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Ein Tribut an die Jazz-Baronin

Photo by ACT / Katja Weber
Photo by ACT / Katja Weber
Photo by ACT / Katja Weber
Photo by ACT / Katja Weber

Produktinformationen

Besetzung

Iiro Rantala / piano & leader
Dan Berglund / bass
Anton Eger / drums
Angelika Niescier / alto saxophone
Ernie Watts / tenor saxophone
Charenée Wade / vocals


Aufnahmedetails

Recorded live in concert by Klaus Scheuermann, at the Berlin Philharmonie (KMS), February 6, 2019
Mixed and mastered by Klaus Scheuermann

Curated and produced by Siggi Loch
Produced by Siggi Loch

Package design (collage) by Siggi Loch: photo Pannonica © Rothschild Archive & artwork © Uwe Kowski, Selber (2015), ACT Art Collection, courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin


Manchmal sind es nur Momente, die ein Leben für immer verändern. So auch jenes der jüdischen Baroness und Millionenerbin Pannonica (Nica) de Koenigswarter (1913 - 1988), geborene Rothschild. Als diese auf einer Reise nach New York Thelonious Monks „Round Midnight“ hört, ist sie derart gefangen von der Musik, dass sie Anfang der 50er Jahre ihre europäische Heimat und all den Glamour ihres bisherigen Daseins zurücklässt und zu einer der größten Förderinnen des amerikanischen Jazz wird.

Auch das Leben des Musikproduzenten Siggi Loch nahm durch ein solches Erweckungserlebnis eine entscheidende Wende: Im Alter von nur 15 Jahren hört er ein Konzert von Sidney Bechet und beschließt, sein Leben fortan dem Jazz zu widmen. Ein Entschluss, der, besonders seit der Gründung von ACT 1992, tiefe Fußspuren in der europäischen Geschichte dieser Musik hinterlassen hat.

Es ist diese Seelenverwandtschaft, die Siggi Loch dazu animierte, Pannonica am 6. Februar 2019, dreißig Jahre nach ihrem Tod, einen ganzen Abend in der seit 2012 von ihm kuratierten Reihe „Jazz at Berlin Philharmonic“ zu widmen. Im Mittelpunkt stehen Stücke von Musikern, welche die „Jazz-Baronin“ über viele Jahre mit Geld, Unterkunft, Rat und Freundschaft unterstützt hat und die ihr oft zum Dank eigene Kompositionen widmeten: Thelonious Monk, Horace Silver, Bud Powell und Sonny Rollins.

Musiker aus fünf Nationen wirkten an dem Abend mit: Die Leitung übernahm der finnische Pianist Iiro Rantala, ein Brückenbauer zwischen Tradition und Moderne. Er bildet zusammen mit Bassist Dan Berglund aus Schweden und dem norwegischen Schlagzeuger Anton Eger das musikalische Fundament. Dazu kommen drei herausragende Solisten: Der amerikanische Saxofonist Ernie Watts, der selbst noch mit Thelonious Monk auf der Bühne stand, die deutsche Saxofonistin Angelika Niescier und die New Yorker Sängerin Charenée Wade. Zusammen legen sie eindrucksvoll Zeugnis davon ab, dass Momente nicht nur Biografien verändern können, sondern auch die Kraft haben, Kontinente, Kulturen und Zeiten zu überstrahlen.

Jazz at Berlin Philharmonic – erschienen bei ACT:

Jazz At Berlin Philharmonic I - CD
Jazz at Berlin Philharmonic II: Norwegian Woods
Jazz at Berlin Philharmonic III
Jazz at Berlin Philharmonic IV - Accordion Night
Jazz at Berlin Philharmonic V: Lost Hero - Tears for Esbjörn
Jazz at Berlin Philharmonic VI: Celtic Roots
Jazz at Berlin Philharmonic VII - Piano Night
Jazz at Berlin Philharmonic: Mediterraneo