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Produktinformationen

Die Musik der estnischen Sängerin und Komponistin Kadri Voorand bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Jazz, Pop und Folk. In ihrem Heimatland ist sie ein nationaler Star und tritt regelmäßig in großen Konzerthäusern auf. Sie wurde vom estnischen Präsidenten Kersti Kaljulaid zur „Jungen Kulturpersönlichkeit des Jahres“ ernannt – nur eine von zahlreichen Auszeichnungen, die ihr in ihrer Heimat verliehen wurden, darunter auch der „Estonian Music Award“. Und auch über die estnischen Grenzen hinweg erregt die junge Künstlerin mehr und mehr Aufsehen in Clubs und auf Festivals u.a. im Baltikum, Skandinavien, Deutschland und Süd- und Osteuropa.

Musikalisch Laufen lernt Kadri Voorand in frühester Kindheit als Geigerin im Volksensemble ihrer Mutter. Mit fünf beginnt sie, klassisches Klavier zu studieren, schon mit sechs schreibt sie erste eigene Lieder. Als Teenager stellt sie eine A-Cappella-Band zusammen, für die sie auch schreibt und arrangiert - ihr erster Schritt in Richtung improvisierter Musik. Sie studiert an der estnischen Musik- und Theaterakademie und der Königlichen Musikakademie in Stockholm. Ihr Talent macht schnell die Runde, was zu vielen verschiedenen Projekten mit einigen der besten Jazzmusiker Europas, u.a. im EBU European Jazz Orchestra und dem Vokalensemble „Estonian Voices“ führt. Doch schnell bewegt sich Kadri Voorands ganzer Fokus auf Konzerte und Einspielungen mit ihren eigenen, höchst facettenreichen und virtuos vorgetragenen Songs. Im Jahr 2019 nimmt sie das ACT Label unter Vertrag wo im Frühjahr 2020 ihr drittes Album als Leader, eine Duo-Aufnahme mit dem Bassisten und Gitarristen Mihkel Mälgand, erscheint.

Estland, das nördlichste und kleinste der drei baltischen Länder, ist für seine Gesangstradition berühmt: Vom Liederfest in Tallinn, der weltweit größten Veranstaltung für Laienchöre über die Aufnahme der estnischen Chormusik als immaterielles Welt-Kulturerbe durch die UNESCO bis zu Vokalisten wie Maarja Nuut. Aus der trotzigen Vergewisserung der eigenen Identität entstanden, war Estland doch jahrhundertelang ein Spielball anderer Nationen, wurde der Gesang zum Spiegelbild eines Landes, das nun befreit und selbstbewusst in die Zukunft blickt. An dieses Selbstverständnis als “singende Nation”, in der Tradition verwurzelt, aber zugleich nach vorne gerichtet, denkt man unwillkürlich, wenn man einen der hellsten Gesangssterne des Landes hört: die charismatische 33-jährige Sängerin, Songwriterin und Pianistin Kadri Voorand.

Auf ihrem ACT-Debüt “In Duo with Mihkel Mälgand” entwirft Voorand voller Leidenschaft ein Klanggemälde im Großformat. Ihr enormes Spektrum reicht dabei von akustischem Folk-Pop über R&B und Elektro bis zu Vokaljazz und lautmalerischer Improvisation. In ihrer Heimat ist Voorand damit bereits ein Star, so gewann sie kürzlich die “Estonian Music Awards” als bester weiblicher Künstler wie für das beste Jazz Album. Auch als Produzentin wurde sie bereits ausgezeichnet, eine Bestätigung ihres besonderen Gespürs für zeitgenössische Gesangsästhetik, verbunden mit dem feinfühligen Umgang mit elektronischen Effekten und Loops. Das neue Album “In Duo with Mihkel Mälgand” versammelt und betont all ihre Qualitäten: als ausdrucksstarke, energische, phantasievolle und geschmeidige Sängerin wie als Songwriterin mit einem eigenen, originellen und humorvollen Stil. 

Schon als kleines Mädchen sang Voorand im Volksmusik-Ensemble ihrer Mutter und lernte klassisches Klavier, später studierte sie Jazz an den Akademien in Tallinn und Stockholm. Ihre Virtuosität und Vielseitigkeit unterstrich sie schnell nicht nur mit eigenen Projekten, sondern auch im A-Capella Vokalsextett “Estonian Voices” sowie mit Kompositionen für Film, Kammerchor und klassisches Orchester. International sorgte sie durch die Zusammenarbeit mit dem estnischen Komponisten Tõnu Kõrvits auf seinem Album “Mirror” für Aufsehen.

Die wahre Kadri Voorand aber bekommt man im Duo mit Mihkel Mälgand, einem gefragten Bassisten, der bereits mit Nils Landgren, Dave Liebman oder Kurt Elling spielte und im vergangenen Jahr den dänischen Jazz Award gewann. Durch ihr lange, schon auf vielen internationalen Festivals vorgestellte und vertiefte Zusammenarbeit – für das neue Album komponierte und arrangierte Mälgand einige Songs mit - sind die beiden perfekt aufeinander eingespielt.

Auf der Basis ihrer beeindruckenden Technik regt Vorrand wie wenige andere Sängerinnen die Phantasie ihrer Zuhörer an. Zwar ist ihr Gesang unvergleichlich, dennoch kann man Einflüsse und Vorbilder heraushören. Die experimentelle nordische Vokalistin Sidsel Endresen zum Beispiel, aber auch Joni Mitchell oder Kate Bush mit ihrem artistischen Art-Pop. Letzteres fällt besonders bei “What If I Did Kill You” auf, das Voorand im Duett mit ihrem Landsmann NOËP zu einem bittersüß mit schwarzem Humor versetzten “Torch Song” ausbaut. Eine spielerisch subversive, ambivalente Betrachtung des Gefühls, verliebt zu sein, ist “I'm Not In Love”, während ein sprudelndes Cover von Michael Jacksons "They Don't Really Care about Us" Vorrands Vorliebe für erdigen gefühlvollen R&B bezeugt.

Auf “Like Yoko And John” umarmt sie die Popkultur, präsentiert aber gleichzeitig ihren phänomenalen Scat-Gesang, während die akustische Reduktion bei “I Drove A 1.000 Miles" an den unvergessenen Jeff Buckley erinnert. “I Must Stop Eating Chocolate” wiederum ist eine witzige Parodie auf die aktuell so angesagten Retro-R&B-Nummern. Die Ballade “I Stopped Time” präsentiert zum Schluss noch einmal den ganzen Klangfarbenreichtum und die komplexe Melodik Voorands, ebenso wie das pointierte, manchmal an Jaco Pastorius erinnernde Bassspiel von Mihkel Mälgand: Ein Duo auf dem Weg zum Vokalsound des 21. Jahrhunderts.