eine intensive Cover-Version von Coldplays „Yellow“ ist der erste von drei fremden Songs, die die Sängerin unter ihre Eigenkompositionen mischt: „Es hat mir immer Spaß gemacht, die Songs anderer Leute umzuarrangieren“, sagt Biali, die mittlerweile mit ihrer Familie in Toronto lebt. „Wir sind bei Konzerten oft auf Publikumswünsche eingegangen. Coldplay, Randy Newman und David Bowie waren dabei immer unsere Favoriten.“ Newmans „I Think It’s Going To Rain Today” zeigt Bialis sensible, in sich gekehrte Seite. Alleine am Klavier sorgt die Kanadierin für Gänsehautatmosphäre, während „Let’s Dance“ ein bemerkenswertes, soulig angehauchtes Cover des 2016 verstorbenen Bowie darstellt.

 Das fröhlich-ohrwurmtaugliche „Wind“ basiert auf einem Gedicht, das die Sängerin schon vor Jahrzehnten schrieb. „Ich kämpfte lange mit den Lyrics, sie schienen nie richtig zu passen. Ich bat sogar Sting, mir dabei zu helfen! Am Ende waren es aber die Zeilen des persischen Mystikers Rumi, die das Stück komplettierten.“

Laila Biali hat ihre eigene Vorstellung von Jazz. Soul, Indie-Rock, Blues und Pop gehören dazu. LAILA BIALI ist wundervoll eingängig, ohne sich an gängige Mainstream-Radio-Schemata anpassen zu wollen, anspruchsvoll, aber ohne jede Hochkultur-Ernsthaftigkeit. Dieses selbstbetitelte ACT-Debüt funkelt nur so vor überschäumender Spielfreude und handgemachter Vielfalt. Wie sagt es die Sängerin auf Englisch? „This album feels like a homecoming."