17.04.2012
Drei ACT Künstler mit ECHO Jazz 2012 ausgezeichnet
Iiro Rantala - © ACT / Lutz Voigtländer
Die Deutsche Phono-Akademie, das Kulturinstitut des Bundesverbandes Musikindustrie e. V., hat die Gewinner des ECHO Jazz 2012 bekannt gegeben: Mit den Pianisten Iiro Rantala und Joachim Kühn und Schlagzeuger Magnus Öström erhalten in diesem Jahr drei ACT Künstler den wichtigsten deutschen Musikpreis.
Für den finnischen Pianisten Iiro Rantala ist der ECHO in der Kategorie „Pianist des Jahres international“ für sein Soloalbum „Lost Heroes“ (ACT 9504-2) der Höhepunkt einer Erfolgsgeschichte. Das Album, auf dem sich Rantala mit einer enormen Bandbreite pianistischen Ausdrucks und ungezügelter Spielfreude vor seinen großen musikalischen Helden von Michel Petrucciani bis Esbjörn Svensson verneigt, erhielt bereits den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik 2011 und euphorische Kritiken. „Ein Meisterstück musikalischer Heldenverehrung.“ (Süddeutsche Zeitung)
Den ECHO Jazz als „Schlagzeuger des Jahres international“ erhält der Schwede Magnus Öström für sein Album „Thread of Life“ (ACT 9025-2). Weltbekannt wurde Magnus Öström als Teil des Trios „e.s.t.“, dessen beispiellose Karriere mit dem Tod von Pianist Esbjörn Svensson ein tragisches Ende fand. Das eindinglich-düstere, aus Jazz, Progressive Rock, Drum’n’Bass und Minimal Music schöpfende „Thread of Life“ ist der Versuch einer künstlerischen Verarbeitung eines großen Verlustes und zugleich Magnus Öström’s Schritt zurück ins (musikalische) Leben.
Der Pianist Joachim Kühn zählt zweifellos zu den wichtigsten Jazzmusikern Deutschlands und wurde bereits im vergangenen Jahr zusammen mit seinem Bruder Rolf mit dem ECHO Jazz für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Mit dem ECHO für das Big Band Album des Jahres für „Out of the Desert Live“ (ACT 9521-2), welches den gefeierten Auftritt des Joachim Kühn Trios zusammen mit der HR Big Band auf dem JazzFest Berlin 2010 dokumentiert, offenbart sich einmal mehr die Ausnahmestellung Kühns: Organisch, wuchtig und ungemein intensiv - „Ein Musikwunder” (FAZ).
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