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Gwilym Simcock - © Eric Richmond
Gwilym Simcock - © Eric Richmond

Chick Corea nennt ihn ein „Original, ein kreatives Genie“ und Jamie Cullum, Star der britischen Musikszene, erklärt ihn zu „unserem besten jungen Klavierspieler“: Der 1981 geborene, in London lebende Waliser Gwilym Simcock zählt unzweifelhaft zur Speerspitze des europäischen Jazz. Vom dritten Lebensjahr an lernte Simcock zunächst ganz klassisch Klavier und besuchte die renommiertesten Pianoschulen Englands. Diese Ausbildung hört man ihm bis heute an. Bestimmt hätte er auch ein erfolgreicher klassischer Pianist werden können, wenn da nicht die Musik von Keith Jarrett und Pat Metheny gewesen wäre, die ihn mit 15 unwiderruflich zum Jazz brachte. Ein entsprechendes Studium an der Royal Academy of Music folgte. Simcocks Talent sprach sich schnell herum, und so spielte er bei Größen wie Dave Holland, Lee Konitz oder Bob Mintzer sowie bei Bill Brufords „Earthworks“.

Die BBC kürte ihn 2006 – 2008 zum ersten „BBC Radio 3 New Generation Jazz Artist“ und verlieh ihm einen Jazz Award. Bei den britischen Parliamentary Jazz Awards wurde er 2007 als „Jazzmusiker des Jahres“ ausgezeichnet.

Seinen endgültigen Durchbruch schaffte Simcock 2011 mit seiner Soloklaviereinspielung Good Days at Schloss Elmau. Als eines der 12 besten Alben Großbritanniens wurde sein ACT-Debüt für den prestigeträchtigen Mercury Prize, dem wichtigsten Genre übergreifenden Musikpreis Großbritanniens nominiert. Damit stand Simcock in einer Reihe mit Weltstars wie der Sängerin Adele. Was Kritik und Publikum so fasziniert, wird auf Good Days at Schloss Elmau klar: Wie ein Hai hat sich Simcock durch die Meere der Musikgeschichte gefressen. Wer genau hinhört, wird Anklänge finden an Mozart, Bach, Chopin, Ravel, Gershwin oder Ligeti, ebenso wie an Shearing, Monk, Evans, Peterson und natürlich an Jarrett. Simcock ist aber kein Eklektiker, er ist ein Neo-Romantiker, der aus allen Einflüssen von der Klassik bis zu Jazz-Standards wogende und wirbelnde Elegien kreiert, die vor Einfällen und Eskapaden nur so strotzen.

Ende März 2012 erschien Simcocks neues Album „Lighthouse“ gemeinsam mit Saxofonist Tim Garland und Perkussionist Asaf Sirkis bei ACT: Ein Orchester im Kleinen, das Komplexität und Groove vereint, vieles geschickt miteinander verzahnt und dabei verblüffend mühelos agiert. Markante Melodien und rhythmische Anleihen aus dem keltischen Erbe, aber auch Elemente aus den unterschiedlichsten Regionen der Welt verschmelzen in einem unverkennbar eigenen Sound.

Gwilym Simcock auf ACT:

Gwilym Simcock „Good Days at Schloss Elmau” (ACT 9501-2)

Simcock – Garland – Sirkis „Lighthouse“ (ACT 9525-2)

Simcock & Goloubev Duo Art „Reverie at Schloss Elmau" (ACT 9624-2)