17.06.2011 ACT zum zweiten Mal in Folge Label des Jahres bei Echo Jazz
Echo Jazz 2011 : Michael Gottfried, Katja Rothe, Marco Ostrowski, Youn Sun Nah, Siggi Loch, Petra Deka - © ACT / Manfred Gillig-Degrave Mit insgesamt sechs Auszeichnungen, darunter der für das Label des Jahres, ist ACT auch in diesem Jahr einer der größten Gewinner beim Echo Jazz, der am 17. Juni in der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen in Dresden verliehen wurde. Der Echo für das Label des Jahres, welchen ACT in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal in Folge erhalten hat, wurde von Deutschlands Jazzfans in einem öffentlichen Online-Voting gewählt. Für ACT Labelchef Siggi Loch, der den Preis entgegen nahm, begründet genau das auch den ganz besonderen Stellenwert der Auszeichnung.
Darüber hinaus erhielten fünf ACT Künstler den begehrten Award: Die Koreanerin Youn Sun Nah wurde als beste Sängerin des Jahres international ausgezeichnet. Die Künstlerin erlebt seit dem Erscheinen ihres aktuellen Albums „Same Girl“ (ACT 9024-2) einen beispiellosen Aufstieg – besonders in Frankreich, ihrer zweiten Heimat, wo sie es in kürzester Zeit auf Platz eins der Jazzcharts schaffte und bis heute, seit nunmehr über 30 Wochen, ihre Position in den Top Ten behauptet. Mit ihrer ganz eigenen Version des Metallica Klassikers „Enter Sandman“ sorgte sie auch live in Dresden für die größte Überraschung des Abends und stellte eindrucksvoll unter Beweis, warum sie auch hierzulande als DIE Vokal Sensation des Jahres gehandelt wird: Ihre stimmliche Wandelbarkeit, enorme Bühnenpräsenz und greifbare Emotionalität ernteten beim Publikum zuerst gebanntes Schweigen und danach tosenden Applaus.
Gleich zwei Auszeichnungen erhielt die Produktion „[em] LIVE at JazzBaltica“ (ACT 9668-2) – für die Band [em] Wollny | Kruse | Schaefer als Ensemble des Jahres national und für Eric Schaefer als besten Schlagzeuger national. Überreicht wurde der Preis von der Sängerin Katja Ebstein. [em] lieferten mit ihrem anschließenden Liveauftritt die wahrscheinlich energetischste Performance des Abends. [em] LIVE zählt zu den national und international gefeiertsten Produktionen des deutschen Jazz im letzten Jahr und stellt nicht zuletzt eindrucksvoll die Qualitäten von Pianist Michael Wollny unter Beweis, der bereits im Vorjahr den Echo als bester Pianist national in Empfang nehmen konnte.
Mit dem Echo als Saxofonist des Jahres national für den Frankfurter Heinz Sauer und dessen Album „If (Blue) Then (Blue)“ (ACT 9493-2) ging eine Auszeichnung an einen der hierzulande wichtigsten, prägendsten und vor allem eigenständigsten Künstler. Zusammen mit den Pianisten Michael Wollny und Joachim Kühn gelang Heinz Sauer auf der aktuellen ACT Einspielung ein eindrucksvolles Treffen dreier Generationen des deutschen Jazz.
Mit dem Preis für das Lebenswerk, überreicht von Saxofonist Klaus Doldinger, wurden die Brüder Joachim und Rolf Kühn geehrt. Mit seinem Spiel, das sich über alle Kategorien hinwegsetzt, profilierte sich der Pianist Joachim Kühn zu einem Musiker von Weltklasse. Bis heute zählt er, ebenso wie sein Bruder, der Klarinettist Rolf Kühn, zu den wenigen deutschen Musikern, denen es gelungen ist, sowohl hierzulande als auch weltweit und insbesondere in den USA, dem Ursprungsland des Jazz, dauerhaft große Erfolge zu feiern. In einer bewegenden Rede dankte Joachim Kühn seinem sichtlich gerührten Bruder Rolf, dass er ihn in seiner Jugend mit Musik und Kunst vertraut gemacht habe – den Dingen, die für ihn fortan den Sinn des Lebens ausmachten. Back to list |