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Meltemi
Meltemi

Produktinformationen

Besetzung

Paolo Paliaga – piano
Dino Contenti – double bass
Gigi Biolcati - drums


Aufnahmedetails

Recorded, mixed and mastered by Stefano Amerio - Artesuono recording studios - Cavalicco (Udine) - Italy
Produced by Alboran Trio


Alboran ist die Pforte zum Mittelmeer, die Wasserstraße, die den afrikanischen mit dem europäischen Kontinent verbindet, ist das Meer, auf das man, aus allen Richtungen kommend, als erstes stößt. Afrika und Spanien liegen an der Alboran-See und lassen ihr Wesen und ihre Traditionen in sie hineinströmen. Das Mittelmeer vereint, vermengt und verwandelt Kulturen, Klänge, Völker, Religionen und Überlieferungen. Es war und ist ein faszinierender Ort, eine Geburtsstätte, eine Art okkulter Quelle.

Alboran ist wie der Beginn von etwas, das wir noch nicht kennen, wie der Beginn von etwas, das nicht mit Worten allein beschrieben werden kann.

Das Alboran Trio ist aus der Begegnung dreier Individuen entstanden, die jeder eine eigene Vorstellung von improvisierter Musik haben, dreier Musiker, für die Rhythmus Leben bedeutet, dreier Künstler, die auf der Suche nach einem neuen Klang und einem neuen Umgang mit dem Piano Trio, der traditionellsten aller Formationen, sind. Drei starke Persönlichkeiten – eine gemeinsame musikalische Vision, das charakterisiert das Alboran Trio. Das Programm besteht aus Originalkompositionen des Pianisten Paolo Paliaga, die anschließend von dem Trio arrangiert wurden. Das Konzept ist rein akustisch, die Suche gilt dem Sound, der beim Vibrieren von Fellen, Saiten und Holz entsteht, gilt der Kunst der Melodieführung, der Interaktion und der spontanen Kreation außerhalb der hergebrachten Formen und des Swing-Mainstreams. Das Resultat ist eine Musik, die frisch, komplex und nuancenreich ist, eine Musik, die sich vor dem Hintergrund des afro-amerikanischen Jazz frei zwischen europäischer Musiktradition und afrikanischen Rhythmen bewegt.

Paolo Paliaga, Piano, geboren 1961

Paolo Paliaga begann seine Laufbahn als Jazzpianist in den frühen 1980er Jahren. Nach ersten Erfahrungen mit einer eigenen Band, spielte er viele Jahre in einer Bebop-Formation, wo er die "Regeln" des traditionellen nordamerikanischen Jazz lernte. Gleichzeitig interessierte er sich für die europäische Musiktradition und erforschte zeitgenössischere Stilrichtungen. Ende der 80er Jahre zog er nach Paris, wo er mit vielen Musikern aus unterschiedlichsten Teilen der Welt zusammenarbeitete. Er machte Trio-Aufnahmen mit Marc Buronfosse und war Mitglied der Gruppe "Faena" um den spanischen Gitarristen Marco Quesada, mit der er 1992 durch ganz Frankreich und Spanien tourte.

Dann wandte sich Paliaga der Komposition zu. 1997 begann er, Musik für Stummfilme zu schreiben, so den Soundtrack für Herbert Brenons "Peter Pan" (1924) und für Vsevolod I. Pudovkins Film "Die Mutter" (1926). Zur selben Zeit gründete er die Latin-Jazz-Band "Horizon Quartet", die oft mit dem argentinischen Perkussionisten Luis Agudo zusammenarbeitete. Paliaga ist mit seinem Quartett auf zahlreichen Festivals aufgetreten und im Jahre 1999 spielte er mit Enrico Rava beim "Varese in Jazz Festival".

Schrittweise entfernte sich Paliaga von den traditionellen Swing-Rhythmen, um neue Ausdrucksformen, Melodien und Rhythmen in der Arbeit mit einem akustischen Trio zu erforschen. So gründete er 2003 das Alboran Trio mit Dino Contenti and Gigi Biolcati.

Dino Contenti, Bass, geboren 1958

Ursprünglich ein Autodidakt, trat Dino Contenti 1985 zum ersten Mal als professioneller Musiker auf. Nachdem er zunächst Erfahrung als Bassgitarrist in unterschiedlichsten Bereichen der zeitgenössischen Musik gesammelt hatte, wandte er sich schließlich dem Kontrabass zu.

Seither ist er ein äußerst gefragter Sideman sowohl der italienischen, als auch der internationalen Musikszene. So hat er u.a. mit Pietro Tonolo, Antonio Faraò, Enrico Rava, Bob Mover, Barney Kessel, Jimmy Cobb und Norma Winstone zusammengearbeitet und war an folgenden Projekten beteiligt: Gianni Coscia Trio, Uschi Laar Trio, Claudio Fasoli Quartet, dem Trio mit dem amerikanischen Harfenisten Park Stickney und dem französischen Schlagzeuger Manhu Roche sowie dem europäischen Trio des amerikanischen Gitarristen Garrison Fewell. Mit diesem Trio trat er 1998 und 1999 auch beim Montreux Jazz Festival auf.

Von 1987 bis 1999 lehrte Contenti am Centro Jazz in Turin und hat darüber hinaus zahlreiche Kurse für Jazz-Improvisation und Bass an den Musikhochschulen von Barcelona, Saragossa, Genf, München und London abgehalten.

Gigi Biolcati, Schlagzeug, geboren 1965

Gigi Biolcati begann im Alter von 11 Jahren, Schlagzeug zu spielen. Zunächst begleitete er verschiedene Tanzgruppen. Dann studierte er bei Enrico Lucchini und spielte einige Jahre Blues, Funk und Soul mit Aida Cooper und Popmusik mit Cristiano DeAndré. Anschließend kam es zur Zusammenarbeit mit dem aus Benin stammenden Tänzer Koffi Kokò, die für ihn einen Wendepunkt bedeutete: Auf der Suche nach dem Ursprung aller Rhythmen ging Biolcati nach Afrika. Er vertiefte dort seine Studien der afrikanischen Rhythmen und verglich sie mit den europäischen, asiatischen und amerikanischen Traditionen. Auf diese Weise verdeutlichten sich ihm die Beziehungen zwischen Körper, Unbewusstem und dem Energiepotential eines jeden Menschen. Biolcati geht es in der Musik vor allem um eins – Kommunikation: Kontrolle des Sounds, Interaktion mit anderen Musikern, Vertrauen und gegenseitiger Respekt – alles Dinge, die notwendig sind, um die magische, rituelle Kraft eines Konzerts entstehen zu lassen.