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Cornelius Claudio Kreusch
Scoop

Scoop
Scoop

Produktinformationen

Besetzung

Cornelius Claudio Kreusch - Piano
Salif Keita - Vocals
Elisabeth Kontamanou - Vocals
Thomas Grimes - Voice, Rap’oetry
Fra Fra Tribesmen - Vocals
Richard Bona - Vocals
Johannes Tonio Kreusch - acoustic guitar
Greg Osby - Saxophone
Bobby Watson - Saxophone
Ron Blake - Saxophone
Anthony Cox - Bass
Zaf Zapha - Bassguitar
James Genus - Bassguitar
Will Calhoun - Drums, Percussion
Camille Gainer - Drums
Cyril Atef - Drums, Percussion, Voice
Terri Lyne Carrington - Drums, Vocals


Aufnahmedetails

Recorded by Mike Marciano with the Pulse of Time in New York (Systems Two) and Paris (Studio ADS; Studio le Garage), December 1996 - November 1997
Additional Recording by Ed Reed, Dominique Ledudal and Phillipe Avril
Mixed by Mike Marciano at Systems Two, Brooklyn, NY
#5, 7 mixed by Ed Reed, #12 mixed by Mike Marciano and Ed Reed
Mastered by Jonathan Wyner at MWorks, Camebridge, MA
Produced by Cornelius Claudio Kreusch
Assistant Producers: Al Pryor (NY), Zaf Zapha (Paris)
#3 produced by Cornelius Claudio Kreusch and Zaf Zapha


"Jazz ist Zärtlichkeit und mächtige Gewalt" Das Motto seiner Karriere hat Cornelius Claudio Kreusch von der Schriftstellerin Gertrude Stein. Der 29jährige Pianist hat in New York seine zweite Heimat gefunden. "Der Lärm New Yorks ist für mich der schönste Klangteppich, der Dreck auf den Straßen Patina", sagt der geborene Münchner. BlackMudSound heißt seine Band - und BlackMud, das ist der Ur-Schlamm des Nil, die brodelnde Mixtur aus Funk, Jazz und Afrika im New Yorker Labyrinth der Kulturen. "It is the sound of dancing feet, clapping hands and singing voices. BlackMudSound is of all colours and becomes one with all - people!", beschreibt Kreusch es auf dem "SCOOP"-Cover.

Man braucht mehr als nur Talent, um sich in der Heimatstadt des Jazz durchzusetzen, sich vom Manager des legendären Jazz-Clubs Sweet Basil nachsagen zu lassen: "Cornelius ist ein absolutes Phänomen." Kreusch plant seine Projekte nicht umständlich, kauft sich nicht für teures Geld All-Star-Groups zusammen, sondern geht impulsiv auf die Musiker zu. Will Calhoun, den Schlagzeuger der Rock-Band Living Colour, traf er bei Tower Records. "Ich kannte ihn gar nicht, sah aber am Schriftzug auf seiner Jacke, daß er Schlagzeuger sein mußte. Ich habe ihn angesprochen und ihm gleich meine CD in die Hand gedrückt". Calhoun hörte hin und sagte zu: "You sound great! Let’s play!"

Die Liebe zur Musik begann bei Cornelius Claudio Kreusch als Kind unter dem Klavier seiner Mutter, der Pianistin Dorothée Kreusch-Jacob. Als er fünf war, gab sie ihm erste Klavierstunden, mit 10 begegnete Cornelius dem Jazz. Es folgten eine klassische Piano-Ausbildung bei Prof. Claude-France Journé und Mordecai Shehori (Horowitz-Schüler) und Studien an den beiden Kaderschmieden des modernen US-Jazz, dem Berklee College of Music in Boston (Abschluß B.M. - Bachelor of Music) und der Manhattan School of Music (Abschluß M.M.  - Master of Music).

Seit fünf Jahren lebt Kreusch in New York. Zum Kreis der Mitspieler im BlackMudSound gehören neben Calhoun auch der Bassist Anthony Cox (Joe Lovano, John Scofield, Kip Hanrahan), Schlagzeuger Marvin ‘Smitty’ Smith (M-Base, Tonight-Show Band), Jazzrock-Bassist James Genus (Brecker Brothers, Steps Ahead) und Schlagzeugerin Terri Lyne Carrington (Dianne Reeves, Cassandra Wilson, Herbie Hancock, Al Jarreau). Zu seinen Duo-Partnern zählten Joachim Kühn und Herbie Hancock - letzterer beim weltweit ersten Konzert über das Internet: Kreusch saß in New York, Hancock in Berlin.

"SCOOP" (ACT 9255-2), sein Debüt für ACT, ist die dritte CD, die Kreusch in New York produziert hat, insgesamt die fünfte in seiner Discographie. Seit der Münchner im Big Apple lebt, hat sich sein Sound verändert, hört man deutlich, daß Kreusch früher auch Schlagzeug spielte. Knappe und vielschichtige Soli, präzise Themen und ein durchgehender Beat bestimmen die Songs. "SCOOP" ist geprägt durch die Vielzahl unterschiedlicher Begleiter. In Paris fand die bedeutendste Begegnung statt: Kreusch traf auf Salif Keita, den großen Sänger aus Mali, einen Pionier des Afro-Pop. "Der Kontakt zu Salif Keita kam über meinen Bassisten Zaf Zapha zustande. Die Zusammenarbeit war für uns beide eine Sternstunde und ein Geschenk, ein starker emotionaler Moment." Gemeinsam schrieben Kreusch und Keita das explosive "Salif". "Yarum" ist ein fast getrommeltes Klavier und die Lyrik von Thomas Grimes, der nervöse "Pulse" kommt von Cyril Atefs Perkussion und Greg Osbys Saxophon und das funky "Faith" stellt die große Jazz-Stimme von Elisabeth Kontomanou vor. "Feel!" steht als Ballade in der großen Tradition der Piano-Trios, "Nomad" ist schon wieder viel weiter: gewaltig und beschwörend. " "Scoop" spricht zum ersten Mal meine stilistische Bandbreite und meinen Willen nach einer Kulturen verbindenden Sprache deutlich aus."

Kreusch wird gefeiert als eine der wichtigsten Neuentdeckungen im Jazz weltweit. Mit "Scoop", seinen Afro-Jazz-Funk-Kreationen und der eindrucksvollen Liste prominenter Freunde und Gäste demonstriert Kreusch mehr: Ein bedeutender junger Pianist hat seine Musik gefunden - zärtlich, gewaltig und tief im BlackMudSound.

"You will rise and rejoice
As you get down deep
to the roots of the rhythm
.......Here’s The Scoop!"